Moglu in den USA – Oregon: Columbia River Gorge

So, Weihnachten ist vorbei, den Rutsch nach 2017 haben wir auch geschafft und nun wird es Zeit, wieder etwas von den USA zu posten.

Von den Stränden Oregons geht es nun ins Landesinnere, entlang des Columbia Rivers:

Heute haben wir eine lange Fahrt vor uns, also stehen wir zeitig auf, holen uns einen Kaffee in der Lobby und checken um 8 Uhr aus dem Motel 6 aus. Kalt ist es am (relativ) frühen Morgen, nur 13 Grad!

Schön war hier und gut geschlafen haben wir auch.

Wir waren ja bisher noch nicht wirklich gut zum Shoppen gekommen und man hört ja immer, dass Oregon ein Shopping Paradies sei, so entschließen wir uns als erstes in ein Outlet bei Portland zu fahren. Nach dem Abchecken aller Geschäfte in den verschiedenen Outlets entscheiden wir uns für das größte, die Woodburn Premium Outlets im Süden von Portland. Das bedeutet zwar ein paar Meilen Umweg für uns, aber egal! Wir umfahren Portland, biegen auf die I5 ein und sind um 5 vor 10 auf dem Parkplatz in Woodburn. Gut getimed, um 10 Uhr machen die Läden auf!

Wir finden einiges, ein Paar Shirts, Trolleira ein paar Hosen und die Kreditkarte wird leichter!

Gut zwei Stunden später werde ich ungeduldig, ich weiß, man könnte Stunden dort verbringen, aber wir wollen noch zur Columbia River Gorge heute. Und mittlerweile ist die Temperatur von den 13 Grad heute Morgen auf gut über 30 Grad gestiegen und es ist extrem heiß, wenn man nicht gerade in einem der Geschäfte ist …

Zurück auf der I5 in Richtung Portland und auf der I205 umfahren wir die Stadt großräumig!
In der Ferne sehen wir bereits Mount Hood (der kleine helle Fleck im Foto rechts vom Highway …)!

In Troutdale verlassen wir die Interstate und biegen ab in die Columbia River Gorge.

Erster Halt, das Portland Women’s Forum mit einem herrlichen Ausblick auf die Columbia River Gorge. Irgendwie erinnert mich die Landschaft ja schon an Deutschland, an das Donau oder Rheintal.

Kurz danach gabelt sich der Weg und wir biegen wir ab in Richtung Larch Mountain.

Eine kurvige Serpentinenstraße schlängelt sich den Berg nach oben und wir brauchen 25 Minuten, bis wir den Parkplatz von Larch Mountain erreichen!

Dort ist ja auch der Sherrard Point, der mich in Rosis’s Bericht so begeistert hat.
Der Wanderweg ist kurz und die Aussicht ist phänomenal!

Man hat einen Ausblick auf 5 Vulkane von hier, Mount Rainier, Mount Adams, Mount St Helens, Mount Hood und Mount Jefferson!

Am besten sticht Mount Hood hervor, der auch am nächsten ist.

Wir unterhalten uns kurz mit einem älteren Paar, die Frau quält sich den Weg nach oben zum Aussichtspunkt, und dann kann sie die letzten Meter nicht mehr nach oben gehen wegen ihrer Höhenangst. Mit gemeinsamen Zureden schafft sie es dann doch und ist begeistert – (aber noch immer ängstlich).

Wir fahren wieder nach unten in Richtung Gorge und ein rasender Sportwagen überholt uns auf der mit Rollsplit übersäten Straße. Trolleira meint noch „wenn wir den nicht bald am nächsten Baum wiedersehen“ und es dauert genau 2 Minuten, und in einer scharfen Kurve ist er geradeaus ins Gebüsch gerast. Ein junger Kerl, vielleicht 20. Gott sei Dank ist ihm nichts passiert, das Auto sieht nach Schrott aus.
Wir bleiben noch ein paar Minuten dort, um zu sehen ob er auch wirklich ok ist. Er ruft jemanden an, der ihn dort abholt und ihm hilft. Schließlich fahren wir weiter zum Vista House und der Unfall ist natürlich unser Gesprächsstoff im Auto für die nächsten Minuten.

Auch das Vista House erinnert irgendwie ans Rheintal:

Wir lassen unser Auto an der Parkplätzen oberhalb des Vista House stehen und gehen die wenigen Schritte den Berg nach unten.

Das achteckige Gebäude steht auf dem sogenannten „Crown Point“ und gibt einem Museum sowie einem Souvenirshop Platz, aber wir gehen nur einmal quer durch und erfreuen uns an der Aussicht auf die Schlucht des Columbia River.

Nach dem Vista Haus reihen sich mehrere Wasserfälle entlang der Panorama Strecke aneinander. Alle Parkplätze sind heute extrem voll und wir haben eigentlich keine Lust, irgendwo verbotenerweise am Straßenrand zu parken.

Je näher wir zu den bekanntesten Fällen, den Multnomah Falls kommen, desto voller wird es, bis wir schließlich total im Stau stehen.

Aber wie es der Zufall will, sehe ich, dass jemand vor uns versucht aus der Parklücke auszuparken. Gentleman like lasse ich natürlich die Lücke, um mir darauf diesen Parkplatz zu schnappen! Glück gehabt!

Es ist unglaublich voll, so dass wir nur ein paar Fotos schießen.

Ich laufe hoch zur Brücke, Trolleira schont ihre Hüfte und dreht eine Runde im Souvenirshop. Ja, die Fälle sind schön und die Brücke auch, aber es ist einfach viel zu voll hier.

Man könnte übrigens auch von hier zum Sherrard Point wandern, aber der Vorschlag würde sicherlich nicht auf viel Begeisterung treffen, und so machen wir uns eine halbe Stunde nachdem wir hier ankamen schon wieder auf den Weg.

Die Horsetail Falls, wenige Meilen später, sind ebenfalls völlig überlaufen. Keine Chance hier einen Parkplatzzu ergattern.

Die I84 folgt dem Verlauf der Columbia Rivers flussaufwärts und zum ersten Mal liegen die Temperaturen auf unserer Reise jenseits der 100 Grad.

Bei Hood River führt die US35 weg von der Columbia River Gorge und in Richtung Mount Hood. In Odell fahren wir ab vom Highway, um vor dem Mount Hood Loop noch zu tanken und im Supermarkt nebenan füllen wir auch noch unsere Wasservorräte neu auf!

