Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 9: Playa del Carmen – Cancun – São Paulo

Der Wecker läutete um 6 Uhr, unser Flug ging um 11 Uhr los, dazu noch die Fahrt nach Cancun, Tanken, Auto abgeben und Transfer zum Flughafen. Wie immer hatte wir viel zu viel Puffer eingeplant, um halb sieben verließen wir das Hotel, die Straßen waren leer, die Autorückgabe war problemlos und um 8 Uhr standen wir schon am Schalter bei Copa Airlines.

Kaum Leute da, da geht die Gepäckabgabe schnell.

Schöne Plätze haben wir auch, nur der Pilot sitzt vor uns:

Nach Pass und Security kann man sich noch mit allen möglichen Andenken eindecken, die man zuvor vergessen hat zu kaufen.

Und das Restaurantangebot ist wieder sehr nordamerikanisch!

So los geht es, ein letzter Blick zurück auf Cancun:

Und Zwischenlandung bei schlechtem Wetter in Panama:

Das Neue Jahr feierten wir in 10.000 Metern Höhe zwischen Amazonas und Brasilia, das hatten wir so auch noch nicht gemacht. Um 1:30 am 1. Januar landeten wir problemlos in São Paulo, einige wenige Feuerwerke begleiteten noch unsere Landung. Nun noch eine Stunde im Auto und dann Feierabend – schön war’s, adios Mexiko!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 8: Playa del Carmen – die Quinta Avenida

Jetzt wird es Zeit, dass wir mit Mexiko fertig werden, Texas steht ja schon vor der Tür!

Heute steht uns der längste Fahrtag bevor, von Uxmal nach Playa del Carmen. Wir hatten ursprünglich überlegt eventuell Uxmal – Tulum – Playa del Carmen zu fahren, um uns die Ausgrabung von Tulum anzusehen, aber auch ohne diesen Umweg ist die Fahrt lange genug und wir haben ja in den letzten Tagen wahrlich genügend Ruinen angeschaut. Lieber an unserem letzten Tag etwas mehr Zeit am Strand in Playa del Carmen verbringen.

Kaffee gibt es wieder im Zimmer, für die ersten Stunden bis zum Frühstück gibt es noch Doritos und Kekse und so legen wir um 7:30 los.

Gute 365 km, 4:30 Stunden Fahrzeit und eine Stunde Zeitverschiebung später erreichen wir gegen 13 Uhr das Hotel 52 in Playa del Carmen. Das Zimmer ist noch nicht fertig aber das Hotel hat eine Dachterrasse mit Pool, Café und Wi-fi. Dort verbringen wir die nächste Stunde, surfen, emailen, facebooken, checken den Rückflug ein und klären die Rückgabe des Mietwagens am nächsten Morgen ab.

Als wir wieder nach unten fahren ist auch unser Zimmer fertig und wir checken ein.

Strandklamotten an, Fotoapparat, Sonnencreme eingepackt und los geht es. Das Hotel 52 hat eine Gemeinschaft mit dem Encanto Beach Club, einer Strandbar mit Liegestühlen und Service und dort machen wir unseren ersten Halt. Die Liegestühle sind alle belegt, aber wir finden ein paar bequeme Stühle im Schatten und bestellen erstmal zwei Bier. Gut, dass wir die Stühle im Beach Club haben, denn der Strand ist nur etwa 2 Meter breit und absolut voll! Naja klar, morgen ist Silvester, und wer kann ist am Strand.

 

 

Die beiden Biere später reicht es uns eigentlich auch erstmal von der Technomusik, die seit einer Stunde im Club dudelt und wir machen uns auf in die Quinta Avenida, da soll ja was los sein.

Wir kommen ja von recht weit nördlich in die Avenida und sind positiv überrascht, viele kleine Lädchen und nette Lokale und Kneipen. Wenige hundert Meter später hat sich diese „nette“ Avenida jedoch bereits in eine Touristenhölle verwandelt!

