Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 2

Heute soll uns der Weg in Richtung Küste führen, aber zunächst stehen die Sol Duc Falls auf dem Programm. Frühstück in Granny’s Cafe gibt es ab 9 Uhr, aber wir sind auch im Urlaub relative Frühaufsteher (vor allem ich …).

Als erstes mach ich ein paar Fotos von der Morgenstimmung, es sieht alls noch so frisch aus!

So packen wir zeitig und nach altbekanntem Schema die Taschen ins Auto und los geht es!

Vorbei am Lake Crescent und nach nur etwa 16 Meilen biegt nach links die Stichstraße in Richtung Sol Duc Falls ab.

Witzig ist, dass je nach Schild der Ort einmal Sol Duc, aber auch Soleduck geschrieben wird.

Und sehen das erste Wildlife am Strassenrand!

Wir kommen zur Schranke des Parks, Pass vorzeigen, weiter geht’s. Der Parkplatz bei den Sol Duc Falls ist noch ziemlich leer um diese Uhrzeit.

Heute wird es Zeit, dass die neuen Wanderschuhe eingeweiht werden. Da es noch recht frisch ist, sind wir mit langen Hosen unterwegs und ich überlege, ob ich nicht sogar eine Jacke mitnehmen soll. Aber es wird sicher schnell wärmer und ein Hemd muss es solange auch tun.

Ein schöner, nicht allzu langer Spaziergang, erst etwas nach unten aber danach recht flach, kein Problem. Immer wieder diese Flechten, spanisch Moss. Es ist schön und wir sind noch fast alleine unterwegs.

Wir kommen an einen Bach der fotografiert werden will und nicht allzu viel später sind wir an den Fällen. Nicht sehr spektakulär aber nett anzusehen.

Ich laufen noch einige Pfade entlang, um zu sehen ob es hier noch etwas zu entdecken gibt, aber das war wohl alles. Alle Pfade die wegführen sind Teil eines weiterführenden Wanderwegenetzes.

Somit kehren wir nach kurzer Foto und Trinkpause auch schon wieder um, etwa 25 Minuten dauert die Wanderung in jede Richtung, und auf dem Rückweg kommen uns nun schon mehr Leute entgegen als am Morgen.

Wieder am Auto angekommen ist es dann auch Zeit in eine kurze Hose zu wechseln. Wie gut, dass ich mich zuvor gegen eine Jacke entschieden hatte.

Nun aber Frühstück. Wir halten am Wild Bear Café und bekommen leckere Pancakes und Kaffee!

Frisch gestärkt kann es jetzt weitergehen in Richtung Forks!

 

Nun können wir wieder losfahren, „endlich“ nach La Push, die Strände sind das worauf wir uns hier am meisten gefreut hatten!

Zuerst halten wir noch kurz vor Forks am Misty Valley Inn, unserem B&B für heute Nacht. Es ist aber noch zu und wir klopfen und suchen, ob jemand zuhause ist. Wir finden jemand, Reinigungspersonal? Die Auskunft ist, wir sollten um 4 pm wieder kommen, auch Koffer abstellen sei jetzt schlecht. Naja, wir wollten ungern alles am Strand im Auto haben, aber … was solls.

Also geht es weiter nach La Push. Wir sehen die Schilder für den Parkplatz von Beach 3 und dann Beach 2 aber man fängt halt mit Beach 1 an, oder?

Und wir sehen das Schild, dass hier keine Vampire mehr erlaubt sind, puh Glück gehabt, aber es ist wohl eh zu sonnig!

Der Beach 1 ist Nahe des Zentrums und schnell finden wir den Parkplatz und – sind überwältigt von den riesigen Baumstämmen die ausgebleicht am Strand liegen.

Wir laufen am Stand entlang und treffen eine amerikanische Touristin, die wir gleich wegen Tide Pools befragen. Sie rät uns zu Beach 2 für Tide Pools und dazu, den Tidenkalender im Visitor Center zu holen. Dann macht sie noch ein paar Fotos von uns und wir verabschieden uns.

Wir laufen noch ein Stück am Strand entlang und machen mehr Fotos. Danach geht es ins Visitor Center und die Tabelle ist schnell gefunden.