Nun sind wir bereit für den Mount Hood Loop. Es ist mittlerweile fast 17 Uhr, aber es bleibt mindestens noch drei Stunden hell, also kein Problem.

Die prägnante Form des Mount Hood sehen wir nun kilometerlang vor uns.

Wir fahren am White River Campground vorbei und ich bremse! Hier waren doch Rosis rollende Steine!

Wir drehen um und steigen vom Parkplatz zum Flussbett hinunter und es ist wirklich beindruckend. Man kann sich gar nicht vorstellen, was dieser kleine Fluss bei Schneeschmelze für eine Kraft entwickelt. Die Brücke des Highways muss scheinbar alle paar Jahre neu errichtet werden, weil sie bei Schneeschmelze vom Fluss zerstört wird.

So beeindruckend es hier auch ist, wir müssen weiter!

Government Camp ist ein kleines Skidorf und wir machen halt für ein frühes Abendessen im dortigen Huckleberry Inn!

Wir nehmen beide den Burger und Ice-Tea, beides war hervorragend!

Nun müssen wir noch die 50 Meilen zurück bis Portland fahren, wo wir die Übernachtung im Ramada Inn reserviert hatten.

Kurz vor Erreichen des Hotels haben wir noch einen Sonnenuntergang on the Road

Das Ramada Inn war die günstigste Übernachtung auf unserer Reise. Der Hauptgrund warum wir das Ramada Inn gewählt hatten war jedoch die strategisch gute Lage direkt an der I205, so dass wir am nächsten Morgen schnell unterwegs sind.

Da unsere Getränkevorräte (außer Wasser) zur Neige gingen, fahre ich noch einmal los und besorge Hopfengetränke und Knabbereien. Den Abend nutzen wir, um die Koffer wieder einmal für die nächsten Tage einzuräumen und zu testen, ob wir tatsächlich alles in den ursprünglichen zwei Taschen unterbringen.

Moglu auf Weihnachtsexpedition!

Der USA Urlaub ist noch nicht zu Ende erzählt, aber die Planung für die Weihnachtsexpedition laufen auf Höchsttouren? So ist es richtig!

Und wohin geht es zum Jahresende 2016?

Nun, zunächst nach Airuoca, in die Berge von Minas Gerais. Die Pousada (Gasthaus) wo wir bislang immer oben auf dem Berg waren gibt es leider nicht mehr. Ich hoffe aber, guten Ersatz gefunden zu haben.

Die zweite Station ist der Nationalpark Caparaó mit dem dritthöchsten Berg Brasiliens Pico da Bandeira. Mal sehen, ob wir trotz anhaltendem Regen in den letzten Tagen auch etwas zum Wandern kommen. Eigenlich ist dafür ja der Winter (Dezember ist in Brasilien Sommer) besser geeignet.

Weiter geht es in die Nähe von Belo Horizonte zum Instituto Inhotim, einem gross angelegten Freiluftkunstprojekt. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet!

Nun steht uns eine lange Strecke in Richtung Norden bevor bis nach Itacarambi, wo wir auf Höhlentour gehen werden. Der Nationalpark der „Cavernas do Peruaçu“ ist erst seit 2015 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Etwas westlich der Höhlen geht es in das Sertão, in die Steppe. Ebenfalls in einen Nationalpark, den man nur mit Führer besuchen und mit einem 4×4 Fahrzeug bereisen kann. Ich bin sehr neugierig, was wir alles im Nationalpark „Grande Sertao Veredas“ entdecken werden.

Das ist die bislang letzte geplante Station. Von dort im Norden von Minas Gerais geht es zurück nach Campinas. Ob, wie oft und wo wir auf dem Rückweg halten, steht noch in den Sternen.

Und wenn wir bis dahin tatsächlich unser Auto zugelassen und die Nummernschilder montiert bekommen, geht es auch wirklich am nächsten Dienstag los!

 

Moglu in den USA – Sunset in Oregon

Gegen 19:00 fahren wir ins nur 8 Meilen entfernte Cannon Beach wegen Tidepools und Sonnenuntergang. Hier sind viel mehr Leute unterwegs als in Kalaloch, gut, der Haystack Rock liegt ja auch gut zugänging direkt am Beach von Cannon Beach!

Haystack Rock:

Allerlei Getier ist in den Pools, auch Schnecken – sehr schöne Schnecken!

Anemonen, heute in Pink!

Und natürlich wieder Seesterne:

Muschen gibt es auch ohne Ende hier!

Langsam geht die Sonne unter

Zeit für die kleine Möve zu baden …

und ins Bett zu gehen …

Auch die Schneckenfamilie hat nun den Nachwuchs dabei

Und jetzt einfach den Sonnenuntergang geniessen:

So schön ist es hier im Urlaub!

Noch mehr Sonnenuntergang am Haystack Rock

Nach dieser faszinierenden Show fahren wir zurück nach Seaside, aber um 20:45 ist die Shopping Mall bereits zu. Einsam leuchtet diese Tesla Tankstelle.

Im vielleicht schlechtesten Taco Bells – KFC unserer USA Geschichte essen wir Burrito und Chicken, kein Foto wert ..

Trotz des mittelmäßigen Abendessens war das heute wieder ein sehr super Tag!

Moglu in den USA – Ab nach Oregon: Beachlife!

Ich muss mich allmählich etwas beeilen, um vor dem nächsten Roadtrip hier fertig zu werden …


Vor unserem Zimmer im Quinault River Inn ist eine schöne Terrasse mit Tischen und Stühlen mit Blick auf den Garten und den Fluss.

Einen schöneren Platz für’s Frühstück gibt es gar nicht und auch der eine oder andere Nachbar genießt schon seinen Kaffee draußen.

Also brühen wir auch und ich fahre noch schnell in den kleinen Store, da unsere Brotreste nicht mehr so frisch aussehen. Leider gibt es in dem Store ums Eck nur labberiges Toastbrot, die Verbreitung von genießbarem Brot in den USA ist an diesem Laden spurlos vorbeigegangen. Nun gut, Toast mit Creamcheese und Kaffee, passt schon!

