Sonntag, 11.08.2019: General Grant Grove – zum etwas kleineren, aber immer noch erstaunlich grossen Riesenmammutbaum!

Um 5:30 Uhr wache ich auf und tippe Reisebericht in mein Handy. Damit wir uns auch noch Wochen später daran erinnern, was wir im Detail erlebten und zum Abendessen hatten. Wir haben nur 4 Stunden Zeitverschiebung zwischen Brasilien und Kalifornien, der Jetlag hält sich somit einigermassen in Grenzen. Um sieben Uhr ist es dann tatsächlich Zeit zum Aufstehen und ich denke mir noch, kurz darauf könnten wir auch losfahren. Aber erst müssen wir noch unsere Reisetaschen organisieren was zirca 1 Stunde dauert. Darum haben wir ja auch am Vorabend ALLES mit hoch ins Zimmer geschleppt. Das kann ich als Mann nie nachvollziehen. Der frühe Vogel fängt den Wurm, denke ich mir, also aufwachen, aufstehen, Zähne putzen, anziehen und los. Das Zeug liegt doch gut, egal in welcher Tasche. Um 8:15 Uhr kommen wir schließlich los, die Reisetaschen – ja, das Gepäck wurde nun auf zwei Taschen verteilt – und der nun quasi leere Koffer sind zur Verladung bereit.

Noch ein Blick auf unsere Lodge:

Auch diese Rampe musste das Gepäck hoch und dann in den ersten Stock!

Wir fahren nach Norden, heute wollen wir als erstes in die Grant Grove, endlich mal grosse Bäume ansehen ;).

Kurz nachdem wir in den Generals Highway einbiegen mache ich eine Vollbremsung und Trolleira, die noch die Tagesunterlagen organisiert, wird quasi in den Gurt katapultiert! Direkt vor uns läuft quer über die Straße ein Schwarzbär. Ich reisse die Kamera hoch und gerade noch schaffe ich es, zwei Fotos zu machen. Leider bringe ich in der Hektik nur unscharfe Bilder zustande und schnell verschwindet der Bär hinter den Bäumen.

Wir versuchen noch, in die Seitenstrasse einzubiegen, aber der Bär ist schon im Gebüsch und ausser Sichtweite. Toll war es trotzdem, hier hätten wir nicht mit einem Bären gerechnet. „Tja“ meint Trolleira „der frühe Vogel fängt den Wurm, aber der späte sieht den Bären“. Da hat sie auch wieder Recht. Ausnahmsweise.

Kurz vor 9:00 Uhr kommen wir in der General Grant Grove an. Noch ist wenig los, im Vergleich zum Sherman Tree gestern nachmittag. Wir laufen die Runde um den zweitgrössten lebenden Baum der Erde. Es gibt sehr viele Sequoias in diesem Bereich, sehr viele und sehr große.

The Fallen Monarch (Beeindruckende Namen vergeben können sie, die Amerikaner!)

Auch abgeschnittene Bäume, bzw. deren Stümpfe werden ausführlich erklärt. Dieser hier wurde 1875 abgeschnitten und in den Osten geschickt, weil die Leute im Osten nicht glaubten, dass es solch grosse Bäume geben kann. Auf dem Schild wird der Baum als Hoax beschrieben, heute würde man wohl „Fake News“ sagen.

Schliesslich erreichen wir den General Grant Tree. Mit 81,5 Metern Höhe und 1.320 m³ Volumen der zweitgrösste Baum der Welt.

Der kurze Loop um den General Grant Tree ist cool, da man auch schön an eine Seite kommt die von einem Feuer angebrannt wurde, die Fire Scar. Obwohl der Grant Tree Loop superschön ist, scheint hier der Andrang wesentlich geringer zu sein als am Sherman Tree.

Es gibt auch einen hohlen Baumstamm, durch den man den Rundweg abkürzen könnte.

Nach etwas mehr als 30 Minuten sind wir wieder am Parkplatz. Es ist immer früh am morgen (weil der frühe Vogel ja immer so früh los muss) und unser Pflichtprogramm für heute ist erfüllt. Kommen wir also zur Kür, nämlich die Fahrt tief hinein in den Kings Canyon.

3 Gedanken zu „Sonntag, 11.08.2019: General Grant Grove – zum etwas kleineren, aber immer noch erstaunlich grossen Riesenmammutbaum!

  1. „. „Tja“ meint Trolleira „der frühe Vogel fängt den Wurm, aber der späte sieht den Bären“. Da hat sie auch wieder Recht. Ausnahmsweise.“
    Hihi! Endlich mal Recht gehabt!!!
    Und das Umpacken macht Sinn, wenn man dann die nächstenmale weniger schleppen muss!

  2. Nun gut, der Bär gibt Dir Recht! Aber der frühe Vogel kann eben nicht länger schlafen und braucht Abenteuer.

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