Texas 2. Tag Freitag, 30.03.2018: Round Rock Outlets, Rundgang in Austin

Hatte ich erwähnt, dass Outlet Shopping auf dem Plan stand? Ich hatte zwei Möglichkeiten vorher ausgewählt, Option eins gleich am ersten Tag bei Round Rock, kurz vor Austin. Option zwei waren die San Marcos Outlets bei San Antonio für den nächsten Tag. Da wir schon mittags auf die Round Rock Outlets zufuhren, entschieden wir, auch das gleich am ersten Tag zu erledigen.

Bei Columbia erneuerten wir die Wanderoutfits, bei Eddie Bauer gab es Jeans und einen warmen Hoodie (als ob ich gewusst hätte wie oft ich diesen warmen kuscheligen Hoodie in den nächsten Tagen brauchen würde) und dann noch 2 Poloshirts bei Hilfiger.

Pünktlich um 14 Uhr trafen wir uns beim Auto und fuhren wieder auf die I35 – und in den Wochenendstau nach Austin!

Es geht und steht, geht und steht, aber letztendlich kommen wir doch voran. Beim Hyatt Regency in Austin geben wir unser Auto ins Valet Parking, das sind immer diese Extrakosten, die bei solchen Stadthotels noch dazukommen. Die Hotels sind an sich schon teurer, dann kommt noch die Tax drauf und solche Sachen wie 31 Dollar fürs Valet. Kann man sich sparen, ja, aber das Parkhaus wäre auch schon 25 Dollar die Nacht gewesen. Egal, wir sind ja im Urlaub. Dafür ist das Zimmer ein Traum!

Der Blick von unserem Stockwerk ins Atrium des Hotels:

Ausblick aus dem Fenster:

Wir haben ja nur einen Tag für Austin also ziehen wir los in die Stadt. In der Eingangshalle des Hotels gibt es einen Infostand und die sehr nette Mitarbeiterin hat massig Tipps für uns, wie wir die nächsten Wochen in Austin verbringen könnten. Äh, wir haben aber nur einen Tag hier. Egal, das hier war die map mit den wichtigsten Sachen, ich habe es auch noch einmal lesbar eingetippt. (Ich sehe jetzt, man kann das rote Getippse auf der Karte auch nicht wirklich gut lesen …)

Hier ist das Hotel nochmal, von draussen:

Über die Brücke beim Hotel (First Street Bridge) geht es über den Fluss, eigentlich ist es ja ein See, der Lady Bird Lake. Rechts im Bild die berühmte Congress Bridge.

Aber ich bin mir nicht so ganz sicher, wo es noch der Colorado River ist und wo der Lady Bird Lake beginnt. Lady Bird – so wird mir jetzt nach dem Urlaub klar – benannt nach der Ehefrau der Präsidenten Lyndon B. Johnson!

Wir erkunden das Zentrum von Austin zu Fuss, erst durch die second street, in der viele Musikläden und Bars sind, hoch die Congress Avenue und dann in die 6th Street, in der das Nightlife von Austin stattfindet!

Second Street:

Uns ist die sechste Strasse viel zu touristisch, und am Nachmittag gibt es auch nur recht leere miefige Kneipen dort.

In der 6th street:

 

Weiter in der 6th street:

Miefige leere Bar von aussen:

Noch eine miefige leere Bar von aussen:

In der 6th liegt auch das bekannt Driskill Hotel, das gefällt uns schon besser, eine kultige Bar, tolle Deckenschnitzereien.

Driskill Hotel von aussen:

Und die Bar:

Wir überlegen kurz, aber für einen Drink ist es noch zu früh und was anderes an dieser Bar wäre uncool, also ziehen wir weiter!

Nächster Halt, das Texas Capitol am Ende der Congress Ave. Das Capitol ist wie eben alle Capitole hier in den Staaten sind, pompös, schön anzusehen und zu fotografieren.

Zwei Squirrels beim spielen vor dem Capitol

Und der Blick von innen hoch in den Turm:

Wir laufen den Weg zurück zum Hotel entlang der Congress Avenue. Hier noch einmal der Blick von der Congress Bridge neben unserem Hotel hoch zum Capitol.

Wir hatten Hunger, aber wollten auch noch später zu Abend essen. Beides ging nicht, dafür war es schon zu spät. Also erst ins Hotel und etwas Walmart Proviant knabbern.