Nach dem Frühstück räumen wir den Ford wieder voll, werfen den Schlüssel in den Briefkasten, da im Büro noch niemand ist und machen uns auf den Weg, den Lake Quinault zu umrunden.

Es begegnet uns fast niemand auf unserer Fahrt, die erst an der Südseite den See entlang führt, dann dem Fluss noch ein Stück folgt und unser erster Halt ist an den Merriman Falls, direkt am Strassenrand.

Die breitere Asphaltstrasse wir zur schmalen, für Camper nicht zugelassenen Sandstrasse.

Dei Strasse überquert die Upper Quinault River Bridge und verläuft auf der anderen Seite durch dichten Wald zurück in Richtung US 101.

Wir halten an der Quinault Rain Forest Ranger Station, wo wir das einzige Auto auf dem Parkplatz sind.

Es gibt dort zwei Hikes, den kurzen, 0,5 Meilen langen Maple Glade Loop Trail und den 1,3 Meilen langen Kestner Homestead Trail, der zu einem verlassenen Wohnhaus von Pionieren, der Kestner Familie, führt. Wir gehen den kürzeren Wanderweg und wieder staunen wir über die bemoosten Regenwaldriesen.

Nun wird es Zeit, weiter in Richtung Astoria zu fahren, es ist bereits 10:40 und wir haben heute noch eine lange Strecke vor uns.

Während das Auto gemütlich Kilometer frisst stöbert Trolleira im Reiseführer und Landkarte.

Die Temperaturen steigen auf 99 Grad und hätten eigentlich Lust auf Beach und nicht wirklich auf einen Stadtrundgang. (wir hatten uns nicht die Mühe gemacht, das Datum im Escape auf das richtige Datum umzustellen, es war der 19. August)

Als wir im Reiseführer finden, dass man in Long Beach mit dem Auto am Strand fahren darf, steht die Entscheidung fest: Wir wollen Strandfahren! Das haben wir schon in Australien und natürlich in Brasilien getan, nun also auch in den USA!

Also auf nach Long Beach:

Wir halten in Long Beach im Visitor Center und erfahren, dass wir an diesem Wochenende nur ein Stück weiter nördlich an den Strand können, weil am Stadtstrand von Long Beach das „Washington State International Kite Festival“ stattfindet. Auch super, dann haben wir heute Kite Festival und Strandfahrt!

Zunächst müssen wir mit dem Auto bis Klipsan Beach, wo die 225th Street dann bis zum Strand führt. Der Sand ist ziemlich weich und es ist Flut, so dass es keinen gut befahrbaren Strandstreifen gibt.

Mit unserem 4×4 ist es fest genug um ein paar Runden zu drehen, aber allzu weit wollen wir in dem tiefen Sand nicht fahren und anhalten wollen wir eigentlich auch nicht.

Und so machen wir uns wieder auf den Weg zurück nach Long Beach ins Zentrum. Erst kommen wir vorbei an diesem Laden mit der Ehegatten Warnung!

Der beste Ort, um das Kite Festival zu sehen, sei das Adrift Hotel. Wir finden das Hotel und auch das [Pickled Fish] Restaurant im Top Floor, von dem man eine super Aussicht auf Strand, Dünen und – das Kite Festival hat!

Wir studieren den Übersichtsplan des Kite Festivals und mampfen nebenbei unseren Wrap, Crab Cakes und als Nachtisch Waffles mit Blaubeeren und Erdbeeren.

Nach dem Imbiss laufen wir in Richtung Strand zum Kitefestival, hier nochmal der Blick zurück zum [Pickled Fish].

Ein Steg verbindet im Prinzip die Straße an deren Ende das Adrift Hotel steht mit dem Zentrum des Kite Festivals. Wir sind begeistert von der Vielseitigkeit der Kites und bestaunen auch einige Kunstflug Wettbewerbe!

Auch ein deutsches Kitezelt gibt es, der Vater der Familie war vor Jahren in Deutschland und hatte die Idee mit den schwarz-rot-goldenen Kites.

Auch die restlichen Kites und Teilnehmer sind total lustig, es gefällt uns hier:

Ein paar Drachen haben wir noch, bevor es weiter geht!

Rio: Die Papageien sind los!

Und die Krebse spielen auch verrückt!

Hier könnten wir easy noch einen Tag bleiben, aber wir müssen weiter nach Astoria und Seaside. Wir fahren zurück zur US 101 und erreichen 15 Meilen später die Astoria-Megler Bridge, die mit einer Länge von über 4,1 Meilen den Columbia River überspannt.

Da ich schon einiges über Astoria gelesen hatte, wollen wir hier mal kurz in die Innenstadt. Wir halten an der Western Union Bank, um die Bargeldbestände aufzustocken. Oh Mann ist das heiß! Zu heiß, um in der Stadt spazieren zu gehen.

Wir drehen eine kleine Runde mit dem Auto, tanken noch einmal voll und ich bemerke wie ich missgünstig vom Tankwart beäugt werde. Aha, In Oregon darf man nicht selber tanken, das wusste ich nicht. Trolleira wusste es, die hat im Reiseführer aufmerksamer gelesen.

Mit 95 Grad immer noch gut warm und der Tank ist wieder voll. 760 Meilen sind wir schon gefahren, seit wir am Dienstag, also vor 3 Tagen in Seattle losgefahren sind.

Gut, mein Benzin habe ich trotz des Selbst-Tank-Versuchs bekommen und wir machen uns auf nach Seaside, beziehungsweise wir stauen uns nach Seaside, keine Ahnung warum.

In Seaside hatte ich aus Sentimentalitätsgründen das Motel 6 reserviert.
Früher waren wir oft in Motel 6 über Nacht und es war eigentlich immer gut, also wollte ich das mal wieder testen.

An der Rezeption werde ich von der sehr netten Dame gefragt, ob wir in Brasilien im AAA wären.
Ich: „Nö, gibt’s dort nicht.“
Aber es gäbe doch sicher etwas Vergleichbares.
Ich: „Nö, gibt es dort nicht.“
Sie schaut mich etwas genervt an.
Sie: „Ich bin mir sicher sowas gibt es dort, sonst kann ich euch die 10% Rabatt nicht geben!“
Ich: „Ah, brasilianischer AAA, logisch, da sind wir dabei!“
Sie: „Wie schön, dann kann ich euch ja das Zimmer günstiger geben“

Und das Zimmer ist … wow, das hätte ich nicht erwartet, ein klasse Zimmer! Ok, nicht extrem günstig, aber mit 111 Dollar inklusive Taxes eines der Günstigeren in der Gegend.

