Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 4

Kurz nach Mittag erreichen wir Ruby Beach. Der Parkplatz zu Ruby Beach ist relativ weit oberhalb des eigentlichen Strandes und ein kleiner Weg führt in Serpentinen nach unten.

Die Menge an Treibholz, die sich dort gesammelt hat ist unglaublich. Es ist auch gar nicht so einfach zum Strand zu kommen, man muss über einige der angeschwemmten Riesen klettern. Da habe ich mit meinen Badelatschen natürlich das am besten geeignete Schuhwerk aber nochmal nach oben zum Auto laufen, will ich auch nicht.

Eine Zeit lang sitzen wir einfach zwischen den Steinen und Bäumen und genießen die Stimmung und die Sonne.

Dann nach einigen Fotos geht es wieder hoch zum Auto und ein letzter Blick hinunter auf Ruby Beach:

Wir müssen uns allmählich einen Picknick Platz suchen, es ist schon fast 13 Uhr und damit an der Zeit für eine kleine Stärkung. Am Kalaloch Beach 4 fahren wir auf den Parkplatz und breiten uns auf einem der Picknick Tische aus. Auch hier geht es ziemlich weit runter bis an den Strand.

Wir beschliessen, nicht nach unten zu laufen, sondern dies erst heute Abend zu tun, wenn wir die Tide Pools sehen können. Damit wir nicht wieder in der Zeit irren halten wir an der Kalaloch Ranger Station und holen uns eine Tide Tabelle. Ok, um 7:20 pm ist low tide.

Noch ein Tankstop im Queets Trading Post und dann fahren wir zu unserer heutigen Unterkunft, dem Quinault River Inn, welches ca 35 Meilen vom Beach 4 entfernt ist. Auch diese 35 Meilen werden wir heute Abend ein zweites Mal zurück fahren.

Die Zimmer im Quinault River Inn sind sauber, nett und deutlich billiger als in der Lake Quinault Lodge.

 

Wir haben noch Zeit, nach dem wir im Quinault River Inn eingecheckt haben.
Die Besitzerin des Inns gibt uns ein paar Tipps für Wanderungen und wir entscheiden uns für den kurzen Gatton Creek Trail.

Der Weg ist kurz aber am Anfang steil, trotzdem macht er Spass, wir müssen halt langsam gehen.

Nach dem Wanderweg führt uns eine Forststrasse zurück zum Parkplatz. An beiden Seiten wachsen Brombeeren dick am Strauch.

Die Forststrasse führt uns zurück zum Parkplatz.

Und wir fahren wieder in unser Inn

Auch hier gibt es Brombeersträucher am Fluss:

Es ist mittlerweile 17:30, an der Zeit zurück zu Beach 4 zu fahren, oder wir verpassen die Tide Pools wieder. Also, los geht’s!

 

Um 17:30 fahren wir also wieder zurück an die Kalaloch Beaches. Wie uns die Rangerin erklärte sind die besten Tide Pools am Beach 4 gleich am Abgang zum Strand rechts oder an Ruby Beach und dann ein Stück am Strand nach links gehen.

Das „gleich am Abgang rechts“ hat uns überzeugt, also halten wir an dem Parkplatz, wo wir heute Mittag schon unser Picknick abhielten. Es geht steil hinunter an den Strand, ein kurzer Steg führt uns hinunter zum Sand.

Nebel kommt langsam auf …

Es ist noch nicht der Tiefststand erreicht, aber die Tidepools formen sich bereits und Seeanemonen, Muscheln und Schnecken sind in Massen in den Pools.

Achtung: viele Fotos!!

Wenn das Wasser sinkt und es trocken wird bei den Anemonen, dann verschließen sie sich fast zu Kugeln, unter Wasser sind sie offen und zeigen ihre Pracht.

Wenn man einen Moment stehenbleibt und schaut und sucht – dann findet man plötzlich auch Seesterne, herrlich. Immer mehr zeigen sich, beziehungsweise das Auge findet sie.

Wir bleiben über ein Stunde an den Tidepools, fast alleine mit dem Seegetier.

Langsam wird es Zeit aufzubrechen.

 

Werden so die Steine produziert?

Eine einsame Wandererin

Ein letzter Blick

Aber wir werden nicht im Salmon House zu Abend zu essen, wie uns von der Dame im Quinault River Inn geraten wurde (bestes Preis-Leistungsverhältnis und sehr gute Küche) sondern der Kalaloch Lodge einen Besuch abzustatten.

Die Sonne geht unter und es ist traumhaft.

Und lässt die Kalaloch Lodge erstrahlen

Mit etwas nettem Zureden der Bedienung in der Lodge ergattern wir einen tollen Platz, direkt am Fenster des Restaurants mit Blick auf den Sunset!

Es gibt Clam Chowder für mich, Knochenmark für Trolleira und dann Fish und Chips für beide.

Die Fish und Chips sind gut, nicht spektakulär, aber der Ausblick vom Restaurant ist unbezahlbar!

Es ist bereits dunkel, wenn wir im Mondschein zurück zum Quinault River Inn fahren.