Texas 4. Tag Sonntag, 01.04.2018: Missionen und ein Ostergottesdienst (I)

Ich wache wieder recht früh auf und kann nicht mehr richtig einschlafen. Eigentlich sollten wir ja bei nur 2 Stunden Zeitunterschied nicht so viele Probleme haben, aber ich scheine den Jetlag zu spüren.

Das schöne ist, dass wir in unserem Hotel im Drury Plaza eine große Suite haben, also gehe ich ins Wohnzimmer und schreibe etwas Reisebericht und tausche per WhatsApp mit LLO die letzten Erfahrungen aus .

Gefahren sind wir am Vortag übrigens 286 Meilen, inklusive Umweg über Austin, da ist es gut, dass wir heute nur ein Stadtprogramm vor uns haben.

Um 8 Uhr gehen wir zum Frühstücken, das auch im Drury Plaza sehr reichhaltig ist. Hier gibt es leckere Pancakes, die ich selber mit Sirup und Bananen verfeinere. Dazu Kaffee und wir sind bereit für den Tag.

Kinder! Frühstück!

Heute ist Ostersonntag und passend zum Tage stehen viele Kirchen auf unserem Programm. Die Missionen von San Antonio liegen im Süden der Stadt, unser Hotel im Norden, also fahren wir 27 Meilen zunächst auf der US281 und später auf der I37 im Prinzip durch das Zentrum San Antonios und dann bis zur südlichen Ringstraße I410.

Der San Antonio Missions National Historical Park umfasst vier der fünf in San Antonio errichteten Missionen und wir wollen sie besuchen indem wir mit der südlichsten Mission anfangen und uns dann Richtung Stadtzentrum vorarbeiten.

Obwohl alle Missionen im Stadtgebiet liegen benötigt man trotzdem das Auto, denn es liegen immer einige Meilen zwischen den einzelnen Missionen.

Die fünfte, nicht zum Historical Park gehörende Mission ist übrigens „The Alamo“, die bekannteste Mission im Zentrum San Antonios. The Alamo werden wir am Nachmittag sehen.

Mission Espada:

Die Mission Espada wurde in 1690 errichtet. Wie fast alle Missionen ist sie ein einfaches Gebäude in einer recht idyllischen Anlage gelegen.

In der Kirche findet gerade ein Gottesdienst statt, bei dem wir nicht stören wollen. Auch der Laden und Souvenirshop ist geschlossen, da Ostern ist.

So laufen wir nur durch die Anlage, machen ein paar Fotos und gehen wieder zum Auto, um zur nächsten Mission zu fahren.

 

Mission San Juan Capistrano:

Die Mission San Juan, liegt am San Antonio River und wurde 1716 gegründet.

Außer die Missionsgebäude anzusehen kann man dort auch einen kleinen Rundweg entlang des San Antonio Rivers vornehmen. Wer mit großen Erwartungen zum Fluss kommt, wird wohl enttäuscht, der San Antonio River ist nur ein kleines Bächlein, wenn Platz zum Anlauf nehmen wäre, dann könnte man an einer schmalen Stelle wohl sogar über den Fluss springen.

Die Anlage in San Juan ist wohl die einfachste der vier Missionen. Sie besteht nur aus einer Kapelle mit Glockenturm und einem Getreidespeicher. Gegen 1760 begann der Bau einer größeren Kirche, die jedoch nie fertiggestellt wurde.

To be continued …

Texas 3. Tag Samstag, 31.03.2018: Texas ohne Cowboyboots geht gar nicht

Ich rufe gleich im Hotel an und nach ein paar Fragen, welche Zimmernummer, Name, was genau im Safe war, bekommen wir auch die Info, dass die Sachen gefunden wurden und beim Sicherheitsdienst sind. Es ist mittlerweile schon ungefähr 15:30 und ich sage der Dame am Telefon, dass wir gegen 17 Uhr im Hotel sein werden und die Sachen holen werden. Nur von einem kurzen Tankstopp unterbrochen fahren wir zurück nach Austin.

Auf der Rückfahrt sehen wir kurz vor Austin am Straßenrand wieder die mexikanischen Händler, die Piñatas verkaufen. Am Morgen ging es zu schnell und wir konnte sie nicht fotografieren, nun stehen wir im Stau vor Austin und bekommen wenigstens davon noch ein Foto. Piñatas sind hohle Figuren aus Pappmaché, die normalerweise mit Süßigkeiten gefüllt werden. Oft müssen dann die Kinder mit verbundenen Augen und einem Stock die an einem Baum aufgehängte Piñata zerschlagen, um an die Süßigkeiten zu kommen. Ich weiß nicht, ob das mit den Osterhasenpiñatas genauso gehandhabt wird.

Die Sicherheitschefin ist auch sichtlich erleichtert als wir kommen und die Pässe abholen. Sie war schon beunruhigt, weil sie sah, dass unsere Pässe in dem Stapel liegen und hat gehofft, wir wären nicht in Richtung Flughafen abgereist.

Bei der Gelegenheit sehe ich mittels Wifi auch die Rechnung vom Hotel in meinem Email und stelle fest, dass das Frühstück abgezogen wurde, obwohl es inclusive war (wohl weil wir diesen Zettel beim Frühstück unterzeichnen mussten). Auch das kann ich gleich richtigstellen lassen und die Rechnung wird korrigiert.

Wieder etwas ruhiger nehmen wir den direkten Weg nach San Antonio. Ich bin sogar so erleichtert, dass Trolleira keine (grösseren) Probleme hat, mich zu überzeugen, bei einem Cowboystiefelgeschäft anzuhalten, das gerade wegen Umbau „sale“ hat.

Leider findet sich nichts, was gefällt, und das Thema Cowboystiefel kann damit noch nicht abgehakt werden.

Weiter geht es nun nach San Antonio wo wir das Hotel Drury Plaza im Stadtteil North Stone Oak reserviert hatten. (Bilder gegen die Sonne sind nur bei sauberer Autoscheibe zu empfehlen …)

Das Hotel liegt am nördlichen Stadtrand, auch gut, dann ersparen wir uns für heute die Fahrt ins Zentrum von San Antonio.

Am Osterwochenende finden in San Antonio die NCAA Final Four statt, die Endspiele des US College Basketballs (auch mit dem vielsagenden Namen „March Madness“ belegt). Als wir uns für San Antonio entschieden, wussten wir nichts von den NCAA Endspielen, waren nur verwundert über die Hotelpreise und dass fast alles bereits ausgebucht war. Wir dachten, das liegt eben an den Osterferien. Also gut, das ist der Hintergrund, warum wir in einem Hotel fast 15 Meilen nördlich des Zentrums blieben, was uns für den heuten Anreisetag aber durchaus gelegen kommt. Gewonnen haben übrigens die Villanova Wildcats, nie zuvor gehört.

Es ist mittlerweile fast 20 Uhr und wir haben ziemlich Hunger. Gleich in der Nähe ist ein Texas-Roadhouse Steakhaus. Bilder davon gibt es erst im nächsten Teil!