Um diese Abenteurgefährt beneiden wir die eben angekommene Truppe ein wenig!

Da Trolleira vom Strandlaufen jetzt wieder stärkere Schmerzen in der Hüfte hat, entscheiden wir erstmal nach Forks zu fahren und Forks zu besichtigen und im Hotel einzuchecken. Später und dann zur Ebbe wieder zurückzukommen (so gegen 6 pm), zum Sonnenuntergang um 8 pm wollten wir ja am Rialto Beach sein.

Es sind 15 Meilen von LA Push nach Forks, etwa 25 Minuten, da die Strecke recht kurvig ist. Und wir erkunden Forks – aber was? Wir halten im Supermarkt, den Forks Outfitters. Am Ende fahren wir dann einmal die Hauptstraße rauf und einmal runter und haben alles gesehen, zumindest nach unserer Meinung. Auch Trolleira, die ja extra nach Forks wollte hat ausreichend gesehen, es ist aber immer noch viel zu früh um im B&B einzuchecken.

Jetzt sind wir also mit Forks eigentlich durch, es ist aber immer noch viel zu früh – kurz nach 14 Uhr – um im B&B einzuchecken. Was also tun? An den Second Beach wollen wir heute Abend zu den Tide Pools und so entschliessen wir uns, nun den Rialto Beach zu erkunden.

So fahren wir wieder in Richtung Strand, gut dass das nur 15 Meilen sind. Wieder etwa 10 Meilen in Richtung La Push und dann biegen wir rechts ab auf die Mora Road.

Die Strasse führt entlang des Quillalute River und schon ein Stück vor dem Erreichen des Strands sieht man wieder das Treibholz, das sich zu wahren Türmen aufbaut!

Bei Rialto Beach muss man vom Parkplatz erstmal den Rand der Dünen (ich nenne es jetzt mal so) überwinden und durch die Baum-Monster durch zum Strand.

Es ist einmalig schön. Am Strand nach rechts geht es zum Hole in the Wall und da wir sonst nichts zu tun haben, schlendern wir am Strand entlang …

Die Wellen sind hier deutlich höher und stärker als in La Push am First Beach:

Wir wandern weiter und bewundern das Treibholz. Etwas vorsichtig und immer mit dem Gedanken im Kopf, dass wir ja den Weg am Strand auch wieder zurücklaufen müssen.

Wir erreichen diese beiden Felsspitzen (haben die einen Namen?) und sehen rechts daneben das bekannte Hole in the Wall.
Ein anderer Tourist weist uns auf die Spitze des Felsen hin, ah ja – ein Weisskopfseeadler sitzt dort oben.

Das ist das Limit mit meiner SONY RX III, gut dass Trolleira diesmal die SLR mit dabei hat. Tagelang haben wir sie im Auto gelassen, weil sie zu schwer war, gerade zum richtigen Zeitpunkt wurde sie wieder ausgepackt.

Dort sitzt noch ein zweiter Adler auf dem anderen Felsen:

Leider ist das Wasser noch zu hoch um durch das Hole in the Wall auf die andere Seite zu gelangen – eigentlich. Ich balanciere von Stein zu Stein und die Wellen schwappen sehr gefährlich nahe … bis ein Welle über den Stein schwappt und meine Turnschuhe und Socken unter Wasser setzt.

O.k., nass, jetzt kann ich auch ganz ungeniert durchs Wasser zum Hole waten.

Auf der anderen Seite sehe ich schon einige Tidepools, aber das Wasser ist noch zu hoch.

Da es noch fast zwei Stunden bis zur Ebbe sind, wate ich wieder zurück zur anderen Seite, wo Trolleira schon auf mich wartet. Es würde noch etwa zwei Stunden dauern bis Ebbe ist und die Tide Pools richtig gut zu sehen sind. Das ist uns zu lange und wir laufen die 1,5 Meilen zurück zum Parkplatz.

Es zieht schon Nebel auf, als wir zurück zum Parkplatz kommen.

Jetzt ist Trolleira echt erschöpft und an den Second Beach ist nicht zu denken. Also nun, zurück nach Forks und einchecken, 16 Uhr ist vorbei und das B&B wird nun wohl auch offen sein.