Moglu in den USA – Oregon: Columbia River Gorge

So, Weihnachten ist vorbei, den Rutsch nach 2017 haben wir auch geschafft und nun wird es Zeit, wieder etwas von den USA zu posten.

Von den Stränden Oregons geht es nun ins Landesinnere, entlang des Columbia Rivers:

Heute haben wir eine lange Fahrt vor uns, also stehen wir zeitig auf, holen uns einen Kaffee in der Lobby und checken um 8 Uhr aus dem Motel 6 aus. Kalt ist es am (relativ) frühen Morgen, nur 13 Grad!

Schön war hier und gut geschlafen haben wir auch.

Wir waren ja bisher noch nicht wirklich gut zum Shoppen gekommen und man hört ja immer, dass Oregon ein Shopping Paradies sei, so entschließen wir uns als erstes in ein Outlet bei Portland zu fahren. Nach dem Abchecken aller Geschäfte in den verschiedenen Outlets entscheiden wir uns für das größte, die Woodburn Premium Outlets im Süden von Portland. Das bedeutet zwar ein paar Meilen Umweg für uns, aber egal! Wir umfahren Portland, biegen auf die I5 ein und sind um 5 vor 10 auf dem Parkplatz in Woodburn. Gut getimed, um 10 Uhr machen die Läden auf!

Wir finden einiges, ein Paar Shirts, Trolleira ein paar Hosen und die Kreditkarte wird leichter!

Gut zwei Stunden später werde ich ungeduldig, ich weiß, man könnte Stunden dort verbringen, aber wir wollen noch zur Columbia River Gorge heute. Und mittlerweile ist die Temperatur von den 13 Grad heute Morgen auf gut über 30 Grad gestiegen und es ist extrem heiß, wenn man nicht gerade in einem der Geschäfte ist …

Zurück auf der I5 in Richtung Portland und auf der I205 umfahren wir die Stadt großräumig!
In der Ferne sehen wir bereits Mount Hood (der kleine helle Fleck im Foto rechts vom Highway …)!

In Troutdale verlassen wir die Interstate und biegen ab in die Columbia River Gorge.

Erster Halt, das Portland Women’s Forum mit einem herrlichen Ausblick auf die Columbia River Gorge. Irgendwie erinnert mich die Landschaft ja schon an Deutschland, an das Donau oder Rheintal.

Kurz danach gabelt sich der Weg und wir biegen wir ab in Richtung Larch Mountain.

Eine kurvige Serpentinenstraße schlängelt sich den Berg nach oben und wir brauchen 25 Minuten, bis wir den Parkplatz von Larch Mountain erreichen!

Dort ist ja auch der Sherrard Point, der mich in Rosis’s Bericht so begeistert hat.
Der Wanderweg ist kurz und die Aussicht ist phänomenal!

Man hat einen Ausblick auf 5 Vulkane von hier, Mount Rainier, Mount Adams, Mount St Helens, Mount Hood und Mount Jefferson!

Am besten sticht Mount Hood hervor, der auch am nächsten ist.

Wir unterhalten uns kurz mit einem älteren Paar, die Frau quält sich den Weg nach oben zum Aussichtspunkt, und dann kann sie die letzten Meter nicht mehr nach oben gehen wegen ihrer Höhenangst. Mit gemeinsamen Zureden schafft sie es dann doch und ist begeistert – (aber noch immer ängstlich).

Wir fahren wieder nach unten in Richtung Gorge und ein rasender Sportwagen überholt uns auf der mit Rollsplit übersäten Straße. Trolleira meint noch „wenn wir den nicht bald am nächsten Baum wiedersehen“ und es dauert genau 2 Minuten, und in einer scharfen Kurve ist er geradeaus ins Gebüsch gerast. Ein junger Kerl, vielleicht 20. Gott sei Dank ist ihm nichts passiert, das Auto sieht nach Schrott aus.
Wir bleiben noch ein paar Minuten dort, um zu sehen ob er auch wirklich ok ist. Er ruft jemanden an, der ihn dort abholt und ihm hilft. Schließlich fahren wir weiter zum Vista House und der Unfall ist natürlich unser Gesprächsstoff im Auto für die nächsten Minuten.