 

Texas 2. Tag Freitag, 30.03.2018: Einreise, Mietwagen und das erste Frühstück

Wir kommen in die große Eingangshalle und es sind relativ wenig Leute, die anstehen. Hier sehe ich auch zum ersten Mal diese Registrierungsautomaten von denen ich sehr viel im Amerika Forum gelesen hatte. Tatsächlich geht die Schlange schnell vorwärts und schon wenig später stehen wir selbst an einem der Automaten.
Es klappt gut, der Reisepass wird gescannt, dann die Fingerabdrücke und ein Foto wird gemacht. Bei Trolleira scheint etwas nicht funktioniert zu haben denn wir können nicht direkt durch, sondern müssen beim Immigration Officer vorsprechen. Keine Ahnung warum, ob es nun ein Problem mit den Fingerprints gab oder ob das einfach eine Zufallsauswahl ist.

Egal warum, wir stellen uns also wieder an der nächsten Schlange hinten an. Diese Schlange geht nun wesentlich langsamer voran, da sich nur drei Beamte um die Einreise kümmern. Als wir schließlich kurz vor der Bearbeitung ankommen macht einer der Officers einen neuen Schalter auf, lässt die Neuankömmlinge dort anstehen und leitet schließlich unsere Schlange in diese um! Das ist nun die dritte Schlange bei der wir uns an dem noch jungen Tag hinten anstehen. Da ich aber weiß, dass es einer Einreise nicht förderlich ist, den Beamten zu beschimpfen, atme ich nur tief durch und versuche meine innere Mitte zu finden.

Als wir schließlich beim Officer sind geht es dann wieder schnell, ein neues Bild von Trolleira, noch einmal die Fingerabdrücke gescannt, ein wenig Smalltalk und wir können durch zur Koffer Halle, wo unsere Gepäckstücke schon neben dem Belt auf uns warten.

Nochmal Toilettenpause und dann raus aus der Halle zur Bushaltestelle der Shuttlebusse. Es ist um 6:30 Uhr bitterkalt und noch stockdunkel. Auch hier warten wir erst einige Minuten bevor der Transfer-Bus da ist, alles geht noch etwas langsamer um diese Uhrzeit. Die Büros und Garagen der Mietwagenfirmen liegen ein gutes Stück weg vom Terminal, es ist fast Vollmond und im Bus ist es auch schön warm, gut so.

Der Alamo Schalter ist nicht besetzt, das macht aber nichts, da ich bereits vorab Skip-the-counter vorbereitet hatte.

Während ich schaue, wo die Autos stehen, kommt doch eine Mitarbeiterin von Alamo am Schalter vorbei. Sie erklärt mir, sie müsse meine Unterlagen ansehen, trotz skip-the-counter. Zwei Minuten später gibt sie mir dieselben zurück und sagt mir ich könne direkt zu den Mietwagen gehen, ich hätte ja „quick check in“. Häh? Skip-the-counter? Quick-check-in? Das wusste ich auch vorher. Also gehen wir zu den Mietwagen.

Viel Auswahl haben wir an der Choice Line nicht, es stehen einige Hyundai Santa Fe hier, einige Nissan Rogue und ein altes Jeep Modell. Den Nissan Rogue hatten wir schon vor zwei Jahren in Atlanta und waren sehr zufrieden damit. Wir werden zwar auch die eine oder andere Sandstraße fahren, aber wohl weniger als in den letzten Jahren, also brauchen wir kein 4×4. Und so wählen wir einen knallblauen Rogue mit 3875 km auf dem Tacho.

Die beiden Reisetaschen haben im Kofferraum locker Platz, ich mache mich mit den wichtigsten Instrumenten vertraut und fahre los zur Ausfahrt. Let’s go!

Das dachten wir, aber die Dame an der Ausfahrt erklärt uns, wir müssten die Papiere erst im Büro fertig stellen lassen, sie sei noch von der Nachtschicht und Skip-the-counter geht erst ab 8 Uhr früh.

Also Kommando zurück und ins Alamo Büro. Die Tussi im Büro ist jedoch nun beschäftigt, da sie ein Polizist nach irgendeinem Typen befragt, mit dem sie wohl irgend ein Problem hatten. Der Alamo Kollege hilft ihr beim Zuhören. Großzügiger Weise hilft mir die Dame vom National Schalter weiter und erledigt meinen Papierkram. Jetzt aber los.

Wo soll es denn überhaupt hingehen? Na ja, von Dallas zuerst nach Süden, dann immer der blauen Linie nach.

Es ist 7:15 Uhr und wir sind trotz all dieser nicht geplanten Verzögerungen nur eine Viertelstunde hinter meinem akribisch getakteten Zeitplan. Und es geht mittlerweile auch die Sonne auf. Alles ist gut!