100% ohne Fußspuren auf der Klobrille:

So, und jetzt erst einmal für 10 Minuten die Beine hochlegen!

Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 4

Kurz nach Mittag erreichen wir Ruby Beach. Der Parkplatz zu Ruby Beach ist relativ weit oberhalb des eigentlichen Strandes und ein kleiner Weg führt in Serpentinen nach unten.

Die Menge an Treibholz, die sich dort gesammelt hat ist unglaublich. Es ist auch gar nicht so einfach zum Strand zu kommen, man muss über einige der angeschwemmten Riesen klettern. Da habe ich mit meinen Badelatschen natürlich das am besten geeignete Schuhwerk aber nochmal nach oben zum Auto laufen, will ich auch nicht.

Eine Zeit lang sitzen wir einfach zwischen den Steinen und Bäumen und genießen die Stimmung und die Sonne.

Dann nach einigen Fotos geht es wieder hoch zum Auto und ein letzter Blick hinunter auf Ruby Beach:

Wir müssen uns allmählich einen Picknick Platz suchen, es ist schon fast 13 Uhr und damit an der Zeit für eine kleine Stärkung. Am Kalaloch Beach 4 fahren wir auf den Parkplatz und breiten uns auf einem der Picknick Tische aus. Auch hier geht es ziemlich weit runter bis an den Strand.

Wir beschliessen, nicht nach unten zu laufen, sondern dies erst heute Abend zu tun, wenn wir die Tide Pools sehen können. Damit wir nicht wieder in der Zeit irren halten wir an der Kalaloch Ranger Station und holen uns eine Tide Tabelle. Ok, um 7:20 pm ist low tide.

Noch ein Tankstop im Queets Trading Post und dann fahren wir zu unserer heutigen Unterkunft, dem Quinault River Inn, welches ca 35 Meilen vom Beach 4 entfernt ist. Auch diese 35 Meilen werden wir heute Abend ein zweites Mal zurück fahren.

Die Zimmer im Quinault River Inn sind sauber, nett und deutlich billiger als in der Lake Quinault Lodge.

 

Wir haben noch Zeit, nach dem wir im Quinault River Inn eingecheckt haben.
Die Besitzerin des Inns gibt uns ein paar Tipps für Wanderungen und wir entscheiden uns für den kurzen Gatton Creek Trail.

Der Weg ist kurz aber am Anfang steil, trotzdem macht er Spass, wir müssen halt langsam gehen.

Nach dem Wanderweg führt uns eine Forststrasse zurück zum Parkplatz. An beiden Seiten wachsen Brombeeren dick am Strauch.

Die Forststrasse führt uns zurück zum Parkplatz.

Und wir fahren wieder in unser Inn

Auch hier gibt es Brombeersträucher am Fluss:

Es ist mittlerweile 17:30, an der Zeit zurück zu Beach 4 zu fahren, oder wir verpassen die Tide Pools wieder. Also, los geht’s!

 

Um 17:30 fahren wir also wieder zurück an die Kalaloch Beaches. Wie uns die Rangerin erklärte sind die besten Tide Pools am Beach 4 gleich am Abgang zum Strand rechts oder an Ruby Beach und dann ein Stück am Strand nach links gehen.

Das „gleich am Abgang rechts“ hat uns überzeugt, also halten wir an dem Parkplatz, wo wir heute Mittag schon unser Picknick abhielten. Es geht steil hinunter an den Strand, ein kurzer Steg führt uns hinunter zum Sand.

Nebel kommt langsam auf …

Es ist noch nicht der Tiefststand erreicht, aber die Tidepools formen sich bereits und Seeanemonen, Muscheln und Schnecken sind in Massen in den Pools.

Achtung: viele Fotos!!

Wenn das Wasser sinkt und es trocken wird bei den Anemonen, dann verschließen sie sich fast zu Kugeln, unter Wasser sind sie offen und zeigen ihre Pracht.

Wenn man einen Moment stehenbleibt und schaut und sucht – dann findet man plötzlich auch Seesterne, herrlich. Immer mehr zeigen sich, beziehungsweise das Auge findet sie.

Wir bleiben über ein Stunde an den Tidepools, fast alleine mit dem Seegetier.

Langsam wird es Zeit aufzubrechen.

 

Werden so die Steine produziert?

Eine einsame Wandererin

Ein letzter Blick

Aber wir werden nicht im Salmon House zu Abend zu essen, wie uns von der Dame im Quinault River Inn geraten wurde (bestes Preis-Leistungsverhältnis und sehr gute Küche) sondern der Kalaloch Lodge einen Besuch abzustatten.

Die Sonne geht unter und es ist traumhaft.

Und lässt die Kalaloch Lodge erstrahlen

Mit etwas nettem Zureden der Bedienung in der Lodge ergattern wir einen tollen Platz, direkt am Fenster des Restaurants mit Blick auf den Sunset!

Es gibt Clam Chowder für mich, Knochenmark für Trolleira und dann Fish und Chips für beide.

Die Fish und Chips sind gut, nicht spektakulär, aber der Ausblick vom Restaurant ist unbezahlbar!

Es ist bereits dunkel, wenn wir im Mondschein zurück zum Quinault River Inn fahren.

Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 3

Zurück vom Rialto Beach erreichen wir gegen 17:30 schliesslich das Misty Valley Inn.

Das B&B ist klasse, die Eigentümerin quasselt uns erst einmal die Ohren voll und erklärt uns, dass es an Beach 2 keine Tide Pools gibt, sondern nur am Rialto Beach und zwar beim Hole in the Rock.

Für steht fest, heute nochmal dahin laufen, das wird nichts. Also gehen wir erst einmal zum Chinesen in Forks, der von der B&B Chefin empfohlen wurde. Angeblich soll er ja aus Hunan kommen, das Essen war nicht schlecht, aber nicht ganz so, wie wir es erwartet hatten, wahrscheinlich schon etwas an den USA Geschmack angepasst.

Zumindest den Sonnenuntergang am Rialto Beach wollen wir noch sehen und somit fahren wir nach dem Essen wieder los, aber nur bis kurz hinter dem Parkplatz. Damit sind wir heute zum dritten Mal von Forks nach La Push/Rialto gefahren, rekordverdächtig?

