Moglu on the ROAD: Chapadas + Praias (5. Teil)

Mittwoch, 17.12.2014

Da ist mir ja gestern ein grober Fehler unterlaufen als ich schrieb, unsere Freunde kamen am Abend an. Das war erst am Donnerstagabend, also zwei Nächte später oder sozusagen morgen.

Also machen wir uns heute noch einmal alleine auf, der Weg führt wie fast immer am Jardim de Maytrea vorbei, heute mit weniger Nebel, aber noch immer bewölkt.

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Nur wenige Kilometer danach zweigt der Weg von der Hauptstrasse links ab und eine Erdstrasse führt uns ins Tal des Mondes, dem Vale da Lua.
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Ein Tal des Mondes gibt es auch fast überall auf der Welt, wo man bizarre Steine sehen kann, dieses hier ist eines der sehr sehenswerten :) .

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Wir folgen der Erdstrasse. Das es in den letzten Tagen viel geregnet hat, können wir das Tal des Mondes nur mit einem Führer besuchen und wir dürfen auch nicht baden, das hatten wir aber sowieso nicht geplant. Leider gingen mir auf dem Weg ins Tal auch meine Treckingsandalen zu Bruch, das heisst, die Sohle löste sich von Schuh. Den Rest des Urlaubs war also Trecking mit Badelatschen angesagt, ich werde noch ein richtiger Brasilianer :) .

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Bizarr und schön war es dort. Für den Fall, das es anfängt zu regnen, sollten wir das Tal asap verlassen, da der Bach zum reissenden Fluss anschwillt. Das konnten wir uns gut vorstellen, da war ganz schön Schmackes dahinter.

Es hat nur etwas getröpfelt, also kein Problem. Das Vale da Lua und alle anderen Sachen die wir uns noch ansahen lagen übrigens in der Chapada dos Veadeiros, jedoch ausserhalb des Nationalparks auf privatem Gelände. Es wurde also jeweils ein kleiner Eintritt verlangt, aber das war ok. Die Hikes im Nationalpark waren alle ab 15 km aufwärts und dazu hatten wir weder Lust noch Ausdauer.

Der nächste Stopp lag also wieder auf Privatgelände, nämlich in der Fazenda Sao Bento. Dort befinden sich insgesamt drei Wasserfälle: Almecegas I und Almecegas II sowie der Wasserfall Sao Bento. Zum Almecegas I führt eine etwa drei Kilometer lange Erdstrasse, dann heisst es, das Auto abstellen und es geht noch einen Kilometer teilweise steil bergauf.

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Hier war der Weg zu Ende für den Troller:

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Nach etwa einem Kilometer Aufstieg hat man diesen Blick.

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Und um diesen Blick zu haben, muss man wie ich auf den anderen Seite den Wasserfall wieder bergab wandern, den Badelatschen sei Dank war das kein Problem.

Wieder nach oben und in einem Bogen um das Tal und man kommt auf die Seite, wo der Wasserfall in die Schlucht fällt. Auch hier war das Wasser reissend, also war baden nicht angesagt, wenn man nicht riskieren will mit dem Wasserfall ins Tal gespült zu werden. Dafür flog uns ein Tukan über die Köpfe und die Gattin hat ihn im Flug erwischt:

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Das mit dem Tukan war schon ziemlich genial. Ziemlich happy marschieren wir wieder zurück zum Parkplatz. Zum Almecegas II ist es nur ein kurzes Stück mit dem Troller und dann ein ebenfalls ein kurzer Fussmarsch.

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Weniger dramatisch aber auch schön. Hier fängt es nun wirklich an zu regnen und wir machen uns auf die Socken, zurück in unsere Pousada an den Pool, da kanns dann auch regnen was es will.

Der Eigentümer gibt uns einen Tipp: Um 18 Uhr in einem Eukalyptuswäldchen sammeln sich häufig die Tukane, bevor sie zu ihrem Schlafplatz abziehen. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen und unser Glück versuchen.

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Ein perfektes Ende für einen quasi perfekten Tag, mal abgesehen von meinen Treckingsandalen.