Zitronen-Quark-Zopf – Zitronenöl selbstgemacht

 

Dieser herrlich nach Zitrone schmeckender Quarkzopf ist mir das erstemal super toll gelungen, die nächsten Male ging er einfach nicht mehr auf und wurde überhaupt nicht so schön locker, wie beim ersten Mal. Ich fing dann an zu Suchen, an was das liegen konnte, ich dachte, ich hätte alles wie beim erstenmal gemacht… Tja, raus kam dann, das erstemal hatte ich den Teig mit dem Handrührgerät und Knethaken geknetet, die nächsten Male mit der Küchenmaschine und das war zuviel. Der Teig verträgt es nicht, zu lange und heftig geknetet zu werden! Also sachte und nur solange, bis sich die Zutaten alle schön vermengt haben. Dann den Zopf formen und aufs Blech damit.

2 EL Zitronenöl, selbstgemacht:
Biozitronen- und Biolimonenschalen sehr fein mit dem Sparschäler abschälen, so dass möglichst wenig weisse Haut dran bleibt, diese in neutrales Öl einlegen und mindestens ein bis zwei Wochen im Kühlschrank lagern, öfter mal vorsichtig schütteln, dass sich das Aroma besser verteilt. Dann die Schalen entfernen. Gut für Salate oder eben den Quarkzopf.

250 g Magerquark
160 g Buttermilch
65 g Zucker
1 Prise Salz
480 g Mehl
1 Päckchen Backpulver (15g, 2 EL)

Zum Bestreichen:
etwas Milch oder Buttermilch
Hagelzucker

Alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgeräts gut verkneten. Aus dem Teig einen Zopf flechten. Aufs Backblech (mit Folie oder gefettet) legen, mit der Milch oder Buttermilch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

180 °C  / 40 Min. backen

 

Maracujas ohne Ende

Endlich ist sie vorbei, die Maracujaschwemme, die wir dieses Jahr hatten.

Maracuja Caipis, Maracuja Kuchen – und kein Ende… so schien es die letzten Wochen. Aber nun ist es vorbei, und schon sind wir traurig drüber und hoffen, dass die nächste Saison wieder genug bringt.

Über die Saison hinweg hab ich viele Kuchen gebacken, und dann einen super leckeren schnellen Maracuja-Streuselkuchen aus vielen Rezepten zusammen entwickelt, die ich im Internet gefunden hab. Herausgekommen ist das Rezept:

Maracuja-Streuselkuchen
330 g Mehl
160 g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
130 g Butter – kalt

3-5 Maracujas je nachdem wie gross sie sind.

Guss:
1/2 – 1 Becher Sahne
1 Päckchen Vanillezucker, in der Sahne aufgelöst

Alle Zutaten am Besten in einem Food-Processor zu einem Teig zerhacken – geht auch sehr gut mit einem Dough-Cutter manuell. Der Teig soll sehr fein und staubig sein, dann ist er richtig, wirkt eher nicht wie Streusel. Ich habs im Mixer probiert, aber der dreht manchmal durch und bekommt nicht die ganze Menge zu fassen.
28er Springform einfetten. Zwei Drittel der Streusel in die Springform geben, etwas andrücken und einen kleinen Rand formen, höchstens 1/2 cm hoch, nur so, dass die Maracujas dann nicht auslaufen. Darauf das Maracujafruchtfleisch mit den Kernen (das knuspert beim Essen so schön) geben, so dass der Boden gut bedeckt ist. Restliche Streusel drüberkrümeln.

200°C, 40 Minuten

Sofort, wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, mit der Zuckersahne übergiessen. Das zischt richtig schön. Dann den Kuchen für eine Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Den Kuchen kann ich mir auch gut mit allerlei Marmelade gefüllt vorstellen.

Gefülltes Fraldinha

Hier mal wieder ein Rezept, leider ohne Bild – war zu schnell verputzt, weil so lecker.

Vom Grillen am Wochenende blieb ein ganzes Fraldinha übrig, als Suppenfleisch war es mir zu schade, so dass ich mir was anderes überlegte. Die Form des Fraldinhas schrie ja praktisch es zu füllen. Also rumgoogeln und Rezeptideen suchen.

Was raus kam war dann auch noch alles sehr dem Zufall zu verdanken, ich wollte ja einen Braten machen aber stundenlanger Stromausfall (der dritte in drei Tagen – dank Gewitter, Sturm und Blitzeinschlag) lies mich das verwerfen und als Alternative einen Schmorbraten machen (Gas funktioniert immer!). Best idea ever! Raus kam ein richtig schmackhafter Rinderrollschmorbraten gefüllt mit Mozarella, Paprika, roten Zwiebeln und Speck.

Gefülltes Fraldinha

1 Fraldinha (oder ein Rinderrollbraten)
1 Pckg. geräucherter Speck
1 rote Paprika
1 rote Zwiebel
1 Büffelmozarella
Gyrosgewürz
Salz, Pfeffer

für die Sosse
Rotwein, Wasser und Brühe zusammen ca. 1 Liter
2 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren
1 Zwiebel
1 EL Stärke

Fraldinha (ev. noch die Capa einmal durchschneiden, dass es dünner wird) salzen und pfeffern und innen mit Gyrosgewürz würzen. Speck drauflegen, Paprika und Zwiebeln in dünnen Streifen drauf. Mozarella in kleinen Stückchen drauf.

Alles einrollen und mit Bratschnur zum Rollbraten binden.

Bräter richtig heiss werden lassen, Öl rein und den Braten von allen Seiten gut anbraten. Zwiebeln (übrigen Paprika von der Füllung) und Tomatenmark schon mit braten. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Dann mit Wasser und Brühe auffüllen bis ca. ein Drittel Höhe des Fleisches. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren dazu und zugedeckt schmoren lassen. Ev. immer mal wieder mit Wasser und Brühe aufgiessen.

Zweieinhalb Stunden schmoren lassen.

Braten rausnehmen, Stärke mit 3 EL Wasser anrühren, Sosse abseihen und mit Stärke verrühren und aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer, ev. Zucker abschmecken.

Dazu Salzkartoffeln.