Bis zwei km vor Rialto deutet sich ein toller Sonnenuntergang an, aber je näher wir kommen desto mehr ziehen die Nebelschwaden in den Strand. Es gibt dort keinen Sonnenuntergang aber ein unheimliche und gruselige Atmosphäre, wir finden es toll.

So richtig wird das mit dem Sonnenuntergang heute nichts mehr aber es wird kälter und nebeliger.

Als es richtig ungemütlich kalt wird vom Nebel gehen wir wieder zum Auto und fahren zum B&B. Nach wenigen Kilometern ist der Nebel verschwunden und wir sehen im Rückspiegel einen einmalig schönen Sonnenuntergang .

Vor uns der Vollmond, hinter uns der Sonnenuntergang, ach wie herrlich!

Im B&B sitzen wir noch auf der Terrasse (ohne Nebel ist es gar nicht mehr so kalt) und quatschen mit den anderen Gästen über Donald und Hillary und sonstigen Unsinn. Nebenbei lassen wir uns ein oder zwei Bierchen im Mondschein schmecken.

Allmählich könnten sich ja ein paar Werwölfe zeigen, oder? Bei dem Mond?

Second und Third Beach haben wir nicht geschafft, ebenso wie wir Cape Flattery auslassen mussten. Das haben wir nur gemacht, weil wir wiederkommen wollen …

Der gestrige Tag mit den Stränden von La Push und Rialto Beach und dann die Unterhaltungen im B&B waren herrlich. Schade, dass wir heute schon wieder weiter müssen, aber im Urlaub haben wir ein straffes Programm.

Im Gegensatz zu allen anderen Unterkünften bisher haben wir heute im B&B aber ein Frühstück inklusive, dazu eine wunderbare Terrasse und das wollen wir genießen!

Neben den Gästen, die mit uns im B&B sind, haben wir auch einige tierische Gäste auf unserer Frühstücksterrasse.

Es gibt Früchte, Pancakes, Kaffee, Saft .. viel zu viel und alles viel zu gut um aufzuhören. Aber ich schaffe es mit eiserner Disziplin, die Hälfte der Pancakes nicht zu essen !

Sieht das nicht – himmlisch aus?

Unsere Frühstücksterrasse:

Nun sind wir gut gestärkt und eigentlich wäre nun ein Sofa oder eine Hängematte das richtige, aber im Gegenteil, wir müssen nun los. Der HOH Rainforest steht als nächstes auf unserem Olympic Programm.

Die Entfernungen sind hier wenigstens alle überschaubar und so sind es von Forks zum HOH nur 30 Meilen. Zuerst durchqueren wir Forks:

Einige Meilen hinter Forks ist es wieder eine Stichstraße, die uns weg von der US 101 auf einer kurvigen Straße ins Innere der Halbinsel führt und die „nur“ 30 Meilen ziehen sich wie Kaugummi.

Wir kommen am Visitor Center an, drehen dort kurz die obligatorische Runde um festzustellen, dass wir schon alle Informationen vorab aus den Internet haben und machen uns auf den Weg zum Hall of Mosses Trail.

Der Hall of Mosses Trail ist mit 0,8 Meilen der kürzeste Trail und leider auch der, auf dem die meisten Wanderer unterwegs sind, Ruhe hat man deshalb dort nicht wirklich. Angesichts der längeren Beachwanderungen gestern und der heute noch bevor stehenden Hikes entscheiden wir, mit einem kurzen Trail anzufangen und die Hüfte von Trolleira zu schonen.

Die Moose und Farne im Hall of Mosses Trail sind wieder wunderschön, leider jedoch auch wieder sehr ausgetrocknet.

Richtige Baumriesen liegen und stehen hier. Dieser Stamm im Foto ist laut einer Infotafel 190 Fuß lang, und damit nur ein Teil des usprünglichen Baumes. Die Sitka Fichten sind im Schnitt 220 Fuß hoch und manche erreichen über 300 Fuß – ganz schön hoch!

Nach etwa einer Stunde sind wir zurück an der Stelle wo sich der Hall of Mosses Trail mit dem Spruce Nature Trail trifft, aber wir lassen es gut sein hier.

Die Strände gestern haben uns noch besser gefallen als die Regenwälder und so wollen wir uns die Zeit zum Hiken für später aufheben.

Wir wechseln wieder das Schuhwerk und los geht es in unserem Escape, die Stichstraße zurück und zum Ruby Beach, insgesamt wieder 32 Meilen und damit rund 45 Minuten.

Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 2

Heute soll uns der Weg in Richtung Küste führen, aber zunächst stehen die Sol Duc Falls auf dem Programm. Frühstück in Granny’s Cafe gibt es ab 9 Uhr, aber wir sind auch im Urlaub relative Frühaufsteher (vor allem ich …).

Als erstes mach ich ein paar Fotos von der Morgenstimmung, es sieht alls noch so frisch aus!

So packen wir zeitig und nach altbekanntem Schema die Taschen ins Auto und los geht es!

Vorbei am Lake Crescent und nach nur etwa 16 Meilen biegt nach links die Stichstraße in Richtung Sol Duc Falls ab.

Witzig ist, dass je nach Schild der Ort einmal Sol Duc, aber auch Soleduck geschrieben wird.

Und sehen das erste Wildlife am Strassenrand!

Wir kommen zur Schranke des Parks, Pass vorzeigen, weiter geht’s. Der Parkplatz bei den Sol Duc Falls ist noch ziemlich leer um diese Uhrzeit.

Heute wird es Zeit, dass die neuen Wanderschuhe eingeweiht werden. Da es noch recht frisch ist, sind wir mit langen Hosen unterwegs und ich überlege, ob ich nicht sogar eine Jacke mitnehmen soll. Aber es wird sicher schnell wärmer und ein Hemd muss es solange auch tun.

Ein schöner, nicht allzu langer Spaziergang, erst etwas nach unten aber danach recht flach, kein Problem. Immer wieder diese Flechten, spanisch Moss. Es ist schön und wir sind noch fast alleine unterwegs.

Wir kommen an einen Bach der fotografiert werden will und nicht allzu viel später sind wir an den Fällen. Nicht sehr spektakulär aber nett anzusehen.