Wir fahren über die US 183-I20 zur I35E, etwas mit Umwegen, denn wir müssen dem Navi erklären, dass wir keine mautpflichtigen Straßen fahren wollen, worauf es uns umgehend wieder umleitet.

Bei Hillsboro finden wir endlich einen IHOP. IHOP ist wichtig, denn ich hatte geplant, das Amerikaurlaubs-Einleitungsfrühstück in einem IHOP zu zelebrieren.

Wir wählen ein Frühstücksspecial und zwei extra Pancakes dazu. Blueberry Pancakes, Eggs mit Bacon und Hashbrowns, lecker!

Falls die süsse Soße nicht reicht:

So kann ein Urlaub beginnen:

So muss (!) ein Urlaub beginnen:

Der lokale Walmart liegt nur wenige Blocks entfernt und wir machen unseren ersten Urlaubseinkauf.

Ach wie ich es liebe. Schade, dass wir nur für 2 Wochen einkaufen können. Eine relativ kleine Kühlbox kaufen wir es diesmal, wir haben nun schon ein richtiges Sortiment zuhause. Eine 28er Packung Wasser, 6pack Corona, etwas für zum Knabbern im Auto, etwas Süßes für zum Schlemmen im Auto und noch die eine oder andere Kleinigkeit.

Warum kaufe ich Corona ein? Später im Urlaub lerne ich, dass „Lone Star“ DAS in Texas gebraute Bier ist und ich finde es später nur sehr schwer. HIER hätte es „Lone Star“ in Mengen gegeben.

Die ersten Blumen sehen wir auch entlang der Autobahnen, Bluebonnets sprießen überall, gepunktet mit roten, orangen und gelben Wildflowers!

Das Urlaubsgefühl breitet sich ganz extrem bei uns aus, dabei ist noch nicht einmal der erste Vormittag vorbei!

Texas 1. Tag Donnerstag, 29.03.2018: Abflug aus São Paulo

Wie es bei uns schon Tradition ist fängt der Urlaub am letzten Arbeitstag an. Zweimal verschoben wegen wichtiger Termine im Büro konnte ich den Urlaub dann schließlich Anfang Februar für Ende März und die ersten beiden Aprilwochen festlegen und die Flüge am 9. Februar buchen.

Am Gründonnerstag (29.3.) ging es los, am Karfreitag ist auch hier Feiertag und so werden aus zwei Wochen Urlaub 16 Tag vor Ort, wenn man den Ankunfts- und den Abflugtag miteinrechnet.

Ich verbrachte also den Donnerstag noch bis Mittag im Büro, regelte noch die letzten kleinen Sachen und machte mich dann auf die Socken nach Hause. Dort noch einmal duschen, ein paar Bissen essen. Das Wetter sah nicht gut aus, sehr bewölkt. Langes Wochenende, Regen und dann nach São Paulo fahren, da droht Chaos, das ist klar.
Deshalb sahen wir zu, dass die beiden Taschen um 15 Uhr fertig im Auto lagen und wir uns vom Acker machen konnten.

Lieber noch am Flughafen etwas essen und Zeit vertrödeln. Und tatsächlich kurz vor São Paulo fängt der Platzregen an und wir stehen im Stau. Gut, dass wir ausreichend Zeit haben.

Nach gut zwei Stunden sind wir auf der Flughafenstrasse (normalerweise dauert das nur gut eine Stunde). Wie es ebenfalls schon Standard ist, stellen wir das Auto an einem der Flughafenhotels ab und lassen uns vom Shuttlebus zum Terminal 3 bringen.

Eingecheckt hatten wir bereits online am Tag vorher, so geben wir nur noch die Taschen auf. Sicherheits- und Passkontrolle sind ebenfalls schnell erledigt und gut zwei Stunden vor Abflug sitzen wir in einer American Bar, die ideale Einstimmung auf den Urlaub!

Pünktlich eine Stunde vor Abflug beginnt das Boarding. Der einzige negative Punkt, den wir an American Airlines auszusetzen hatten, war die Sitzplatzauswahl. Die Anzahl der Plätze, die wir belegen konnten ohne extra dafür zu bezahlen war extrem beschränkt. So konnten wir uns nur noch zwei Plätze in der mittleren Viererreihe aussuchen, zumindest hatten wir einen Gangplatz und einen Mittelplatz bekommen.

Die Filmauswahl war extrem gut und ich sah mir mehrere Filme an „The Shape of Water“ und danach noch irgendeinen Actionfilm. Auch das Essen war gut, wie immer Hähnchen oder Pasta.

Auch die Stewardessen waren sehr nett, Alkohol gab es gratis, nicht wie bei Continental in 2011 oder 2012, als wir für Bier extra zahlen sollten.

