Texas 2. Tag Freitag, 30.03.2018: Einreise, Mietwagen und das erste Frühstück

Wir kommen in die große Eingangshalle und es sind relativ wenig Leute, die anstehen. Hier sehe ich auch zum ersten Mal diese Registrierungsautomaten von denen ich sehr viel im Amerika Forum gelesen hatte. Tatsächlich geht die Schlange schnell vorwärts und schon wenig später stehen wir selbst an einem der Automaten.
Es klappt gut, der Reisepass wird gescannt, dann die Fingerabdrücke und ein Foto wird gemacht. Bei Trolleira scheint etwas nicht funktioniert zu haben denn wir können nicht direkt durch, sondern müssen beim Immigration Officer vorsprechen. Keine Ahnung warum, ob es nun ein Problem mit den Fingerprints gab oder ob das einfach eine Zufallsauswahl ist.

Egal warum, wir stellen uns also wieder an der nächsten Schlange hinten an. Diese Schlange geht nun wesentlich langsamer voran, da sich nur drei Beamte um die Einreise kümmern. Als wir schließlich kurz vor der Bearbeitung ankommen macht einer der Officers einen neuen Schalter auf, lässt die Neuankömmlinge dort anstehen und leitet schließlich unsere Schlange in diese um! Das ist nun die dritte Schlange bei der wir uns an dem noch jungen Tag hinten anstehen. Da ich aber weiß, dass es einer Einreise nicht förderlich ist, den Beamten zu beschimpfen, atme ich nur tief durch und versuche meine innere Mitte zu finden.

Als wir schließlich beim Officer sind geht es dann wieder schnell, ein neues Bild von Trolleira, noch einmal die Fingerabdrücke gescannt, ein wenig Smalltalk und wir können durch zur Koffer Halle, wo unsere Gepäckstücke schon neben dem Belt auf uns warten.

Nochmal Toilettenpause und dann raus aus der Halle zur Bushaltestelle der Shuttlebusse. Es ist um 6:30 Uhr bitterkalt und noch stockdunkel. Auch hier warten wir erst einige Minuten bevor der Transfer-Bus da ist, alles geht noch etwas langsamer um diese Uhrzeit. Die Büros und Garagen der Mietwagenfirmen liegen ein gutes Stück weg vom Terminal, es ist fast Vollmond und im Bus ist es auch schön warm, gut so.

Der Alamo Schalter ist nicht besetzt, das macht aber nichts, da ich bereits vorab Skip-the-counter vorbereitet hatte.

Während ich schaue, wo die Autos stehen, kommt doch eine Mitarbeiterin von Alamo am Schalter vorbei. Sie erklärt mir, sie müsse meine Unterlagen ansehen, trotz skip-the-counter. Zwei Minuten später gibt sie mir dieselben zurück und sagt mir ich könne direkt zu den Mietwagen gehen, ich hätte ja „quick check in“. Häh? Skip-the-counter? Quick-check-in? Das wusste ich auch vorher. Also gehen wir zu den Mietwagen.

Viel Auswahl haben wir an der Choice Line nicht, es stehen einige Hyundai Santa Fe hier, einige Nissan Rogue und ein altes Jeep Modell. Den Nissan Rogue hatten wir schon vor zwei Jahren in Atlanta und waren sehr zufrieden damit. Wir werden zwar auch die eine oder andere Sandstraße fahren, aber wohl weniger als in den letzten Jahren, also brauchen wir kein 4×4. Und so wählen wir einen knallblauen Rogue mit 3875 km auf dem Tacho.

Die beiden Reisetaschen haben im Kofferraum locker Platz, ich mache mich mit den wichtigsten Instrumenten vertraut und fahre los zur Ausfahrt. Let’s go!

Das dachten wir, aber die Dame an der Ausfahrt erklärt uns, wir müssten die Papiere erst im Büro fertig stellen lassen, sie sei noch von der Nachtschicht und Skip-the-counter geht erst ab 8 Uhr früh.

Also Kommando zurück und ins Alamo Büro. Die Tussi im Büro ist jedoch nun beschäftigt, da sie ein Polizist nach irgendeinem Typen befragt, mit dem sie wohl irgend ein Problem hatten. Der Alamo Kollege hilft ihr beim Zuhören. Großzügiger Weise hilft mir die Dame vom National Schalter weiter und erledigt meinen Papierkram. Jetzt aber los.

Wo soll es denn überhaupt hingehen? Na ja, von Dallas zuerst nach Süden, dann immer der blauen Linie nach.

Es ist 7:15 Uhr und wir sind trotz all dieser nicht geplanten Verzögerungen nur eine Viertelstunde hinter meinem akribisch getakteten Zeitplan. Und es geht mittlerweile auch die Sonne auf. Alles ist gut!



Wir fahren über die US 183-I20 zur I35E, etwas mit Umwegen, denn wir müssen dem Navi erklären, dass wir keine mautpflichtigen Straßen fahren wollen, worauf es uns umgehend wieder umleitet.

Bei Hillsboro finden wir endlich einen IHOP. IHOP ist wichtig, denn ich hatte geplant, das Amerikaurlaubs-Einleitungsfrühstück in einem IHOP zu zelebrieren.

Wir wählen ein Frühstücksspecial und zwei extra Pancakes dazu. Blueberry Pancakes, Eggs mit Bacon und Hashbrowns, lecker!

Falls die süsse Soße nicht reicht:

So kann ein Urlaub beginnen:

So muss (!) ein Urlaub beginnen:

Der lokale Walmart liegt nur wenige Blocks entfernt und wir machen unseren ersten Urlaubseinkauf.

Ach wie ich es liebe. Schade, dass wir nur für 2 Wochen einkaufen können. Eine relativ kleine Kühlbox kaufen wir es diesmal, wir haben nun schon ein richtiges Sortiment zuhause. Eine 28er Packung Wasser, 6pack Corona, etwas für zum Knabbern im Auto, etwas Süßes für zum Schlemmen im Auto und noch die eine oder andere Kleinigkeit.

Warum kaufe ich Corona ein? Später im Urlaub lerne ich, dass „Lone Star“ DAS in Texas gebraute Bier ist und ich finde es später nur sehr schwer. HIER hätte es „Lone Star“ in Mengen gegeben.

Die ersten Blumen sehen wir auch entlang der Autobahnen, Bluebonnets sprießen überall, gepunktet mit roten, orangen und gelben Wildflowers!

Das Urlaubsgefühl breitet sich ganz extrem bei uns aus, dabei ist noch nicht einmal der erste Vormittag vorbei!

Ein Gedanke zu „Texas 2. Tag Freitag, 30.03.2018: Einreise, Mietwagen und das erste Frühstück

  1. Oh ja, da wurde Moglus Geduld gleich auf eine harte Probe gestellt bei der Einreise! Der Arme! Aber nach den Blueberry Pancakes konnte er sogar den Einkauf bei Walmarts relativ gelassen absolvieren ;o)

Kommentare sind geschlossen.