Wir fühlen uns wie in Las Vegas, die Straße ist voll mit Läden, die überwiegend Kitsch verkaufen, jeder einzelne Laden oder Bar/Restaurant für sich eigentlich ganz nett, aber die Masse wirkt total erdrückend auf uns. Wir erreichen das Restaurant „La casa del Agua“ über das meine Frau sehr gute Kommentare gelesen hat und so beschließen wir, obwohl es erst 17 Uhr ist, dort essen zu gehen. Wir hatten ja auch nur ein Sandwich an der Poolbar des Hotels bislang – und die Doritos im Auto. Das Restaurant ist nicht billig aber super lecker – dafür, was geboten wird ist es nicht zu teuer, und wir genehmigten uns ein richtig schönes Abschiedsessen für unsere tolle Mexikowoche!

 

Weiter ging es, unser Bummel durch die Quinta.

Zum Ende des Tages unser letzter Stopp: Walmart – Einkaufen! Ja, wir füllten noch unsere Einkaufstaschen mit Tequila, Tortillas und Frijoles refritos auf. Die nächste Mexikoparty ist gesichert! Nun aber mit dem Taxi zurück zum Hotel.

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 7: Uxmal

Der Kaffee gluckerte durch die Kaffeemaschine in unserem Zimmer. Wir nutzten die Zeit, die uns blieb, um noch etwas länger zu schlafen, bevor wir um 8 Uhr vor der Kasse in Uxmal standen. Frühstück wird sowieso überbewertet, war in unserer Übernachtung nicht enthalten und wir wollten uns dann lieber später irgendwo was zum Essen suchen. Also gab es nur einen Kaffee, dann zu Fuß vom Hotel Hacienda Uxmal über die Straße und keine 5 Minuten später standen wir an der Kasse für die Eintrittskarten.

Eintrittskarten für archäologische Sites sind in Mexiko etwas kompliziert. Man braucht immer zwei Tickets, eine für INAH – für die Erhaltung der Stätten (70 Pesos), das zweite als Gebühr für Yucatan (so um die 160 Pesos für Ausländer). Außerdem zahlen Ausländer immer mehr als Mexikaner. Ist aber schon ok so, etwas mehr als 10 Euro pro Person sind auf alle Fälle gerechtfertigt, denke ich.

Betritt man vom Eingangsbereich die Ausgrabungsstätte so steht man als erstes direkt vor der imposanten Pyramide des Magiers.

Für mich die schönste Pyramide von Yucatan, ja die schönste Pyramide der Welt (Cheops sehe es mir nach). Die Kombination der gerade ausgerichteten Treppenstufen mit den abgerundeten Ecken (gibt es runde Ecken?) der Pyramide bilden eine quasi perfekte Harmonie. Leider kann man auch diese Pyramide nicht mehr hochklettern, ich erinnere mich noch schwach wie das war, vor 27 Jahren, vor allem das wieder runter klettern auf allen Vieren.

Wir lassen nach einigen schnellen Fotos die Pyramide des Magiers rechts liegen und gehen nach links in die am weitesten entfernten Bauten.

Dort sind wir zunächst fast alleine, dort kann man überall hinaufsteigen und tolle Fotos schießen. Und von dort erkunden wir Bauwerk nach Bauwerk auf dem Weg zurück zur Pyramide, kreuzen in der Mitte die Touristen die „vorne“ angefangen haben und haben den größten Teil der Zeit Uxmal fast für uns alleine. Auch hier sind wir nach 2-3 Stunden „durch“.

Da wir noch eine zweite Übernachtung im Hotel Hacienda gebucht haben, holen wir nur das Auto und machen uns auf den Weg zur Ruta PUUC.

