Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 9: Playa del Carmen – Cancun – São Paulo

Der Wecker läutete um 6 Uhr, unser Flug ging um 11 Uhr los, dazu noch die Fahrt nach Cancun, Tanken, Auto abgeben und Transfer zum Flughafen. Wie immer hatte wir viel zu viel Puffer eingeplant, um halb sieben verließen wir das Hotel, die Straßen waren leer, die Autorückgabe war problemlos und um 8 Uhr standen wir schon am Schalter bei Copa Airlines.

Kaum Leute da, da geht die Gepäckabgabe schnell.

Schöne Plätze haben wir auch, nur der Pilot sitzt vor uns:

Nach Pass und Security kann man sich noch mit allen möglichen Andenken eindecken, die man zuvor vergessen hat zu kaufen.

Und das Restaurantangebot ist wieder sehr nordamerikanisch!

So los geht es, ein letzter Blick zurück auf Cancun:

Und Zwischenlandung bei schlechtem Wetter in Panama:

Das Neue Jahr feierten wir in 10.000 Metern Höhe zwischen Amazonas und Brasilia, das hatten wir so auch noch nicht gemacht. Um 1:30 am 1. Januar landeten wir problemlos in São Paulo, einige wenige Feuerwerke begleiteten noch unsere Landung. Nun noch eine Stunde im Auto und dann Feierabend – schön war’s, adios Mexiko!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 8: Playa del Carmen – die Quinta Avenida

Jetzt wird es Zeit, dass wir mit Mexiko fertig werden, Texas steht ja schon vor der Tür!

Heute steht uns der längste Fahrtag bevor, von Uxmal nach Playa del Carmen. Wir hatten ursprünglich überlegt eventuell Uxmal – Tulum – Playa del Carmen zu fahren, um uns die Ausgrabung von Tulum anzusehen, aber auch ohne diesen Umweg ist die Fahrt lange genug und wir haben ja in den letzten Tagen wahrlich genügend Ruinen angeschaut. Lieber an unserem letzten Tag etwas mehr Zeit am Strand in Playa del Carmen verbringen.

Kaffee gibt es wieder im Zimmer, für die ersten Stunden bis zum Frühstück gibt es noch Doritos und Kekse und so legen wir um 7:30 los.

Gute 365 km, 4:30 Stunden Fahrzeit und eine Stunde Zeitverschiebung später erreichen wir gegen 13 Uhr das Hotel 52 in Playa del Carmen. Das Zimmer ist noch nicht fertig aber das Hotel hat eine Dachterrasse mit Pool, Café und Wi-fi. Dort verbringen wir die nächste Stunde, surfen, emailen, facebooken, checken den Rückflug ein und klären die Rückgabe des Mietwagens am nächsten Morgen ab.

Als wir wieder nach unten fahren ist auch unser Zimmer fertig und wir checken ein.

Strandklamotten an, Fotoapparat, Sonnencreme eingepackt und los geht es. Das Hotel 52 hat eine Gemeinschaft mit dem Encanto Beach Club, einer Strandbar mit Liegestühlen und Service und dort machen wir unseren ersten Halt. Die Liegestühle sind alle belegt, aber wir finden ein paar bequeme Stühle im Schatten und bestellen erstmal zwei Bier. Gut, dass wir die Stühle im Beach Club haben, denn der Strand ist nur etwa 2 Meter breit und absolut voll! Naja klar, morgen ist Silvester, und wer kann ist am Strand.

 

 

Die beiden Biere später reicht es uns eigentlich auch erstmal von der Technomusik, die seit einer Stunde im Club dudelt und wir machen uns auf in die Quinta Avenida, da soll ja was los sein.

Wir kommen ja von recht weit nördlich in die Avenida und sind positiv überrascht, viele kleine Lädchen und nette Lokale und Kneipen. Wenige hundert Meter später hat sich diese „nette“ Avenida jedoch bereits in eine Touristenhölle verwandelt!

Wir fühlen uns wie in Las Vegas, die Straße ist voll mit Läden, die überwiegend Kitsch verkaufen, jeder einzelne Laden oder Bar/Restaurant für sich eigentlich ganz nett, aber die Masse wirkt total erdrückend auf uns. Wir erreichen das Restaurant „La casa del Agua“ über das meine Frau sehr gute Kommentare gelesen hat und so beschließen wir, obwohl es erst 17 Uhr ist, dort essen zu gehen. Wir hatten ja auch nur ein Sandwich an der Poolbar des Hotels bislang – und die Doritos im Auto. Das Restaurant ist nicht billig aber super lecker – dafür, was geboten wird ist es nicht zu teuer, und wir genehmigten uns ein richtig schönes Abschiedsessen für unsere tolle Mexikowoche!

 

Weiter ging es, unser Bummel durch die Quinta.

Zum Ende des Tages unser letzter Stopp: Walmart – Einkaufen! Ja, wir füllten noch unsere Einkaufstaschen mit Tequila, Tortillas und Frijoles refritos auf. Die nächste Mexikoparty ist gesichert! Nun aber mit dem Taxi zurück zum Hotel.

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 7: Uxmal

Der Kaffee gluckerte durch die Kaffeemaschine in unserem Zimmer. Wir nutzten die Zeit, die uns blieb, um noch etwas länger zu schlafen, bevor wir um 8 Uhr vor der Kasse in Uxmal standen. Frühstück wird sowieso überbewertet, war in unserer Übernachtung nicht enthalten und wir wollten uns dann lieber später irgendwo was zum Essen suchen. Also gab es nur einen Kaffee, dann zu Fuß vom Hotel Hacienda Uxmal über die Straße und keine 5 Minuten später standen wir an der Kasse für die Eintrittskarten.