Ich laufen noch einige Pfade entlang, um zu sehen ob es hier noch etwas zu entdecken gibt, aber das war wohl alles. Alle Pfade die wegführen sind Teil eines weiterführenden Wanderwegenetzes.

Somit kehren wir nach kurzer Foto und Trinkpause auch schon wieder um, etwa 25 Minuten dauert die Wanderung in jede Richtung, und auf dem Rückweg kommen uns nun schon mehr Leute entgegen als am Morgen.

Wieder am Auto angekommen ist es dann auch Zeit in eine kurze Hose zu wechseln. Wie gut, dass ich mich zuvor gegen eine Jacke entschieden hatte.

Nun aber Frühstück. Wir halten am Wild Bear Café und bekommen leckere Pancakes und Kaffee!

Frisch gestärkt kann es jetzt weitergehen in Richtung Forks!

 

Nun können wir wieder losfahren, „endlich“ nach La Push, die Strände sind das worauf wir uns hier am meisten gefreut hatten!

Zuerst halten wir noch kurz vor Forks am Misty Valley Inn, unserem B&B für heute Nacht. Es ist aber noch zu und wir klopfen und suchen, ob jemand zuhause ist. Wir finden jemand, Reinigungspersonal? Die Auskunft ist, wir sollten um 4 pm wieder kommen, auch Koffer abstellen sei jetzt schlecht. Naja, wir wollten ungern alles am Strand im Auto haben, aber … was solls.

Also geht es weiter nach La Push. Wir sehen die Schilder für den Parkplatz von Beach 3 und dann Beach 2 aber man fängt halt mit Beach 1 an, oder?

Und wir sehen das Schild, dass hier keine Vampire mehr erlaubt sind, puh Glück gehabt, aber es ist wohl eh zu sonnig!

Der Beach 1 ist Nahe des Zentrums und schnell finden wir den Parkplatz und – sind überwältigt von den riesigen Baumstämmen die ausgebleicht am Strand liegen.

Wir laufen am Stand entlang und treffen eine amerikanische Touristin, die wir gleich wegen Tide Pools befragen. Sie rät uns zu Beach 2 für Tide Pools und dazu, den Tidenkalender im Visitor Center zu holen. Dann macht sie noch ein paar Fotos von uns und wir verabschieden uns.

Wir laufen noch ein Stück am Strand entlang und machen mehr Fotos. Danach geht es ins Visitor Center und die Tabelle ist schnell gefunden.

Um diese Abenteurgefährt beneiden wir die eben angekommene Truppe ein wenig!

Da Trolleira vom Strandlaufen jetzt wieder stärkere Schmerzen in der Hüfte hat, entscheiden wir erstmal nach Forks zu fahren und Forks zu besichtigen und im Hotel einzuchecken. Später und dann zur Ebbe wieder zurückzukommen (so gegen 6 pm), zum Sonnenuntergang um 8 pm wollten wir ja am Rialto Beach sein.

Es sind 15 Meilen von LA Push nach Forks, etwa 25 Minuten, da die Strecke recht kurvig ist. Und wir erkunden Forks – aber was? Wir halten im Supermarkt, den Forks Outfitters. Am Ende fahren wir dann einmal die Hauptstraße rauf und einmal runter und haben alles gesehen, zumindest nach unserer Meinung. Auch Trolleira, die ja extra nach Forks wollte hat ausreichend gesehen, es ist aber immer noch viel zu früh um im B&B einzuchecken.

Jetzt sind wir also mit Forks eigentlich durch, es ist aber immer noch viel zu früh – kurz nach 14 Uhr – um im B&B einzuchecken. Was also tun? An den Second Beach wollen wir heute Abend zu den Tide Pools und so entschliessen wir uns, nun den Rialto Beach zu erkunden.

So fahren wir wieder in Richtung Strand, gut dass das nur 15 Meilen sind. Wieder etwa 10 Meilen in Richtung La Push und dann biegen wir rechts ab auf die Mora Road.

Die Strasse führt entlang des Quillalute River und schon ein Stück vor dem Erreichen des Strands sieht man wieder das Treibholz, das sich zu wahren Türmen aufbaut!

Bei Rialto Beach muss man vom Parkplatz erstmal den Rand der Dünen (ich nenne es jetzt mal so) überwinden und durch die Baum-Monster durch zum Strand.

Es ist einmalig schön. Am Strand nach rechts geht es zum Hole in the Wall und da wir sonst nichts zu tun haben, schlendern wir am Strand entlang …

Die Wellen sind hier deutlich höher und stärker als in La Push am First Beach:

Wir wandern weiter und bewundern das Treibholz. Etwas vorsichtig und immer mit dem Gedanken im Kopf, dass wir ja den Weg am Strand auch wieder zurücklaufen müssen.

Wir erreichen diese beiden Felsspitzen (haben die einen Namen?) und sehen rechts daneben das bekannte Hole in the Wall.
Ein anderer Tourist weist uns auf die Spitze des Felsen hin, ah ja – ein Weisskopfseeadler sitzt dort oben.

Das ist das Limit mit meiner SONY RX III, gut dass Trolleira diesmal die SLR mit dabei hat. Tagelang haben wir sie im Auto gelassen, weil sie zu schwer war, gerade zum richtigen Zeitpunkt wurde sie wieder ausgepackt.

Dort sitzt noch ein zweiter Adler auf dem anderen Felsen:

Leider ist das Wasser noch zu hoch um durch das Hole in the Wall auf die andere Seite zu gelangen – eigentlich. Ich balanciere von Stein zu Stein und die Wellen schwappen sehr gefährlich nahe … bis ein Welle über den Stein schwappt und meine Turnschuhe und Socken unter Wasser setzt.

O.k., nass, jetzt kann ich auch ganz ungeniert durchs Wasser zum Hole waten.

Auf der anderen Seite sehe ich schon einige Tidepools, aber das Wasser ist noch zu hoch.

Da es noch fast zwei Stunden bis zur Ebbe sind, wate ich wieder zurück zur anderen Seite, wo Trolleira schon auf mich wartet. Es würde noch etwa zwei Stunden dauern bis Ebbe ist und die Tide Pools richtig gut zu sehen sind. Das ist uns zu lange und wir laufen die 1,5 Meilen zurück zum Parkplatz.