Die Ruta PUUC ist eine Tour entlang mehrerer archäologischer Ausgrabungsplätze, die alle in der einzigen hügeligen Region in Yucatan erbaut wurden. PUUC heißt in der Mayasprache Hügel. Uxmal ist die größte von allen, aber auch die kleineren sind hoch interessant.  Unser erster Stopp ist in Kabah. Obwohl deutlich weniger besucht und weniger gut erhalten als Uxmal gefällt uns Kabah hervorragend.

Weiter geht es:

… von Kabah in Richtung Sayil. Als wir von der 261 abbiegen landen wir in einer Baustelle, die komplette Straße wird neu geteert und wir fahren gute 3 km über frisch gepresste aber staubige Sandstraße.

Aber schließlich kommen wir an.

Sayil ist halb im Dschungel verborgen, am besten restauriert ist der leider nicht begehbare „Große Palast“ relativ nahe beim Eingang. Es folgen weitere kleinere Gebäude (El Mirador) und dann ein 700 Meter weiter Weg zum Südpalast – den darf ich dann alleine gehen, meine Frau hat genug Ruinen gesehen. Der Südpalast ist nun wirklich sehr abenteuerlich und fast völlig vom Dschungel überwuchert.

Nun, nach der Besichtigung von Sayil, macht sich der Hunger doch verstärkt bemerkbar. Es ist nach 14 Uhr und außer einem Müsliriegel hatten wir noch nichts gegessen. In den nächsten Ruinen wird es wohl nichts zu essen geben, aber der Mitarbeiter im Kassenhäuschen erklärt uns, dass es bei den Loltun Grotten ein Restaurant gibt.

Wir entscheiden, die beiden verbleibenden Ruinen auf dem Rückweg zu machen, den nächsten Stopp beim Restaurant einzulegen und dann die Höhlen zu besichtigen. So fahren wir also an Labna und Xlapak vorbei und stoppen erst an einer weiteren Nebenstraße, um in einem Kiosk Chips, Doritos und Cola zu kaufen und kurz darauf als wir ein Restaurant finden. Wir sind die einzigen Nichtmexikaner dort, der Wirt will uns gleich mit Englisch weiterhelfen aber wir kämpfen uns ganz gut mit unserem Portugiesisch-Spanisch Kauderwelsch durch. Und das Essen ist superlecker, Nachos und Quesadillos, dazu leider nur Cola, ich würde es zu gerne den Mexikanern gleichtun und mich über eine 1,2 Liter Flasche Dos Equis hermachen. Aber ich muss ja noch fahren.

Wir erreichen die Höhlen von Loltun um 14:45, die nächste Führung ist um 15 Uhr. Die Höhlen sind sehenswert, Tropfsteinhöhlen halt. Wunderschön ist der Höhlenausgang, der im Prinzip entlang eines kreisrunden Lochs, vom Sonnenschein erhellt nach oben führt.

So, nun ist es 16:30, Labna und Xlapak schließen um 17:00 Uhr, um 18 Uhr ist es dunkel und wir haben noch eine gute Stunde Fahrzeit vor uns. Also heben wir uns Labna und Xlapak für einen nächsten Besuch irgendwann in Mexiko auf.

Als Abendessen gibt es im Hotel nur noch eine Guacamole, eine Margarita und ein Dos Equis.

Buenas noches!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 6: Ruta de los conventos – Die Klostertour

Für heute stand die Fahrt nach Uxmal auf dem Programm. Von Merida direkt nach Uxmal dauert es ja gerade mal etwas mehr als eine Stunde, also können wir ruhig auch mal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Und was kann man sich rund um Merida ansehen, wenn man nicht immer alte Pyramiden sehen will? Klar, alte Klöster. So machen wir uns auf den Weg, auf die Ruta de los Conventos. Der erste Halt ist bereits nach einer halben Stunde über die hervorragend ausgebaute und scheinbar eben erst neu geteerte Autobahn 184 in Acanceh.

