Texas 4. Tag Sonntag, 01.04.2018: San Antonio – Old Town

Am westlichen Ende des Riverwalks kommen wir also wieder auf Normallevel der Stadt. Wir überqueren den River auf dem Kallison Walk, einem kleinen Steg und stehen vor dem Courthouse, einem auffälligen, in rotem Backstein errichteten Gebäude.

Schräg gegenüber liegt die San Fernando Kathedrale, an deren Mauern jedes Wochenende eine Lasershow projeziert wird. Die richtigen Tage haben wir erwischt, aber das ganze findet logischerweise erst statt, wenn es dunkel ist.

 Wir gehen jetzt weiter entlang der „Dolorosa“ Strasse zum Historic Market Square, wo ein mexikanischer Markt stattfindet. Es ist nun bereits 16 Uhr (Sonntag) und die Markthalle hat geschlossen, nur auf der Straße ist immer noch die Hölle los.

Gegenüber ist eine Wells Fargo Bank, wo wir nun wirklich unsere Bargeldbestände aufstocken. Diesmal haben wir auch die richtige Karte dabei!

Die Lasershow wollen wir jetzt zumindest nicht abwarten, wir sind mittlerweile ziemlich müde und entscheiden uns zum Hotel zu fahren und nicht bis um 20 Uhr hier zu warten. Unterwegs fragen wir einen Polizisten, wie der nun schon sehr stockende Verkehr am Abend sein wird und er rät uns eigentlich ab, am Abend noch einmal ins Zentrum zu kommen.

Die knappe Meile zurück zum Parkplatz laufen wir jetzt nicht mehr den Riverwalk entlang, sondern über die Commerce Street durch das alte Zentrum. Es ist etwas heruntergekommen, aber man merkt an vielen Stellen, dass hier das „wahre“ Leben stattfindet.

Ob in diesem Chinarestaurant nur wegen Ostern zu ist oder für immer, das ist die Frage.

Vieles ist geschlossen, wir fragen uns ob permanent, ob ab Montag hier wieder das Leben pulsiert. An diesem Imbissstand herrscht jedenfalls auch heute grosser Andrang!

Wir überqueren noch einmal den Riverwalk und werfen einen Blick nach unten. Klar, dass gerade wieder ein Bötchen vorbeifährt.

Zurück im Hotel kommen wir gerade richtig zur Happy Hour. Es gibt Drinks, Bier und Snacks auf Kosten des Hauses. Wir holen uns Bud light und Goose IPA, sowie Doritos und Salsa und sichten unsere Fotos und den Reiseführer. Da wir beide ein paar Bierchen trinken, wollen wir sowieso nicht mehr ins Zentrum fahren.

Abendessen kann man durch Doritos auch substituieren also gehen wir danach aufs Zimmer und sehen noch eine Runde US Fernsehen.

Wir sind froh, dass wir morgen aus der Sadt kommen und uns auf machen zum ersten Park dieses Urlaubs. Aber dazu müssen wir wieder Meilen machen, auch wenn wir vor dem Big Bend Nationalpark noch einen Übernachtung eingeplant haben.

Texas 4. Tag Sonntag, 01.04.2018: San Antonio – The Alamo und Riverwalk

Für uns war nun Zeit zum Mittagessen und wir fuhren Richtung Zentrum von San Antonio. Wir suchen uns einen zentralen Parkplatz, nicht einfach, da durch die Basketballspiele im Alamodome viele Straßen gesperrt sind. Aber schliesslich stehen wir extrem zentral auf dem Alamo Parking, Parkgebühr immerhin $25, da darf es dann auch zentral sein. Wir stecken die Kreditkarte in den Automaten, geben dann bei dem Automaten wie bei einem alten Handy mit SMS Tastendruck-Systematik das Kennzeichen unseres Wagens ein und bekommen eine Quittung, die wir gut sichtbar ins Auto legen.

Gleich ums Eck des Parkplatzes kommen wir auf die Alamo Plaza:

Infotafeln erklären den geschichtlichen Hintergrund des Alamo, der fünften Mission in San Antonio. Im mexikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde die Mission zum Fort ausgebaut und 1836 mit rund 200 Mann vor den Mexikanern verteidigt. Unter den Verteidigern war unter anderem William Travis, Jim Bowie und Davy Crockett. Letzendlich fiel das Fort zwar am 6. März 1836, am 2. März hatte jedoch Texas bereits seine Unabhängigkeit von Mexiko erklärt. Drei Wochen später gelang den Texanern die kriegsentscheidende Schlacht gegen Mexiko. „Remember the Alamo“ war damals der Schlachtruf, der bei den Amerikanern bis heute für Mut und Opferbereitschaft für die Freiheit steht. So zumindest erklärt es Wikipedia.