Es zieht schon Nebel auf, als wir zurück zum Parkplatz kommen.

Jetzt ist Trolleira echt erschöpft und an den Second Beach ist nicht zu denken. Also nun, zurück nach Forks und einchecken, 16 Uhr ist vorbei und das B&B wird nun wohl auch offen sein.

Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 1

Am Nationalparkeingang angekommen müssen wir uns entscheiden, ob wir einen Jahrespass kaufen oder die Eintritte separat bezahlen wollen. Die Eintritte separat kaufen wäre ein paar Dollar billiger aber mit dem Jahrespass erhöhen wir der Druck auf uns selber, innerhalb der nächsten 12 Monate wiederzukommen und so kaufen wir den Jahrespass .

Weiter geht es vom Olympic National Park Visitor Center auf der Hurricane Ridge Road zum Hurricane Ridge Visitor Center. Von hier aus haben wir einen herrlichen Ausblick über die Olympic Mountain Range.

Auf der Hurricane Ridge angekommen gibt es dann erstmal Picknick. Die Straße ab dem Visitor Center ist gesperrt, so dass wir nur ums VC herum hiken können.

Wir entscheiden uns für den „Cirque Rim Trail“, meine Frau hat nach wie vor ziemlich Schmerzen in der Hüfte, so dass längere und anstrengendere Trails erstmal ausfallen.

Das Wetter ist einmalig, wir sehen bis nach Kanada auf der einen Seite und die Olympic Range zur anderen Seite.

Leider sorgt die Hitze auch dafür, dass immer wieder Brände ausgelöst werden und auch wir sehen Feuer in einem Teil des Parks von der Hurricane Ridge Straße aus.

Wir müssen wieder weiter und zwar zu unserem Quartier für heute Nacht, dem Indian Valley Motel.
Zunächst geht es zurück über die Hurricane Ridge Road.

Bevor wir zurück in Port Angeles sind schickt uns das Navi links auf die Little River Road. Es scheint, dass uns Gravel Roads anziehen, aber wer unseren letzten Bericht gelesen hat, weiss ja, dass uns Gravel Roads Spass machen. Ein paar Locals treffen sich hier in diesem Tal und Zielscheibenschiessen zu machen (so sah es zumindest aus).

Wir biegen noch ein auf die Olympic Springs Road bevor wir kurz vor unserem Nachtquartier wieder auf der US 101 landen.

Wir müssen wieder weiter und zwar zu unserem Quartier für heute Nacht, dem Indian Valley Motel. Die Schlüssel für’s Zimmer bekommen wir in Granny’s Cafe, dem Restaurant, das zum Motel gehört.

Einfache Zimmer, aber passt schon.

Leider sehen wir Rosi, den Haushund nur kurz im Garten und auch von den Eigentümern bekommen wir nichts mit.

Wir legen unsere Taschen im Zimmer ab und fahren bald wieder weiter, zum Lake Crescent. Die tiefstehende Sonne lockt uns, auch vor dem eigentlichen Ziel, der Storm King Ranger Station, an den Haltemöglichkeiten zu stoppen und ein paar Fotos zu schiessen.

Das Visitor Center ist schon zu als wir ankommen, aber wir machen uns auf den Weg zum „Moments in Time Trail“, der uns an den See führt.

Unterwegs treffen wir zwei Wanderer aus den USA, die von der Lake Crescent Lodge kommen. Noch ein kurzer Plausch und wir laufen zurück zum Auto. Die mit Moos behangenen Bäume sind schwer beeindruckend!

Ruhepause gefällig?

Kurz vor acht kommen wir zum Motel zurück und gehen noch in Granny’s Cafe zum Abendessen. Einen leckeren Hamburger für mich und Fish und Chips für Trolleira. Mein Hamburger schmeckt super, dazu bekomme ich noch mal ein Kilt Lifter Ale aus Seattle. Auch die Fish und Chips wurden sehr gelobt!

Das Essen in Granny’s Café kann ich wirklich weiter empfehlen, die Zimmer im Indian Valley Motel sind sehr einfach, aber für eine Nacht durchaus ok.

Moglu in den USA – Von Seattle in den Olympic National Park!

Mittlerweile sind wir seit 10 Tagen unterwegs, New York, Chicago und Seattle. Es waren viele Eindrücke, sehr schöne Eindrücke, Chicago kannten wir ja schon, aber New York und Seattle waren neu für uns.

Aber irgendwie war es nicht „richtig“. Für uns ist ein USA Urlaub ein Roadtrip, mit Mietwagen, Kühltasche im Auto, unabhängig, fahren!

Gut, nun können wir das haben, der frühe Touri holt sich das beste Auto, also stehen wir früh auf, um unsere 7 Tage, in denen wir das Auto haben, auch auszunutzen!

Mit der Link Light Rail geht es kurz nach 6 Uhr los in Richtung Flughafen, dort haben wir den Mietwagen bestellt.

Wieder die Fahrt zurück mit Blick auf den Mount Rainier und wir kommen an der Flughafen Station an. Wieder durchqueren wir das Parkhaus und nach etwas hin und her finden wir auch die Bushaltestelle, von der die Shuttlebusse uns zur Alamo Station bringen.

Ich hatte vorab schon bei Alamo eingecheckt und mir die Skip the Counter Unterlagen ausgedruckt. Das lief wirklich reibungslos. Da niemand am Schalter anstand habe ich nur kurz vorbeigeschaut, die Papiere gezeigt und sofort die Info bekommen, ich könne gleich ins Parkhaus gehen. Es standen ein paar Jeep Modelle zur Verfügung, ein Nissan, ein Kia und ein Ford Escape.

Die Ausstattung vom Ford Escape gefiel uns am besten und den Wagen nahmen wir dann auch. Es war eine gute Entscheidung, sehr bequem, ausreichend Platz und gut zu fahren.

Die beiden großen Reisetaschen passen locker in den Kofferraum, die Tagesrucksäcke auf die Rücksitze und die Fotoapparate, Handys und Geldbeutel werden irgendwie in den Ablageflächen um Fahrer und Beifahrersitz verstaut, alles optimal.

Tachostand 7067 Meilen, Tank ist voll, alles gut

Los geht’s, auf in den Olympic Park, aber erst müssen wir die Vorräte auffüllen!