Acanceh besitzt neben der alten Kirche „Nuestra Senora de Natividad“ – wer hätte es gedacht – eine alte Pyramide direkt neben der Kirche. Und neben Pyramide und Kirche gibt es noch einen umtriebigen Wochenmarkt in einer Markthalle. Wir schlendern durch den Markt, begutachten die Essens- und sonstigen Verkaufsstände und machen unsere Erinnerungsfotos.

Weiter geht es nach Tecoh. In unserem Navi scheint die ausgebaute 184 noch nicht so ganz bekannt zu sein, aber der Weg ist trotzdem nicht zu verfehlen.

In Tecoh halten wir direkt auf dem Marktplatz und der erste Weg führt uns wieder in die Markthalle. Ähnliche Halle, ähnliches Angebot. Viel Fleisch ohne irgendeine Kühlung und viel Obst und Gemüse.

Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert steht auf einem kleinen Hügel gleich neben dem Marktplatz und dem danebenliegenden Fußballplatz. Alle diese alten Kirchen gefallen mir sehr aufgrund ihrer Schlichtheit, kein Pomp, wie wir es aus unseren barocken Kirchen kennen sondern viel Holz, das hier verarbeitet wurde. Diese hier wurde wieder AUF einer ehemaligen Pyramide errichtet, nicht daneben, wie zum Beispiel in Acanceh. Was mit besonders gefällt ist der Glockenturm, bei dem an langen Seilen, die seitlich entlang des Turmes nach unten hängen, die Glocken geläutet werden können. Ausprobiert habe ich es nicht, gereizt hätte es mich schon.

Der im Internet besonders herausgehobene Höhepunkt dieser Kirche ist das restaurierte Barock Retablo, also der Altar mit Malereien des Zapoteken Miguel Cabrera, dem damals wohl besten Malers Mexikos. Ja, stimmt, schön war der schon irgendwie. Das hätte ich mir dann wohl mal vorher genauer durchlesen sollen, um es richtig Wert schätzen zu können.

Nun gut, für uns ging es weiter nach Mayapan, endlich wieder so richtige Pyramiden – und was für Pyramiden. In hervorragendem Zustand, quasi ohne Touristen und ohne Einschränkungen besteigbar! Die Anlage in Mayapan war ein ähnliches Highlight wie Ek Balam, meine absolute Empfehlung! Von der oberen Plattform der Pyramiden hat man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Anlage Mayapan sowie über den endlos scheinenden Urwald von Yucatan.

Moglu erwischt!

Der nächste Halt unserer Kirchen und Pyramidentour war Tekit. Es war mittlerweile nach Mittag und es scheint, dass die Kirchen in Yucatan mittags schließen, denn sowohl in Tekit (San Antonio de Padua) als auch danach in Mama blieb uns der Zugang zu den Kirchen verwehrt.

Wir beschlossen also die noch auf der Route liegenden Kirchen zu ignorieren und stattdessen eine kleine Tortillabude zu suchen, denn der Magen knurrte allmählich gewaltig. Somit kürzten wir den Weg ab und fanden durch Zufall die herrliche (zumindest von außen) Kirche in Chapab.

Tikul:

Leider gab es jedoch weder in Chapab noch in der etwas größeren Stadt Ticul ein Angebot das uns zusagte, eigentlich gab es gar kein Angebot, so fuhren wir weiter bis nach Uxmal, wo wir uns im Hotel Hacienda Uxmal einquartierten.

Ab in die Badeklamotten und an der Poolbar ein kühles Dos Equis sowie leckere Quesadillos und Guacamole. Herrlich.

Um morgen Uxmal zu besichtigen,müssen wir nur einmal über die Strasse marschieren!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 5: Spaziergang durch Merida

Nach dem kleinen und etwas spartanischen Frühstück im Restaurant des Hotel Merida machten wir uns los auf unsere Tour. Wir wollen Merida zu Fuß kennenlernen, üblicherweise die beste Möglichkeit eine Stadt zu erobern. Und wo fangen wir an? Bei den Markthallen.