Pünktlich um 5:20 a.m. landeten wir in DFW (Dallas-Fort Worth), jetzt nur noch schnell die Passkontrolle hinter uns bringen und wir können loslegen!

Die Fotos vom Abfahrtstag und Flug sind alles noch Handyfotos, die Kamera lag im Kofferraum bzw im Handgepäck gut verstaut .

Moglu schon wieder unterwegs?! Diesmal in Texas

Zurück aus dem Land der Cowboys, der dicken Hüte und Stiefel.

Die Arbeit am Reisebericht kann beginnen und es wird viel Arbeit werden! Es sind keine 2.000 Fotos sondern 2.618, die ich mit der SONY RX III geschossen habe, viele jedoch aus dem Auto und verschwommen, die können gleich aussortiert werden. Viele aber auch mit dem Handy, die ich ja auch nicht einfach unberücksichtigt lassen will und einige wenige mit der DSLR.

Die Strecken waren lange, wir sassen viel im Auto und daher wird es auch viele Fotos aus dem Auto heraus geben, gähhn, ich hoffe, das wird nicht zu langweilig.

Nun geht es mit Hilfe der Excel Grobplanung, der handschriftlichen Aufzeichnungen, der Reiseführer und natürlich der Speicherzeiten der Fotos and die Rekonstruktion der Reise.

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 9: Playa del Carmen – Cancun – São Paulo

Der Wecker läutete um 6 Uhr, unser Flug ging um 11 Uhr los, dazu noch die Fahrt nach Cancun, Tanken, Auto abgeben und Transfer zum Flughafen. Wie immer hatte wir viel zu viel Puffer eingeplant, um halb sieben verließen wir das Hotel, die Straßen waren leer, die Autorückgabe war problemlos und um 8 Uhr standen wir schon am Schalter bei Copa Airlines.

Kaum Leute da, da geht die Gepäckabgabe schnell.

Schöne Plätze haben wir auch, nur der Pilot sitzt vor uns:

Nach Pass und Security kann man sich noch mit allen möglichen Andenken eindecken, die man zuvor vergessen hat zu kaufen.

Und das Restaurantangebot ist wieder sehr nordamerikanisch!

So los geht es, ein letzter Blick zurück auf Cancun:

Und Zwischenlandung bei schlechtem Wetter in Panama:

Das Neue Jahr feierten wir in 10.000 Metern Höhe zwischen Amazonas und Brasilia, das hatten wir so auch noch nicht gemacht. Um 1:30 am 1. Januar landeten wir problemlos in São Paulo, einige wenige Feuerwerke begleiteten noch unsere Landung. Nun noch eine Stunde im Auto und dann Feierabend – schön war’s, adios Mexiko!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 8: Playa del Carmen – die Quinta Avenida

Jetzt wird es Zeit, dass wir mit Mexiko fertig werden, Texas steht ja schon vor der Tür!

Heute steht uns der längste Fahrtag bevor, von Uxmal nach Playa del Carmen. Wir hatten ursprünglich überlegt eventuell Uxmal – Tulum – Playa del Carmen zu fahren, um uns die Ausgrabung von Tulum anzusehen, aber auch ohne diesen Umweg ist die Fahrt lange genug und wir haben ja in den letzten Tagen wahrlich genügend Ruinen angeschaut. Lieber an unserem letzten Tag etwas mehr Zeit am Strand in Playa del Carmen verbringen.

Kaffee gibt es wieder im Zimmer, für die ersten Stunden bis zum Frühstück gibt es noch Doritos und Kekse und so legen wir um 7:30 los.

Gute 365 km, 4:30 Stunden Fahrzeit und eine Stunde Zeitverschiebung später erreichen wir gegen 13 Uhr das Hotel 52 in Playa del Carmen. Das Zimmer ist noch nicht fertig aber das Hotel hat eine Dachterrasse mit Pool, Café und Wi-fi. Dort verbringen wir die nächste Stunde, surfen, emailen, facebooken, checken den Rückflug ein und klären die Rückgabe des Mietwagens am nächsten Morgen ab.

Als wir wieder nach unten fahren ist auch unser Zimmer fertig und wir checken ein.

Strandklamotten an, Fotoapparat, Sonnencreme eingepackt und los geht es. Das Hotel 52 hat eine Gemeinschaft mit dem Encanto Beach Club, einer Strandbar mit Liegestühlen und Service und dort machen wir unseren ersten Halt. Die Liegestühle sind alle belegt, aber wir finden ein paar bequeme Stühle im Schatten und bestellen erstmal zwei Bier. Gut, dass wir die Stühle im Beach Club haben, denn der Strand ist nur etwa 2 Meter breit und absolut voll! Naja klar, morgen ist Silvester, und wer kann ist am Strand.

