Moglu on the ROAD (6. Teil) – von Stralsund nach Lübeck

Da gab es ja nun einiges zu sehen in Stralsund und auf der Insel Rügen. Auf jeden Fall ist die Ostsee eine Reise wert, auch wenn die Wassertemperaturen natürlich nicht mit Brasilien mithalten können!

Und gleich morgens geht es los, klar nach ausschlafen, frühstücken und packen – nur kein Stress. Von Stralsund aus fahren wir wieder direkt ans Wasser und zwar zur Halbinsel Fischland-Darß-ZingstIMG_4373

Diese Landschaft gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ist noch ziemlich naturbelassen und unberührt. Dazu hatten wir  wieder einmal fantastisches Wetter – tja wenn Engel und Moglus reisen …

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Auf der Halbinsel liegt auch das Städtchen Prerow, in dem sich eine Seemannskirche aus dem 18. Jahrhundert befindet. Die Kirche wurde 1726-1728 erbaut, ursprünglich als Fachwerkgebäude, später jedoch in eine Backsteinkirche umgebaut. In ihrem Inneren befinden sich zahlreiche Schiffsmodelle – Votifschiffe, die zum Dank der Errettung aus Seenot gestiftet wurden.
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In Darß am Strand soll es ja auch Bernstein geben. Wir sind ein Stück am Strand entlang gewandert, haben aber leider nichts gefunden. Ähm, habe ich schon erwähnt das Moglus angeblich nicht sehr geduldig sind? Und sieht es hier so aus als könnte man Bernstein finden?
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Stattdessen fanden wir Ferienanlagen, Campingplätze, sah toll aus, stelle ich mir aber ziemlich sandig vor! Für uns geht es nun aber weiter über Dierhagen, wo wir zum Mittagessen im Restaurant Der Störtebecker einkehren. Es war ausgezeichnet, Matjes, lecker!

Von Dierhagen, frisch gestärkt, geht es nun 50 Kilometer der Strasse entlang bis zum Ostseebad Heiligendamm. Heiligendamm ist der älteste Seebadeort Deutschlands und wurde 1793 gegründet. 2007 fand hier der G8 Gipfel statt, Angie hat eingeladen. Ein Teil des früheren Ostseebades ist nun ein Luxushotel – Grand Hotel Heiligendamm, schön renoviert aber nicht zugänglich. Das 2003 eröffnete Grand Hotel meldete 2012 schon wieder Insolvenz an und wird seit Juli 2013 von einem Einzelinvestor fortbetrieben.
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Viele andere Villen, die sogenannte Perlenkette, ebenfalls direkt am Meer gelegen sind noch ziemlich verfallen und suchen reiche Investoren, die ihnen mit viel Geld den Glanz alter Zeiten zurückgeben. Wer also eine Million oder mehr zuf Verfügung hat, kann sich eine dieser renovierungsbedürftigen Villen aneignen oder auch eine Wohnung in einer bereits renovierten Anlage.
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Uns erschienen die Villen zwar herrlich von der Gestaltung und Seelage, die gesamte Anlage liegt jedoch abgelegen und man fühlt sich eher wie in einer Ghost-Town als in einer quirligen Ferienanlage.

Nun aber ab nach Lübeck! Gegen 18 Uhr kommen wir in der Hansestadt an und fahren gleich um das Holstentor, um zu unserem in der Innenstadt gelegenen Hotel zu gelangen.
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Eine kleine Stadttour machen wir noch, wir wollen ja heute bereits erste Eindrücke gewinnen und auch ein nettes Lokal zum Abendessen finden. Griechisch schlagen wir (heute noch) aus, spanisch und italienisch ebenso bis wir schliesslich eine österreichische Einrichtung finden: Und ich sag Euch was: Wir haben einen richtigen Geheimtipp entdeckt! In Zeppelzauers Wiener Salon laben wir uns an Fiakergulasch und Wiener Schnitzel, dazu ein leckeres Stieglbier! Begleitet von Geschichten und Smalltalk mit Zeppelzauer himself – typisch Lübeck halt, würde ich sagen :)

So, jetzt aber in die Moglu-heia – morgen müssen wir die Standt erkunden!

 

 

Moglu on the ROAD (5. Teil) – Rügen: Bäder, Baumwipfel und Kreidefelsen

Los geht’s! Rügen wartet auf uns!