Auch das Vista House erinnert irgendwie ans Rheintal:

Wir lassen unser Auto an der Parkplätzen oberhalb des Vista House stehen und gehen die wenigen Schritte den Berg nach unten.

Das achteckige Gebäude steht auf dem sogenannten „Crown Point“ und gibt einem Museum sowie einem Souvenirshop Platz, aber wir gehen nur einmal quer durch und erfreuen uns an der Aussicht auf die Schlucht des Columbia River.

Nach dem Vista Haus reihen sich mehrere Wasserfälle entlang der Panorama Strecke aneinander. Alle Parkplätze sind heute extrem voll und wir haben eigentlich keine Lust, irgendwo verbotenerweise am Straßenrand zu parken.

Je näher wir zu den bekanntesten Fällen, den Multnomah Falls kommen, desto voller wird es, bis wir schließlich total im Stau stehen.

Aber wie es der Zufall will, sehe ich, dass jemand vor uns versucht aus der Parklücke auszuparken. Gentleman like lasse ich natürlich die Lücke, um mir darauf diesen Parkplatz zu schnappen! Glück gehabt!

Es ist unglaublich voll, so dass wir nur ein paar Fotos schießen.

Ich laufe hoch zur Brücke, Trolleira schont ihre Hüfte und dreht eine Runde im Souvenirshop. Ja, die Fälle sind schön und die Brücke auch, aber es ist einfach viel zu voll hier.

Man könnte übrigens auch von hier zum Sherrard Point wandern, aber der Vorschlag würde sicherlich nicht auf viel Begeisterung treffen, und so machen wir uns eine halbe Stunde nachdem wir hier ankamen schon wieder auf den Weg.

Die Horsetail Falls, wenige Meilen später, sind ebenfalls völlig überlaufen. Keine Chance hier einen Parkplatzzu ergattern.

Die I84 folgt dem Verlauf der Columbia Rivers flussaufwärts und zum ersten Mal liegen die Temperaturen auf unserer Reise jenseits der 100 Grad.

Bei Hood River führt die US35 weg von der Columbia River Gorge und in Richtung Mount Hood. In Odell fahren wir ab vom Highway, um vor dem Mount Hood Loop noch zu tanken und im Supermarkt nebenan füllen wir auch noch unsere Wasservorräte neu auf!

Nun sind wir bereit für den Mount Hood Loop. Es ist mittlerweile fast 17 Uhr, aber es bleibt mindestens noch drei Stunden hell, also kein Problem.

Die prägnante Form des Mount Hood sehen wir nun kilometerlang vor uns.

Wir fahren am White River Campground vorbei und ich bremse! Hier waren doch Rosis rollende Steine!

Wir drehen um und steigen vom Parkplatz zum Flussbett hinunter und es ist wirklich beindruckend. Man kann sich gar nicht vorstellen, was dieser kleine Fluss bei Schneeschmelze für eine Kraft entwickelt. Die Brücke des Highways muss scheinbar alle paar Jahre neu errichtet werden, weil sie bei Schneeschmelze vom Fluss zerstört wird.

So beeindruckend es hier auch ist, wir müssen weiter!

Government Camp ist ein kleines Skidorf und wir machen halt für ein frühes Abendessen im dortigen Huckleberry Inn!

Wir nehmen beide den Burger und Ice-Tea, beides war hervorragend!

Nun müssen wir noch die 50 Meilen zurück bis Portland fahren, wo wir die Übernachtung im Ramada Inn reserviert hatten.

Kurz vor Erreichen des Hotels haben wir noch einen Sonnenuntergang on the Road

Das Ramada Inn war die günstigste Übernachtung auf unserer Reise. Der Hauptgrund warum wir das Ramada Inn gewählt hatten war jedoch die strategisch gute Lage direkt an der I205, so dass wir am nächsten Morgen schnell unterwegs sind.

Da unsere Getränkevorräte (außer Wasser) zur Neige gingen, fahre ich noch einmal los und besorge Hopfengetränke und Knabbereien. Den Abend nutzen wir, um die Koffer wieder einmal für die nächsten Tage einzuräumen und zu testen, ob wir tatsächlich alles in den ursprünglichen zwei Taschen unterbringen.