 

 

Die beiden Biere später reicht es uns eigentlich auch erstmal von der Technomusik, die seit einer Stunde im Club dudelt und wir machen uns auf in die Quinta Avenida, da soll ja was los sein.

Wir kommen ja von recht weit nördlich in die Avenida und sind positiv überrascht, viele kleine Lädchen und nette Lokale und Kneipen. Wenige hundert Meter später hat sich diese „nette“ Avenida jedoch bereits in eine Touristenhölle verwandelt!

Wir fühlen uns wie in Las Vegas, die Straße ist voll mit Läden, die überwiegend Kitsch verkaufen, jeder einzelne Laden oder Bar/Restaurant für sich eigentlich ganz nett, aber die Masse wirkt total erdrückend auf uns. Wir erreichen das Restaurant „La casa del Agua“ über das meine Frau sehr gute Kommentare gelesen hat und so beschließen wir, obwohl es erst 17 Uhr ist, dort essen zu gehen. Wir hatten ja auch nur ein Sandwich an der Poolbar des Hotels bislang – und die Doritos im Auto. Das Restaurant ist nicht billig aber super lecker – dafür, was geboten wird ist es nicht zu teuer, und wir genehmigten uns ein richtig schönes Abschiedsessen für unsere tolle Mexikowoche!

 

Weiter ging es, unser Bummel durch die Quinta.

Zum Ende des Tages unser letzter Stopp: Walmart – Einkaufen! Ja, wir füllten noch unsere Einkaufstaschen mit Tequila, Tortillas und Frijoles refritos auf. Die nächste Mexikoparty ist gesichert! Nun aber mit dem Taxi zurück zum Hotel.

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 7: Uxmal

Der Kaffee gluckerte durch die Kaffeemaschine in unserem Zimmer. Wir nutzten die Zeit, die uns blieb, um noch etwas länger zu schlafen, bevor wir um 8 Uhr vor der Kasse in Uxmal standen. Frühstück wird sowieso überbewertet, war in unserer Übernachtung nicht enthalten und wir wollten uns dann lieber später irgendwo was zum Essen suchen. Also gab es nur einen Kaffee, dann zu Fuß vom Hotel Hacienda Uxmal über die Straße und keine 5 Minuten später standen wir an der Kasse für die Eintrittskarten.

Eintrittskarten für archäologische Sites sind in Mexiko etwas kompliziert. Man braucht immer zwei Tickets, eine für INAH – für die Erhaltung der Stätten (70 Pesos), das zweite als Gebühr für Yucatan (so um die 160 Pesos für Ausländer). Außerdem zahlen Ausländer immer mehr als Mexikaner. Ist aber schon ok so, etwas mehr als 10 Euro pro Person sind auf alle Fälle gerechtfertigt, denke ich.

Betritt man vom Eingangsbereich die Ausgrabungsstätte so steht man als erstes direkt vor der imposanten Pyramide des Magiers.

Für mich die schönste Pyramide von Yucatan, ja die schönste Pyramide der Welt (Cheops sehe es mir nach). Die Kombination der gerade ausgerichteten Treppenstufen mit den abgerundeten Ecken (gibt es runde Ecken?) der Pyramide bilden eine quasi perfekte Harmonie. Leider kann man auch diese Pyramide nicht mehr hochklettern, ich erinnere mich noch schwach wie das war, vor 27 Jahren, vor allem das wieder runter klettern auf allen Vieren.

Wir lassen nach einigen schnellen Fotos die Pyramide des Magiers rechts liegen und gehen nach links in die am weitesten entfernten Bauten.

Dort sind wir zunächst fast alleine, dort kann man überall hinaufsteigen und tolle Fotos schießen. Und von dort erkunden wir Bauwerk nach Bauwerk auf dem Weg zurück zur Pyramide, kreuzen in der Mitte die Touristen die „vorne“ angefangen haben und haben den größten Teil der Zeit Uxmal fast für uns alleine. Auch hier sind wir nach 2-3 Stunden „durch“.

Da wir noch eine zweite Übernachtung im Hotel Hacienda gebucht haben, holen wir nur das Auto und machen uns auf den Weg zur Ruta PUUC.

Die Ruta PUUC ist eine Tour entlang mehrerer archäologischer Ausgrabungsplätze, die alle in der einzigen hügeligen Region in Yucatan erbaut wurden. PUUC heißt in der Mayasprache Hügel. Uxmal ist die größte von allen, aber auch die kleineren sind hoch interessant.  Unser erster Stopp ist in Kabah. Obwohl deutlich weniger besucht und weniger gut erhalten als Uxmal gefällt uns Kabah hervorragend.