Gleich nach dem Frühstück geht es los. Auto aus der Tiefgarage holen und ab zur Rügenbrücke. Die größte deutsche Insel ist durch diese Brücke, die den sogenannten Strelasund – einen Meeresarm –  überspannt, mit Stralsund verbunden, so dass die Anfahrt mittlerweile unproblematisch ist.
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Rügen ist 52km lang und 46 km breit, für ein schnelles Kennenlernen der wichtigesten Sehenswürdigkeiten muss man mindestens einen Tag einplanen und soviel Zeit haben wir uns auch reserviert. Als erstes fallen uns die Alleenstrassen auf, die die ganze Insel durchziehen:
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Unser Ziel ist das Ostseebad Sellin. Die Wilhelmstrasse mit ihrer Bäderarchitektur:
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Herrliche weisse Prunkbauten führen bis an die Steilküste, von wo man einen Überblick auf die Seebrücke hat:
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Weiter geht es zum nächsten Ostseebad: Binz. Bedrohlich hängen die Wolken am Himmel, später regnet es und eine weitere Stunde danach wieder wunderbaren Sonnenschein, als ob es nie geregnet hätte.
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Von Binz aus geht es weiter zum Baumwipfelpfad auf Rügen:
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Bevor es am Abend zurück nach Stralsund geht, statten wir noch den berühmten Kreidefelsen einen Besuch ab:
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Zurück in Stralsund begleitet uns der Vollmond bei unserem Abendessen auf dem Stadtplatz:
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Wieder ist ein herrlicher Tag zu Ende und wieder hatten wir tolle Erlebnisse. So kann es weiter gehen!

 

 

Moglu on the ROAD (4. Teil) – die Hansetour kann beginnen!

Hansetour? Ja, gleich nach dem Frühstück bei der Frau Nachbarin machen wir uns auf den Weg.

Ziel unserer Odyssee ist die Erkundung der Hanse! Die Hanse war eine Vereinigung niederländischer Kaufleute von Mitte des 12. JH bis Mitte des 17.JH, mit dem Ziel der Sicherheit bei der Seefahrt und der gemeinsamen Vertretung wirtschaftlicher Interessen. Der Hanseverbund war lose, es gab Zeiten, zu denen bis zu 200 Städte dem Hansebund angehörten. Darunter waren Stralsund, Lübeck, Bemen und Hamburg und genau diese Städte sind unsere nächsten Ziele.

Los geht es heute in Richtung Stralsund, und es schüttet erst einmal richtig, als wir auf der Autobahn unterwegs sind:
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Regen bis rund um Berlin, aber es klart auf, je weiter wir uns Stralsund nähern. Als wir in der Stadt ankommen ist von Regenkeine Spur mehr zu sehen, allerdings machen uns ein paar gesperrte Strassen und Baustellen im Einbahnstrassengewirr kopfzerbrechen.

Im Altstadthotel Peiss haben wir reserviert und checken als erstes dort ein. Wir beireiten uns im Zimmer aus, alle Gadgets zum aufladen auf die Steckdosen verteilt, dann ist ja gut! Anschliessend brechen wir wieder auf, die Stadt zu erkunden. Auf dem Weg durch die Fussgängerzone fällt uns dieses Café auf, in dem die Gäste wie in Cocoons von der Decke hängend sitzen:
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Wir erreichen den Hafen, und der erste Blick dort fällt sofot auf die Gorch Fock! Das Schulschiff liegt in Stralsund seit 2003 vor Anker, wenn es nicht auf den Meeren unterwegs ist.
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Unser Interesse gehört jedoch etwas anderem. Es ist ja bereits Nachmittag und das Mittagessen ist durch die Anreise ausgefallen. Überall am Hafen gibt es kleine Restaurants und Fischbrötchenstände:
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Mhhh – lecker! Shrimpbrötchen, Krabbenbrötchen waren leider aus!
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Zurück durch die Altstadt von Stralsund laufen wir in Richtung des Hotels. Die letzten Strahlen der Abendsonne tauchen die Kirche, die wir von unserem Zimmerfenser aus sehen können, in herrliches Licht:
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Am Abend gehen wir nochmal los, geniessen die Stadt und das rumlaufen. Als Moglu in Brasilien muss man ja immer aufpassen, wo man so rumläuft. Da ist ein herrlicher Sommerabend in Deutschland eine schöne Abwechslung. Abendrot im Hafen –
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und Matjes auf Bratkartoffel :-)
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Im dunklen Hafen besuchen wir noch einmal die Gorch Fock, bevor es auf einen Absacker noch in eine Hafenspelunke mit Lifemusik geht. Das war ein schöner erster Tag unserer Hansetour.
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Jetzt aber zurück ins Hotel, Moglu braucht Ruhe, bevor es am nächsten Tag auf nach Rügen geht.