Die Markhallen des „Mercado Lucas de Galvez“ befinden sich nur wenige Minuten Fußmarsch vom Hauptplatz entfernt.

Die Orientierung in Merida ist relativ einfach. Die Stadt wird von einem Gitternetz an Straßen durchzogen, wobei die geraden Straßennummern von Norden nach Süden (bzw. umgekehrt) verlaufen und die ungeraden von Ost nach West (bzw. umgekehrt). Bei Nord-Süd Straße bzw. Ost-West Straße ist immer eine Straße eine Einbahnstraße in eine Richtung, die nächste ist eine Einbahnstraße in die andere Richtung. Hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach und schnell zu verstehen.

Die Plaza Grande (Zocalo) liegt an der Calle 63 mit Calle 60 und der Mercado liegt an der Ecke Calle 67 mit Calle 56, also vom Zocalo aus 2 Straßen nach Osten und 2 Straßen nach Süden. Wahrscheinlich gibt es in diesem Markt alles, was man irgendwann in seinem Leben brauchen könnte und uns haben vor allem Fisch, Fleisch, das Gemüse und die Gewürze und Chilis fasziniert. Und die Tortillamaschinendisco. Ja, an einem Eck im Mercado fanden wir die vollautomatisierte Tortillaproduktion! Vollautomatisiert, bei der oben der frisch angefertigte Teig eingefüllt wurde und die Maschine nach rühren kneten, formen und walzen unten die fertigen Tortillas ausgespuckt hat. Das ganze bei ohrenbetäubenden Diskolärm inklusive bunten Lichteffekten! Ich war begeistert, durfte aber trotzdem keine derartige Maschine erwerben. Was soll man sonst noch zum Markt sagen, nach diesem Highlight wirkt alles andere banal, wir haben uns aber noch durch fast alle Hallen gearbeitet.

In den Markthallen

Es gibt Schuhe:

Gewürze

Und die Tortillamaschine

Auch frische Chilies gibt es jede Menge

Vom Markt aus spazierten wir weiter zu Wayan’e. Wayan’e liegt etwas abseits des Zentrums, ist aber DER Tacoladen Meridas. Im Internet gehypt und offensichtlich Anlaufplatz vieler ausländischer Besucher (aber auch Mexikaner) gibt es bei Wayan’e eine Vielzahl von Tacos und Tortillas. Der Laden ist soweit abgelegen und wäre sicher ohne die Propaganda in vielen Online Seiten nur halb so voll. Aber sehr lecker war es, zugegebenermaßen.

Das wayan’e von aussen

Der gemütliche Innenhof:

Und die Tortillas:

Nach diesem zweiten Frühstück durchquerten wir das Zentrum ein weiteres Mal, zum „Casa de las Artesanias“, um dort Andenken einzukaufen – am besten sollte es künstlerisch wertvoll sein und authentischer als in den tausenden Läden, in denen Touristenramsch verkauft wird. Wir fanden ein Tortilleiro, ein Tortillakörchen, ein sehr schönes Tortillakörbchen, das muss ich zugeben (ich hätte doch die Tortillamaschine kaufen sollen).

Beim Überqueren des Hauptplatzes war der Merida Schild natürlich wieder belegt. Also ein digitaler Trick: Wir fotografieren das Schild einfach von hinten und spiegeln es am Computer 😉

Passt doch:

Die Nähe zum Hotel nutzten wir zu einer gepflegten Siesta, bevor es am frühen Nachmittag wieder losging, nun ein Spaziergang entlang des Passeo de Montejo. Irgendwo wurde der Passeo de Montejo mit den Champs Elysees verglichen. Ja, er ist ganz nett, der Passeo, aber sorry, falls es sich um DIE Champs Elysees in Paris handeln sollte bei dem Vergleich, dann ist bei diesem Vergleich schon ein klein wenig Grössenwahn im Spiel. Aber egal, es war ein netter Spaziergang und wir bekamen sogar in einem französischen Café einen Frappucchino! Also doch ein klein wenig Champs …

Den Rückweg traten wir dann mit dem Bus an. Wieder ein Punkt abgehakt – Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss man im Ausland gemacht haben, kostete 8 Pesos pro Person und es war alleine schon unseren Füssen zuliebe das Geld wert.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir entspannt mit Corona im Café Peon Contreras beim Passanten beobachten. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub.

