Texas 3. Tag Samstag, 31.03.2018: Die Lyndon B. Johnson Ranch und kurz in Fredericksburg

Wir verlassen also die Muleshoe Bend Recreation Area. Der „Enchanted Rock“ läge halbwegs auf dem Weg nach Fredericksburg. Nicht direkt auf dem Weg, sondern so 35 Meilen nördlich, wenn wir die Strecke umlegen, wären es so 25 Minuten Umweg. Wir lesen jedoch im Reiseführer, dass man früh vor Ort sein sollte, denn der Parkplatz hat nur eine geringe Kapazität. Es ist Osterwochenende und mittlerweile Mittag, also nicht wirklich früh. Außerdem hat Trolleira wieder den ganzen Morgen gehustet, bekommt nicht wirklich viel Luft und würde den Felsen sowieso nicht besteigen können. Also beschließen wir, den Rock auszulassen, und tippen Fredericksburg ins Navi.

Auf dem – nun direkten – Weg dorthin fahren wir an Präsident Lyndon B. Johnsons Ranch (Lyndon B. Johnson State Park & Historic Site) in Stonewall vorbei und beschließen diese zu besichtigen.



Lyndon B. Johnson war der 36. Präsident der Vereinigten Staaten. Er war Vizepräsident unter John F. Kennedy und wurde am Tag von Kennedys Ermordung im November 1963 zum Präsidenten ernannt. Er blieb bis 1969 Präsident der USA. Der große negative Aspekt, der immer mit Johnsons Präsidentschaft verbunden bleibt ist die Eskalation der USA im Vietnamkrieg.

Für unseren Besuch interessant war jedoch der Fakt, dass er auf seiner Ranch in Texas im Prinzip ein zweites Weißes Haus einrichtete, auch texanisches Weißes Haus genannt, wo er einen großen Teil seiner Amtszeit als Präsident verbrachte und wo er auch Staatsgäste empfing. Interessant ist das Büro in dem Wohnhaus, mit dem Schreibtisch des Präsidenten, Schreibtisch für eine Sekretärin, mit verschiedenen Staatsgeschenken. Es sind auch große Ventilatoren installiert, da in dieser Zeit in den Büros ja noch geraucht wurde. Man kann sich richtig vorstellen, wie in dem kleinen Zimmerchen 2 oder 3 Männer Zigarre rauchend zusammensaßen und die Geschicke der Welt von dort aus lenkten. Auch eine kurze Startbahn und die damalige Airforce 1 sind dort ausgestellt.

Seine Frau Lady Bird lebte noch bis zu ihrem Tode 2007 auf der Ranch, erst danach wurde die Ranch in ein Museum umgewandelt, wobei dort auch nach wie vor Farmwirtschaft betrieben wird.

Witzig und etwas skurril ist auch die Namensgebung der Familienmitglieder der Familie Johnson. Der Präsident Lyndon Baines, die Frau, Kosename Lady Bird (schon als Kind erhalten), die Töchter Lynda Bird und Luci Baines.

Der Besucht der LBJ Ranch war sehr informativ und hat uns überraschend gut gefallen. Im Wohnhaus und auch Amtshaus durfte leider nicht fotografiert werden.
Deshalb nur einige Fotos von aussen:

Von Stonewall geht es weiter nach Fredericksburg.


Wir besichtigen das Vereins Kirche Museum und die hinter dem Museum errichtete Statue des Meusebach-Comanche-Treaty, der Friedensvertrag zwischen Deutschen und Comanchen, der festlegte, dass Deutsche im Indianerland siedeln und die Indianer die deutschen Dörfer besuchen durften. Angeblich der einzige Vertrag mit Indianern, der nie gebrochen wurde.



Nun haben wir aber Lust auf Kaffee und Kuchen oder so etwas, wir sind ja schließlich in deutschem Siedlungsgebiet. Auf dem Weg zum Café laufen wir an einem Geldautomaten vorbei und beschließen, unsere Bargeldbestände aufstocken. Ich sehe in meine Geldbeutel aber die EC Karte ist nicht drin, Mist, die ist im Auto. Trolleira hat ihre auch nicht im Geldbeutel, die muss im Auto sein. Mist – wir haben ALLES, einen Teil der Kreditkarten/EC Karten, Geld, Pässe, Kindle etc. in Austin im Hotelsafe gelassen! Die Lust auf weitere Besichtigungen in Fredericksburg und auf die Weiterfahrt nach Luckenbach ist uns gründlich vergangen.

Ein Gedanke zu „Texas 3. Tag Samstag, 31.03.2018: Die Lyndon B. Johnson Ranch und kurz in Fredericksburg

  1. Oh ja, das war ein Schreck, als uns eingefallen ist, wo sich die ganzen Sachen befinden! Mann, Mann, Mann….

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