Eintrittskarten für archäologische Sites sind in Mexiko etwas kompliziert. Man braucht immer zwei Tickets, eine für INAH – für die Erhaltung der Stätten (70 Pesos), das zweite als Gebühr für Yucatan (so um die 160 Pesos für Ausländer). Außerdem zahlen Ausländer immer mehr als Mexikaner. Ist aber schon ok so, etwas mehr als 10 Euro pro Person sind auf alle Fälle gerechtfertigt, denke ich.

Betritt man vom Eingangsbereich die Ausgrabungsstätte so steht man als erstes direkt vor der imposanten Pyramide des Magiers.

Für mich die schönste Pyramide von Yucatan, ja die schönste Pyramide der Welt (Cheops sehe es mir nach). Die Kombination der gerade ausgerichteten Treppenstufen mit den abgerundeten Ecken (gibt es runde Ecken?) der Pyramide bilden eine quasi perfekte Harmonie. Leider kann man auch diese Pyramide nicht mehr hochklettern, ich erinnere mich noch schwach wie das war, vor 27 Jahren, vor allem das wieder runter klettern auf allen Vieren.

Wir lassen nach einigen schnellen Fotos die Pyramide des Magiers rechts liegen und gehen nach links in die am weitesten entfernten Bauten.

Dort sind wir zunächst fast alleine, dort kann man überall hinaufsteigen und tolle Fotos schießen. Und von dort erkunden wir Bauwerk nach Bauwerk auf dem Weg zurück zur Pyramide, kreuzen in der Mitte die Touristen die „vorne“ angefangen haben und haben den größten Teil der Zeit Uxmal fast für uns alleine. Auch hier sind wir nach 2-3 Stunden „durch“.

Da wir noch eine zweite Übernachtung im Hotel Hacienda gebucht haben, holen wir nur das Auto und machen uns auf den Weg zur Ruta PUUC.

Die Ruta PUUC ist eine Tour entlang mehrerer archäologischer Ausgrabungsplätze, die alle in der einzigen hügeligen Region in Yucatan erbaut wurden. PUUC heißt in der Mayasprache Hügel. Uxmal ist die größte von allen, aber auch die kleineren sind hoch interessant.  Unser erster Stopp ist in Kabah. Obwohl deutlich weniger besucht und weniger gut erhalten als Uxmal gefällt uns Kabah hervorragend.

Weiter geht es:

… von Kabah in Richtung Sayil. Als wir von der 261 abbiegen landen wir in einer Baustelle, die komplette Straße wird neu geteert und wir fahren gute 3 km über frisch gepresste aber staubige Sandstraße.

Aber schließlich kommen wir an.

Sayil ist halb im Dschungel verborgen, am besten restauriert ist der leider nicht begehbare „Große Palast“ relativ nahe beim Eingang. Es folgen weitere kleinere Gebäude (El Mirador) und dann ein 700 Meter weiter Weg zum Südpalast – den darf ich dann alleine gehen, meine Frau hat genug Ruinen gesehen. Der Südpalast ist nun wirklich sehr abenteuerlich und fast völlig vom Dschungel überwuchert.

Nun, nach der Besichtigung von Sayil, macht sich der Hunger doch verstärkt bemerkbar. Es ist nach 14 Uhr und außer einem Müsliriegel hatten wir noch nichts gegessen. In den nächsten Ruinen wird es wohl nichts zu essen geben, aber der Mitarbeiter im Kassenhäuschen erklärt uns, dass es bei den Loltun Grotten ein Restaurant gibt.

Wir entscheiden, die beiden verbleibenden Ruinen auf dem Rückweg zu machen, den nächsten Stopp beim Restaurant einzulegen und dann die Höhlen zu besichtigen. So fahren wir also an Labna und Xlapak vorbei und stoppen erst an einer weiteren Nebenstraße, um in einem Kiosk Chips, Doritos und Cola zu kaufen und kurz darauf als wir ein Restaurant finden. Wir sind die einzigen Nichtmexikaner dort, der Wirt will uns gleich mit Englisch weiterhelfen aber wir kämpfen uns ganz gut mit unserem Portugiesisch-Spanisch Kauderwelsch durch. Und das Essen ist superlecker, Nachos und Quesadillos, dazu leider nur Cola, ich würde es zu gerne den Mexikanern gleichtun und mich über eine 1,2 Liter Flasche Dos Equis hermachen. Aber ich muss ja noch fahren.

Wir erreichen die Höhlen von Loltun um 14:45, die nächste Führung ist um 15 Uhr. Die Höhlen sind sehenswert, Tropfsteinhöhlen halt. Wunderschön ist der Höhlenausgang, der im Prinzip entlang eines kreisrunden Lochs, vom Sonnenschein erhellt nach oben führt.

So, nun ist es 16:30, Labna und Xlapak schließen um 17:00 Uhr, um 18 Uhr ist es dunkel und wir haben noch eine gute Stunde Fahrzeit vor uns. Also heben wir uns Labna und Xlapak für einen nächsten Besuch irgendwann in Mexiko auf.

Als Abendessen gibt es im Hotel nur noch eine Guacamole, eine Margarita und ein Dos Equis.

Buenas noches!