Am Abend war La Chaya Maya angesagt, DAS bekannteste und traditionellste Lokal in Merida für Mayaküche. Das Lokal fiel uns bereits am Vortag durch die enorme Schlange am Eingang auf, natürlich habe ich sofort gegoogelt und herausgefunden, dass ich dorthin muss, sonst hätte ich Merida nicht erlebt.

Fazit: Mayaessen wird es nicht in meine Top 10 der Lieblingsessen schaffen. Wir bestellten – natürlich nach gut einer halben Stunde anstellen + 10 Extraminuten, weil ich mich anfangs nicht in die Liste am Eingang eingetragen hatte – ein „Best 4 of Mayaküche“, oder sowas, also ein Potpourri aus 4 Gerichten, deren Namen ich beim besten Willen nicht mehr weiß. Ein Gericht war das bekannte Schweinefleisch „Pibil“, gekochtes und zerrupftes Schweinefleisch mit viel Soße – das mit Abstand beste Gericht der 4 Speisen. Das zweite Gericht war Truthahn, ebenfalls gekocht und zerrupft mit einer anderen Soße, das Gericht war schon bedeutend langweiliger. Das dritte Gericht war wieder Truthahn in einer Soße mit Bohnen und Eiern. Ich liebe ja die mexikanischen Bohnen, aber in diesem Gericht waren diese nicht so vorteilhaft zubereitet. Und schließlich das vierte Gericht, irgendwas mit „Queso rallado“, ein Gericht mit Fleisch und Goudakäse in einer glibberigen Soße. Sehr bedenklich, vor allem frage ich mich, woher die alten Mayas den Goudakäse kannten. Aber wahrscheinlich ist das ein klassisches Gericht der modernen Mayas. Hatte ich schon erwähnt, dass Mayaküche nicht in meine Favoritenliste eintreten wird?

 

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 4: Souvenirstände und Pyramiden

Punkt 8 Uhr standen wir am Eingangstor von Chichen-Itza. Das Hotel hat einen direkten Zugang zur Anlage mit Ticketverkauf und das wollten wir ausnutzen bevor die Busse kommen.

Es war wirklich leer um 8 Uhr, füllte sich aber relativ schnell. Gut, dass auch die Händler erst um 8 Uhr aufbauen durften. Es ist unglaublich wie viele Händler sich in Chichen-Itza ausbreiten und alle die gleichen Andenken verkaufen wollen. Und ich habe niemanden gesehen, der tatsächlich etwas kaufte!?

Irgendwie verstehe ich das Konzept nicht. Oder es wird verkauft, wenn die Busse mit den Kreuzfahrern und aus Cancun kommen. Zu Chichen-Itza selber muss man nicht viel sagen, fantastisch, Weltwunder, es wurde schon alles gesagt und geschrieben. Schade, dass man nicht mehr auf die Pyramiden und die anderen Gebäude steigen kann. Schade aber nachvollziehbar. Aber ich war ja schon drauf, vor 27 Jahren, lange her aber ich war drauf.

 

Wir blieben so etwa 2-3 Stunden in der Anlage, danach wurde es auch schon ziemlich voll und tatsächlich auch ziemlich heiß. Im Dezember. Wir duschten, packten die Koffer und fuhren gegen Mittag weiter nach Izamal.

Das Convento de San Antonio, ganz in Gelb, leuchtet einem einladend entgegen, wenn man auf dem Platz davor steht.

Der Großteil der Häuser in der Stadt ist gelb gestrichen und in einem schönen Zustand, Izamal hat uns gut gefallen.