Weiter geht es:

… von Kabah in Richtung Sayil. Als wir von der 261 abbiegen landen wir in einer Baustelle, die komplette Straße wird neu geteert und wir fahren gute 3 km über frisch gepresste aber staubige Sandstraße.

Aber schließlich kommen wir an.

Sayil ist halb im Dschungel verborgen, am besten restauriert ist der leider nicht begehbare „Große Palast“ relativ nahe beim Eingang. Es folgen weitere kleinere Gebäude (El Mirador) und dann ein 700 Meter weiter Weg zum Südpalast – den darf ich dann alleine gehen, meine Frau hat genug Ruinen gesehen. Der Südpalast ist nun wirklich sehr abenteuerlich und fast völlig vom Dschungel überwuchert.

Nun, nach der Besichtigung von Sayil, macht sich der Hunger doch verstärkt bemerkbar. Es ist nach 14 Uhr und außer einem Müsliriegel hatten wir noch nichts gegessen. In den nächsten Ruinen wird es wohl nichts zu essen geben, aber der Mitarbeiter im Kassenhäuschen erklärt uns, dass es bei den Loltun Grotten ein Restaurant gibt.

Wir entscheiden, die beiden verbleibenden Ruinen auf dem Rückweg zu machen, den nächsten Stopp beim Restaurant einzulegen und dann die Höhlen zu besichtigen. So fahren wir also an Labna und Xlapak vorbei und stoppen erst an einer weiteren Nebenstraße, um in einem Kiosk Chips, Doritos und Cola zu kaufen und kurz darauf als wir ein Restaurant finden. Wir sind die einzigen Nichtmexikaner dort, der Wirt will uns gleich mit Englisch weiterhelfen aber wir kämpfen uns ganz gut mit unserem Portugiesisch-Spanisch Kauderwelsch durch. Und das Essen ist superlecker, Nachos und Quesadillos, dazu leider nur Cola, ich würde es zu gerne den Mexikanern gleichtun und mich über eine 1,2 Liter Flasche Dos Equis hermachen. Aber ich muss ja noch fahren.

Wir erreichen die Höhlen von Loltun um 14:45, die nächste Führung ist um 15 Uhr. Die Höhlen sind sehenswert, Tropfsteinhöhlen halt. Wunderschön ist der Höhlenausgang, der im Prinzip entlang eines kreisrunden Lochs, vom Sonnenschein erhellt nach oben führt.

So, nun ist es 16:30, Labna und Xlapak schließen um 17:00 Uhr, um 18 Uhr ist es dunkel und wir haben noch eine gute Stunde Fahrzeit vor uns. Also heben wir uns Labna und Xlapak für einen nächsten Besuch irgendwann in Mexiko auf.

Als Abendessen gibt es im Hotel nur noch eine Guacamole, eine Margarita und ein Dos Equis.

Buenas noches!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 6: Ruta de los conventos – Die Klostertour

Für heute stand die Fahrt nach Uxmal auf dem Programm. Von Merida direkt nach Uxmal dauert es ja gerade mal etwas mehr als eine Stunde, also können wir ruhig auch mal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Und was kann man sich rund um Merida ansehen, wenn man nicht immer alte Pyramiden sehen will? Klar, alte Klöster. So machen wir uns auf den Weg, auf die Ruta de los Conventos. Der erste Halt ist bereits nach einer halben Stunde über die hervorragend ausgebaute und scheinbar eben erst neu geteerte Autobahn 184 in Acanceh.

Acanceh besitzt neben der alten Kirche „Nuestra Senora de Natividad“ – wer hätte es gedacht – eine alte Pyramide direkt neben der Kirche. Und neben Pyramide und Kirche gibt es noch einen umtriebigen Wochenmarkt in einer Markthalle. Wir schlendern durch den Markt, begutachten die Essens- und sonstigen Verkaufsstände und machen unsere Erinnerungsfotos.

Weiter geht es nach Tecoh. In unserem Navi scheint die ausgebaute 184 noch nicht so ganz bekannt zu sein, aber der Weg ist trotzdem nicht zu verfehlen.

In Tecoh halten wir direkt auf dem Marktplatz und der erste Weg führt uns wieder in die Markthalle. Ähnliche Halle, ähnliches Angebot. Viel Fleisch ohne irgendeine Kühlung und viel Obst und Gemüse.

Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert steht auf einem kleinen Hügel gleich neben dem Marktplatz und dem danebenliegenden Fußballplatz. Alle diese alten Kirchen gefallen mir sehr aufgrund ihrer Schlichtheit, kein Pomp, wie wir es aus unseren barocken Kirchen kennen sondern viel Holz, das hier verarbeitet wurde. Diese hier wurde wieder AUF einer ehemaligen Pyramide errichtet, nicht daneben, wie zum Beispiel in Acanceh. Was mit besonders gefällt ist der Glockenturm, bei dem an langen Seilen, die seitlich entlang des Turmes nach unten hängen, die Glocken geläutet werden können. Ausprobiert habe ich es nicht, gereizt hätte es mich schon.

Der im Internet besonders herausgehobene Höhepunkt dieser Kirche ist das restaurierte Barock Retablo, also der Altar mit Malereien des Zapoteken Miguel Cabrera, dem damals wohl besten Malers Mexikos. Ja, stimmt, schön war der schon irgendwie. Das hätte ich mir dann wohl mal vorher genauer durchlesen sollen, um es richtig Wert schätzen zu können.

Nun gut, für uns ging es weiter nach Mayapan, endlich wieder so richtige Pyramiden – und was für Pyramiden. In hervorragendem Zustand, quasi ohne Touristen und ohne Einschränkungen besteigbar! Die Anlage in Mayapan war ein ähnliches Highlight wie Ek Balam, meine absolute Empfehlung! Von der oberen Plattform der Pyramiden hat man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Anlage Mayapan sowie über den endlos scheinenden Urwald von Yucatan.

Moglu erwischt!

Der nächste Halt unserer Kirchen und Pyramidentour war Tekit. Es war mittlerweile nach Mittag und es scheint, dass die Kirchen in Yucatan mittags schließen, denn sowohl in Tekit (San Antonio de Padua) als auch danach in Mama blieb uns der Zugang zu den Kirchen verwehrt.

Wir beschlossen also die noch auf der Route liegenden Kirchen zu ignorieren und stattdessen eine kleine Tortillabude zu suchen, denn der Magen knurrte allmählich gewaltig. Somit kürzten wir den Weg ab und fanden durch Zufall die herrliche (zumindest von außen) Kirche in Chapab.

Tikul:

Leider gab es jedoch weder in Chapab noch in der etwas größeren Stadt Ticul ein Angebot das uns zusagte, eigentlich gab es gar kein Angebot, so fuhren wir weiter bis nach Uxmal, wo wir uns im Hotel Hacienda Uxmal einquartierten.

Ab in die Badeklamotten und an der Poolbar ein kühles Dos Equis sowie leckere Quesadillos und Guacamole. Herrlich.

Um morgen Uxmal zu besichtigen,müssen wir nur einmal über die Strasse marschieren!

Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 5: Spaziergang durch Merida

Nach dem kleinen und etwas spartanischen Frühstück im Restaurant des Hotel Merida machten wir uns los auf unsere Tour. Wir wollen Merida zu Fuß kennenlernen, üblicherweise die beste Möglichkeit eine Stadt zu erobern. Und wo fangen wir an? Bei den Markthallen.

Die Markhallen des „Mercado Lucas de Galvez“ befinden sich nur wenige Minuten Fußmarsch vom Hauptplatz entfernt.

Die Orientierung in Merida ist relativ einfach. Die Stadt wird von einem Gitternetz an Straßen durchzogen, wobei die geraden Straßennummern von Norden nach Süden (bzw. umgekehrt) verlaufen und die ungeraden von Ost nach West (bzw. umgekehrt). Bei Nord-Süd Straße bzw. Ost-West Straße ist immer eine Straße eine Einbahnstraße in eine Richtung, die nächste ist eine Einbahnstraße in die andere Richtung. Hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach und schnell zu verstehen.

Die Plaza Grande (Zocalo) liegt an der Calle 63 mit Calle 60 und der Mercado liegt an der Ecke Calle 67 mit Calle 56, also vom Zocalo aus 2 Straßen nach Osten und 2 Straßen nach Süden. Wahrscheinlich gibt es in diesem Markt alles, was man irgendwann in seinem Leben brauchen könnte und uns haben vor allem Fisch, Fleisch, das Gemüse und die Gewürze und Chilis fasziniert. Und die Tortillamaschinendisco. Ja, an einem Eck im Mercado fanden wir die vollautomatisierte Tortillaproduktion! Vollautomatisiert, bei der oben der frisch angefertigte Teig eingefüllt wurde und die Maschine nach rühren kneten, formen und walzen unten die fertigen Tortillas ausgespuckt hat. Das ganze bei ohrenbetäubenden Diskolärm inklusive bunten Lichteffekten! Ich war begeistert, durfte aber trotzdem keine derartige Maschine erwerben. Was soll man sonst noch zum Markt sagen, nach diesem Highlight wirkt alles andere banal, wir haben uns aber noch durch fast alle Hallen gearbeitet.

