Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 3

Zurück vom Rialto Beach erreichen wir gegen 17:30 schliesslich das Misty Valley Inn.

Das B&B ist klasse, die Eigentümerin quasselt uns erst einmal die Ohren voll und erklärt uns, dass es an Beach 2 keine Tide Pools gibt, sondern nur am Rialto Beach und zwar beim Hole in the Rock.

Für steht fest, heute nochmal dahin laufen, das wird nichts. Also gehen wir erst einmal zum Chinesen in Forks, der von der B&B Chefin empfohlen wurde. Angeblich soll er ja aus Hunan kommen, das Essen war nicht schlecht, aber nicht ganz so, wie wir es erwartet hatten, wahrscheinlich schon etwas an den USA Geschmack angepasst.

Zumindest den Sonnenuntergang am Rialto Beach wollen wir noch sehen und somit fahren wir nach dem Essen wieder los, aber nur bis kurz hinter dem Parkplatz. Damit sind wir heute zum dritten Mal von Forks nach La Push/Rialto gefahren, rekordverdächtig?

Bis zwei km vor Rialto deutet sich ein toller Sonnenuntergang an, aber je näher wir kommen desto mehr ziehen die Nebelschwaden in den Strand. Es gibt dort keinen Sonnenuntergang aber ein unheimliche und gruselige Atmosphäre, wir finden es toll.

So richtig wird das mit dem Sonnenuntergang heute nichts mehr aber es wird kälter und nebeliger.

Als es richtig ungemütlich kalt wird vom Nebel gehen wir wieder zum Auto und fahren zum B&B. Nach wenigen Kilometern ist der Nebel verschwunden und wir sehen im Rückspiegel einen einmalig schönen Sonnenuntergang .

Vor uns der Vollmond, hinter uns der Sonnenuntergang, ach wie herrlich!

Im B&B sitzen wir noch auf der Terrasse (ohne Nebel ist es gar nicht mehr so kalt) und quatschen mit den anderen Gästen über Donald und Hillary und sonstigen Unsinn. Nebenbei lassen wir uns ein oder zwei Bierchen im Mondschein schmecken.

Allmählich könnten sich ja ein paar Werwölfe zeigen, oder? Bei dem Mond?

Second und Third Beach haben wir nicht geschafft, ebenso wie wir Cape Flattery auslassen mussten. Das haben wir nur gemacht, weil wir wiederkommen wollen …

Der gestrige Tag mit den Stränden von La Push und Rialto Beach und dann die Unterhaltungen im B&B waren herrlich. Schade, dass wir heute schon wieder weiter müssen, aber im Urlaub haben wir ein straffes Programm.

Im Gegensatz zu allen anderen Unterkünften bisher haben wir heute im B&B aber ein Frühstück inklusive, dazu eine wunderbare Terrasse und das wollen wir genießen!

Neben den Gästen, die mit uns im B&B sind, haben wir auch einige tierische Gäste auf unserer Frühstücksterrasse.

Es gibt Früchte, Pancakes, Kaffee, Saft .. viel zu viel und alles viel zu gut um aufzuhören. Aber ich schaffe es mit eiserner Disziplin, die Hälfte der Pancakes nicht zu essen !

Sieht das nicht – himmlisch aus?

Unsere Frühstücksterrasse:

Nun sind wir gut gestärkt und eigentlich wäre nun ein Sofa oder eine Hängematte das richtige, aber im Gegenteil, wir müssen nun los. Der HOH Rainforest steht als nächstes auf unserem Olympic Programm.

Die Entfernungen sind hier wenigstens alle überschaubar und so sind es von Forks zum HOH nur 30 Meilen. Zuerst durchqueren wir Forks:

Einige Meilen hinter Forks ist es wieder eine Stichstraße, die uns weg von der US 101 auf einer kurvigen Straße ins Innere der Halbinsel führt und die „nur“ 30 Meilen ziehen sich wie Kaugummi.

Wir kommen am Visitor Center an, drehen dort kurz die obligatorische Runde um festzustellen, dass wir schon alle Informationen vorab aus den Internet haben und machen uns auf den Weg zum Hall of Mosses Trail.

Der Hall of Mosses Trail ist mit 0,8 Meilen der kürzeste Trail und leider auch der, auf dem die meisten Wanderer unterwegs sind, Ruhe hat man deshalb dort nicht wirklich. Angesichts der längeren Beachwanderungen gestern und der heute noch bevor stehenden Hikes entscheiden wir, mit einem kurzen Trail anzufangen und die Hüfte von Trolleira zu schonen.

Die Moose und Farne im Hall of Mosses Trail sind wieder wunderschön, leider jedoch auch wieder sehr ausgetrocknet.

Richtige Baumriesen liegen und stehen hier. Dieser Stamm im Foto ist laut einer Infotafel 190 Fuß lang, und damit nur ein Teil des usprünglichen Baumes. Die Sitka Fichten sind im Schnitt 220 Fuß hoch und manche erreichen über 300 Fuß – ganz schön hoch!

Nach etwa einer Stunde sind wir zurück an der Stelle wo sich der Hall of Mosses Trail mit dem Spruce Nature Trail trifft, aber wir lassen es gut sein hier.

Die Strände gestern haben uns noch besser gefallen als die Regenwälder und so wollen wir uns die Zeit zum Hiken für später aufheben.

Wir wechseln wieder das Schuhwerk und los geht es in unserem Escape, die Stichstraße zurück und zum Ruby Beach, insgesamt wieder 32 Meilen und damit rund 45 Minuten.