Im Cafe de los Arcos, das am Parque Itzamna liegt, tranken wir noch eine Licuado (Fruchtshake) und einen Frappuccino, dazu eine Sopa de Lima und genossen die Sonne.

Danach machten wir uns auf den Weg nach Merida, wo wir 2 Nächte im Hotel Merida reserviert hatten. Direkt gegenüber des Hotel Merida ist übrigens der erhaltene Tipp Casa de Balam, das aber auch wieder mal schon ausgebucht war.

Auch in Merida war Weihnachtsmarkt auf dem Zocalo, inklusive Krippe mit lebensgroßen Kamelen und Elefanten und mit Kinderweihnachtsliedern in voller Lautstärke. 

Aber es war schön, wir wanderten durch die Straßen um den Zocalo auf der Suche nach einem Restaurant und fanden „La Bierhaus“. Da gibt es erst mal einen Augustiner Edelstoff für mich und ein Franziskaner Leichtes Weizen für meine Frau. Mit dem Free Wi-fi befragen wir das Internet und finden das Restaurant Rosa Sur 32 gleich in der Nähe auf der Plaza Parque de Santa Lucia. Der Platz ist der Hammer, an zwei Seiten voll mit Restaurants. Und super schön angelegt. Den am meisten verstecktesten Platz und den mit der wenigsten Aussicht auf den Platz hat das Rosa Sur 32, aber wir gehen hin wegen der guten Bewertungen. Das Essen ist tatsächlich sehr gut, aber es dauert lange, bis wir was bekommen. Überhaupt sieht es ein wenig nach „Umbau“ dort aus, keine Ahnung, ob das normal war. Aber das Essen war wirklich gut, also hat es gepasst.

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 3: Das Museum im Privathaus

Wir wachten auf in Valladolid, herrlich geschlafen und gut ausgeruht. Das Frühstück im Casa Tia Micha gibt’s im Garten und es besteht aus typisch lokalem Essen, Kaffee oder Mexikanischer Kaffee, Tamales, Omelette, Bohnen.

Wir waren etwas in Eile, denn ich wollte um 10 Uhr im Casa de los Venados sein und vorher wenn möglich noch zum Cenote Zaci, der ab 8:30 offen sein sollte. Sollte, wohl aber nicht am Weihnachtstag.  Aber wir konnten wenigstens von aussen zum Cenote runtersehen. Da hätten wir baden können – wenn offen gewesen wäre!

So hatte wir noch jede Menge Zeit und standen um kurz vor 10 Uhr am Casa de los Venados.

Das Casa de los Venados ist ein Privathaus, eine private Kunstsammlung. Und es ist wirklich beeindruckend dort, die Eigentümer wohnen dort und jeden Tag um 10 Uhr gibt es eine Führung durch ihr Haus, das sie vor rund 20 Jahren gekauft, renoviert und mit Museumsstücken Mexikanischer Kunst eingerichtet haben.

Tipp: Pünktlich um 10 Uhr dort sein, wer zu spät kommt, bleibt eventuell draußen.

Wir gingen zurück zur Casa Tia Micha und fuhren los in Richtung Chichen-Itza, nun auf der Landstraße. Ich hatte ein Zimmer im Mayaland Hotel reserviert, direkt an den Ausgrabungen. Da Weihnachten war, waren wohl auch alle Händler zuhause, man konnte aber sehen, dass an normalen Tagen die Zufahrtsstraßen nach Chichen-Itza mit Souvenirständen überhäuft sind.

Schön war der Blick vom Treppenaufgang in die Parkanlage zum Observatorium von Chichen Itza!

Auch der Riesenbaum war klasse!

Nachdem wir die Anlage kennengelernt hatten, mit Swimmingpools und logischerweise typischen Touristenrestaurants fuhren wir kurzerhand in die nächste kleine Stadt – Pisté – um dort im kleinem Restaurant „Las Mestizas“ etwas zu trinken und Quesadillos und Guacamole zu essen.