In den Markthallen

Es gibt Schuhe:

Gewürze

Und die Tortillamaschine

Auch frische Chilies gibt es jede Menge

Vom Markt aus spazierten wir weiter zu Wayan’e. Wayan’e liegt etwas abseits des Zentrums, ist aber DER Tacoladen Meridas. Im Internet gehypt und offensichtlich Anlaufplatz vieler ausländischer Besucher (aber auch Mexikaner) gibt es bei Wayan’e eine Vielzahl von Tacos und Tortillas. Der Laden ist soweit abgelegen und wäre sicher ohne die Propaganda in vielen Online Seiten nur halb so voll. Aber sehr lecker war es, zugegebenermaßen.

Das wayan’e von aussen

Der gemütliche Innenhof:

Und die Tortillas:

Nach diesem zweiten Frühstück durchquerten wir das Zentrum ein weiteres Mal, zum „Casa de las Artesanias“, um dort Andenken einzukaufen – am besten sollte es künstlerisch wertvoll sein und authentischer als in den tausenden Läden, in denen Touristenramsch verkauft wird. Wir fanden ein Tortilleiro, ein Tortillakörchen, ein sehr schönes Tortillakörbchen, das muss ich zugeben (ich hätte doch die Tortillamaschine kaufen sollen).

Beim Überqueren des Hauptplatzes war der Merida Schild natürlich wieder belegt. Also ein digitaler Trick: Wir fotografieren das Schild einfach von hinten und spiegeln es am Computer 😉

Passt doch:

Die Nähe zum Hotel nutzten wir zu einer gepflegten Siesta, bevor es am frühen Nachmittag wieder losging, nun ein Spaziergang entlang des Passeo de Montejo. Irgendwo wurde der Passeo de Montejo mit den Champs Elysees verglichen. Ja, er ist ganz nett, der Passeo, aber sorry, falls es sich um DIE Champs Elysees in Paris handeln sollte bei dem Vergleich, dann ist bei diesem Vergleich schon ein klein wenig Grössenwahn im Spiel. Aber egal, es war ein netter Spaziergang und wir bekamen sogar in einem französischen Café einen Frappucchino! Also doch ein klein wenig Champs …

Den Rückweg traten wir dann mit dem Bus an. Wieder ein Punkt abgehakt – Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss man im Ausland gemacht haben, kostete 8 Pesos pro Person und es war alleine schon unseren Füssen zuliebe das Geld wert.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir entspannt mit Corona im Café Peon Contreras beim Passanten beobachten. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub.

Am Abend war La Chaya Maya angesagt, DAS bekannteste und traditionellste Lokal in Merida für Mayaküche. Das Lokal fiel uns bereits am Vortag durch die enorme Schlange am Eingang auf, natürlich habe ich sofort gegoogelt und herausgefunden, dass ich dorthin muss, sonst hätte ich Merida nicht erlebt.

Fazit: Mayaessen wird es nicht in meine Top 10 der Lieblingsessen schaffen. Wir bestellten – natürlich nach gut einer halben Stunde anstellen + 10 Extraminuten, weil ich mich anfangs nicht in die Liste am Eingang eingetragen hatte – ein „Best 4 of Mayaküche“, oder sowas, also ein Potpourri aus 4 Gerichten, deren Namen ich beim besten Willen nicht mehr weiß. Ein Gericht war das bekannte Schweinefleisch „Pibil“, gekochtes und zerrupftes Schweinefleisch mit viel Soße – das mit Abstand beste Gericht der 4 Speisen. Das zweite Gericht war Truthahn, ebenfalls gekocht und zerrupft mit einer anderen Soße, das Gericht war schon bedeutend langweiliger. Das dritte Gericht war wieder Truthahn in einer Soße mit Bohnen und Eiern. Ich liebe ja die mexikanischen Bohnen, aber in diesem Gericht waren diese nicht so vorteilhaft zubereitet. Und schließlich das vierte Gericht, irgendwas mit „Queso rallado“, ein Gericht mit Fleisch und Goudakäse in einer glibberigen Soße. Sehr bedenklich, vor allem frage ich mich, woher die alten Mayas den Goudakäse kannten. Aber wahrscheinlich ist das ein klassisches Gericht der modernen Mayas. Hatte ich schon erwähnt, dass Mayaküche nicht in meine Favoritenliste eintreten wird?