Auf der Alamo Plaza steht auch der/das Alamo Cenotaph, eine Skulptur, die der damals Gefallenen erinnert.

Nun aber los. Die Schlange, um ins Innere des Alamo mit dem Museum zu kommen ist lange, aber das müssen wir uns heute nicht antun.

Wir sehen uns die Gärten an, der Riesenbaum und der Kaktus gefallen mir.

 Es wird eine Schiessvorführung gezeigt, bei der erklärt wird, wie früher die Vorderlader funktionierten.

Wir haben für heute genügend altes Gemäuer gesehen und gehen in Richtung Riverwalk. Auf der Alamo Plaza läuft gerade eine Live Übertragung von CBS Sports (wegen des Basketballturniers, was sonst). Sie haben dort ein riesengroßes Sendestudio aufgebaut. Natürlich ist es überall extrem voll.

Wir erreichen den Riverwalk beim Abgang Crockett Street, also ziemlich zentral.

Ich war etwas geschockt, aber Trolleira meinte, sie hätte genau das erwartet. Es kommt mir mehr vor wie Disneyland als ein Stadtzentrum. Eine zugegebenermaßen schöne Promenade an beiden Seiten des San Antonio Rivers, daneben nur Restaurants – üblicherweise der großen Ketten wie Hard Rock Café, Rainforest Café usw – später auch ein paar Shops.

Die Boote mit den Touristen, die pausenlos den kleinen Kanal entlang schippern, verstärken den Disneyeindruck noch mit Nachdruck!

Ein künstlich geschaffener Erholungspark, also gar nicht meine Welt, aber das ist eben Geschmacksache. Da Trolleira mittlerweile ziemlich Hunger hat suchen wir einen Platz zum Essen, was nicht so einfach ist. Fast alle Lokale sind brechend voll und haben Wartezeiten von mindestens 30 Minuten, um einen Platz zu ergattern. Schließlich finden wir einen freien Tisch in Restaurant Paesanos und essen dort zu Mittag. Auberginen a Parmegiano mit Spaghetti und Tomatensoße und einen Salat (Spinat und Cranberries).

Das Ganze war überraschenderweise ziemlich gut, das hätte ich an so einem Touristenort nicht unbedingt erwartet! Wir gehen nun satt und zufrieden den Riverwalk entlang, je weiter man sich von der Alamo Street entfernt desto weniger wird der Trubel und die Menschenmengen.


Eine Skulptur vor dem Briscoe Western Art Museum

Und wieder die Touristenboote:

Wir verlassen den Riverwalk und gehen nun – wieder ein Level höher – durch die Innenstadt.

Texas 3. Tag Samstag, 31.03.2018: Bluebonnets rund um Austin

Fahren wir wieder ein Stückchen weiter?

Im Hotel war das Frühstück inbegriffen und das genießen wir so richtig. Es gibt richtig guten Kaffee und ein Büffet, inklusive frischer Omlett Zubereitung. Ich bestelle mir ein Omelett, danach gibt es noch Bagel mit Cream Cheese, lecker!

So gegen 9 Uhr sind wir dann abfahrbereit und lassen unser Auto vorfahren. Die Koffer kommen in den Kofferraum, der nun schon deutlich voller ist, mit den zusätzlichen Taschen und der Eisbox.

Es hat laut Autothermometer 65 Grad Fahrenheit, angeblich rund 18 Grad Celsius, aber es kommt uns viel kälter vor. Für heute ist die Fahrt nach San Antonio geplant, aber nicht direkt, sondern mit Umweg zu den Bluebonnets und später Fredericksburg. Die Bluebonnets sind eine blaue Lupinenart und die texanische Staatsblume. So etwas gibt es, glaube ich nur in den Vereinigten Staaten, dass jeder Bundesstaat seine Staatsblume hat. Oder kennt jemand die Staatsblume von Deutschland? Aber egal, die Bluebonnet blüht auf jeden Fall normalerweise Ende März und April und es gibt immer im Internet Übersichten, wo man denn die schönsten Bluebonnets finden kann.

Favorit ist dabei immer die Region zwischen Dallas und Austin und um Austin herum. Wir verlassen also Austin in Richtung Spicewood und nehmen Kurs auf die Muleshoe Recreation Area. Bereits auf dem Weg zum Muleshoe Bend sehen wir ein schönes mit Bluebonnets bedecktes Feld.

(Achtung Bilderflut, wer eine Lupinenallergie hat, sollte jetzt die Seite verlassen)

Am Lake wird es dann richtig Blau, viele Wiesen sind mit den Bluebonnets übersät.

Danach reicht es uns eigentlich fürs erste mit den Blumen, wir wollen ja heute auch noch was anderes sehen. Wir entscheiden uns, von dort direkt nach Fredericksburg zu fahren.