Am Abend im Hotel gab es dann nur an der Bar eine Kleinigkeit, ein Bier und einen Tequila und wir hörten der Band zu die auf der Terrasse spielte. Schön.

Und schon wars vorbei mit dem dritten Tag!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 2 – Die erste Pyramide

Tag 2: Die erste Pyramide

Am zweiten Tag legten wir dann entsprechend früh los, um 7:20 sollte der Sonnenaufgang sein und den wollte ich mir nicht entgehen lassen. Es war herrlich, trotz einiger Wolken.


Gleich danach gingen wir zum Frühstück, das sehr reichhaltig und sehr lecker war.

Das Navi wurde auf Valladolid programmiert und kurz nach 9 Uhr legten wir los. Erst noch ein kurzer Stopp im Supermarkt „Selecto Chedraui Cancun“ um Wasser und Kekse zu kaufen, aber ein erster Supermarktbesuch dauert bei uns immer länger. Es ist toll zu sehen, was es in Ländern die wir noch nicht kennen so zu kaufen gibt.

Durch die Zeitverschiebung (Yucatan ist eine Stunde früher als Quintana Roo) waren wir bereits mittags bei unserem Hotel Casa Tia Micha in Valladolid. Wir konnten noch nicht ins Zimmer, war vielleicht auch gut, sonst hätten wir wieder den halben Tag verschlafen. So stellten wir nur die Koffer unter und machten uns wieder auf den Weg nach Ek Balam. Ek Balam ist super, ein absolutes must-see. Die große Pyramide, die man besteigen kann ist ein tolles Highlight, vor allem, da man später in Chichen-Itza oder Uxmal die Pyramiden nur von unten ansehen kann.

Auch die Echsen fühlen sich hier wohl!

Der Rückweg von Ek Balam nach Valladolid führt durch Temozón. Temozón ist berühmt für seine geräucherten Würste, die Longaniza, und so hielten wir an einem Restaurant am Straßenrand und ließen uns einen Teller mit etwas von allem zusammenstellen. Das Essen war ganz gut, aber jetzt nicht ein Highlight unserer Reise.

Gegen 15 Uhr waren wir zurück im Casa Tia Micha in Valladolid und konnten nun unser sehr schönes Zimmer beziehen. Die empfohlene Unterkunft El Meson de Marques war übrigens schon ausgebucht.

Valladolid ist eine sehr nette kleine Stadt, der Hauptplatz war mit einem Weihnachtsmarkt und weihnachtlichem Schmuck herausgeputzt. Wir bekamen Geld bei HSBC und damit war eines der Fragezeichen unserer Reise erst einmal gelöst.

Wir wollten im Marques nun einen Tisch fürs Abendessen bestellen, aber im Marques war eine Cena für Heiligabend geplant. Also ein festliches Abendessen mit Musik und Buffet usw. Das Ganze sollte von 21 Uhr bis 2 Uhr morgens gehen und war uns zu lange und zu spät und zu teuer. Wir kauften uns also erst einmal ein Bier in einer Bar auf dem Zocalo, dem Stadtplatz.

Von dort schlenderten wir durch die Calzada de los Frailles bis zur Parroquia de San Bernadino de Siena und wieder zurück zum Parque la Mestiza (Zocalo).

 

Wir fanden ein nettes Lokal zum Abendessen gleich in der Nähe des Hotels und ums Eck vom Marques, das „La Ville Bistro“. Und später noch auf eine Margarita auf die herrliche Dachterrasse des Conato in der Calle 40, auch gleich in der Nähe. Schade, dass wir dort nicht zu Abend gegessen haben, das Lokal ist wirklich super, aber auch das Essen im La Ville war gut (auch wenn sie mein Kartoffelpüree zum Arrachera unterschlagen haben).

Das hier in Valladolid ist viel mehr unsere Welt, besser als Cancun.