Leider ist es sehr nebelig, der erste Nebel in diesem Urlaub, aber egal, wir haben ja nun ein Auto

Nach der erfolgreichen Übernahme des Wagens müssen wir nun natürlich erstmal die Lebensmittel besorgen. Ich hatte mir vorab schon einen „Trader Joe’s“ in Internet rausgesucht, der lag zwar nicht unbedingt verkehrsgünstig, die Lebensmittel waren aber sehr lecker (im Nachhinein wäre wohl der näher zum Flughafen liegende Safeway besser gewesen, das werde ich aber nie zugeben).

Wir bekommen einen Großteil der Lebensmittel, die wir suchen. Brot, Käse, Salami, ein Glas Essiggurken, Bier und Wasser.

Leider finden wir bei Trader Joe’s jedoch keine Kühltasche oder Einmalbesteck und Teller! Somit geht es weiter auf die andere Seite der Kreuzung zu CVS, wo wir noch den Rest finden, der uns noch fehlt.

Da wir schon im Süden Seattles sind nehmen wir keine Fähre sondern fahren südlich um die Bucht in Richtung Tacoma weiter. Das Wetter lässt weiterhin zu wünschen übrig, nass und grau, das war so nicht abgemacht!

In Tacoma gibt es einen Bass Pro Shop und das ist unangefochten einer unserer Lieblingsläden in den USA. Mit Tacoma kennen wir nun bereits den dritten Bass Pro Laden und wir wurden bislang nie enttäuscht (Denver, Las Vegas, Tacoma).

Ich hole mir Wanderschuhe, da sich meine alten schon halb aufgelöst hatten, habe ich sie gar nicht dabei. Trolleira findet einige Outdoorhosen und Hemden, jetzt sind wir bereit für Abenteuer aller Art.

Vom Bass Pro Shop aus folgen wir nun der WA-16 über die Tacoma Narrows Bridge und anschliessend der WA-3 N in Richtung Norden bis kurz vor Port Gamble. Langsam aber sicher wird auch das Wetter besser:

Kurz von Port Gamble biegt die WA-104 W nach links ab und wir erreichen die Hood Canal Bridge, die das Festland mit der Olympic Peninsula verbindet! Es ist 12 Uhr mittags und wir haben strahlenden Sonnenschein.

Unser nächstes Ziel: Olympic NP Visitor Center bzw die Hurricane Ridge Road. Die Fahrt ist problemlos, und je näher wir dem Olympic National Park kommen, desto mehr löst sich der Nebel auf und es wird heiß, zu heiß! Wir hatten eigentlich Nebel und Kälte erwartet, schönes Wetter erhofft, aber mit 30 Grad und strahlendem Sonnenschein hatten wir wahrlich nicht gerechnet.

Moglu in Sao Paulo

Auf nach Sao Paulo!

Nun gut, ich wusste ja nun, dass kein Koffer dabei sein wird, also habe ich mich gleich im Auto versteckt! Gut so, es hat sich gelohnt.

Es ging schon am Freitagabend los, gleich nach dem Büro (und der ersten Halbzeit des Fussballspiels Deutschland gegen San Marino) nach Sao Paulo. Wir fanden es sehr eigenartig, dass (fast) alle Hotels in SP schon seit Tagen ausgebucht waren. Erst am Donnerstag fiel uns ein, dass ja Formel 1 Wochenende war!

Aber egal, wir haben ja ein Zimmer gefunden. Sao Paulo is ja auch nur etwa eine Stunde von zuhause entfernt, aber „Don’t Drink and Drive“.

Los ging es danach gleich mit einem Chopp (gezapftes Bier) und einer Platte mit Picanha (Grillfleisch) auf der heissen Platte im Seo Gomes, einer portugiesischen Bar.

seo_gomes

Von dort aus weiter ins Dublin einem Irish Pub. Am Anfang so gegen 22 Uhr spielte nur eine One Man Band, wobei der Musikant aber super gespielt hat, mit Gitarre, Schlagzeug und Gesang simultan! Anschliessend ab Mitternacht kam die Show mit der Band „Bigfoot“, das scheint so etwas wie die Hausband zu sein, so oft wie die im Dublin auftreten. Guter kerniger Rock, etwas Guns N‘ Roses, die ja heute auch in Sao Paulo waren, und gegen Ende der zweiten Show ein geniales Red Hot Chili Peppers Medley!

dublin

Am Samstag wollte ich erst gar nicht los. Nieselregen und so was von ungemütlich draussen, aber es hilft ja nichts. Wir liefen dann in die Faria Lima, einer der Top Einkaufsstrassen in Sao Paulo. Die Krise hat hier leider deutliche Spuren hinterlassen, fast jedes zweite Geschäft ist zu vermieten, die Straße sieht aus wie eine grosse Baustelle!

faria_lima

Weiter ging es ins Eataly, wo es immer viel zu sehen gibt! Eigentlich wollten wir Pizza essen, aber es war viel zu voll und wir hatten auch nicht wirklich viel Hunger. Aber schauen geht immer!

eataly

Auf dem Weg zurück ins Hotel gab es dann doch noch einen kleinen Happen, ein „Beirute“. So nennt man hier ein Sandwich im arabischen Fladenbrot!

Am Abend dann der Grund, warum wir in Sao Paulo waren. Im Theater Santander zur Aufführung von My Fair Lady.  Etwas ungewohnt auf Portugiesisch aber trotzdem sehr schön! Leider (oder eigentlich Gott sei Dank) durfte man keine Fotos machen.

sao-paulo

Auch später im leckeren Lokal „Tre Bicchieri“ war es zu fein, um das Essen zu fotografieren 🙂

Wir haben erst später gesehen, dass das Tre Bicchieri zum zweitbesten Italiener Sao Paulos gewählt wurde – ups. Aber lecker war es, kann man nichts sagen!

Und zu später Stunde noch ein Absacker in der Johnnie Wash Bar, sah aus wie eine umgebaute Autowerkstatt, mit Live Musik, auch dort war es sehr cool! So, aber nun Ende für Samstag!

Am Sonntag war es noch regnerischer als am Samstag. Wer im Fernsehen Formel 1 geschaut hat, kann das bestätigen! Also packen wir unsere Sachen nach den Frühstück ein und fahren wieder nach Hause, heute ist Wetter für einen Sofa Sonntag!