Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 1

Vorgeplapper:

Bevor wir uns auf den Weg nach Mexiko machten holte ich mit natürlich viele Tipps aus den üblichen Foren im Internet, von Bekannten und, eigentlich recht wenig, aus Reiseführern. Vielen Dank schon einmal an alle, die mir wertvolle Tipps lieferten.

Hier eine kurze Zusammenfassung zu den wichtigesten Vorabthemen:

 

Mietwagen:

Das Mietauto buchten wir über billiger-mietwagen und dort über den Veranstalter Sunny Cars. Die Mietwagenfirma war dann am Ende „Enterprise“, alles etwas kompliziert mit den vielen Vermittlern und Buchungsseiten. Enterprise ist wohl die einzige Firma, die keinen Schalter direkt am Flughafen hat, anders als in den Unterlagen beschrieben. Aber ein Anruf hat die Sache erledigt und nach wenigen Minuten kam ein Shuttle, der uns zur Verleihstation, die schon in Richtung der Hotelmeile am Strand war, brachte.

Wir hatten sozusagen das „all inclusive super safe Paket gebucht“, etwas teurer, aber mit Garantie auf ein maximal 1 Jahr altes Auto und mit allen Versicherung inklusive. Erst bekamen wir ein Auto mit 36 Tausend KM gebracht, aber dann nachdem wir unseren Voucher mit dem Kommentar „max. 25 tausend KM“ zeigten wurde uns problemlos ein NEUES Auto mit gerade mal 24 km gebracht! Es war ein Chevrolet Aveo, absolut Basic in der Ausstattung aber Automatik und Klimaanlage hat funktioniert, was will man mehr. Als wir es zurückgaben hatten wir 1198 Km auf dem Tacho.

 

Tanken:

Wir beachteten die Grundregel, dass die Zapfsäule auf „Null“ war, wenn das Tanken los ging und dass auch mit der richtigen Säule getankt wird und dass unser Auto betankt wird. Dann gaben wir dem Tankwart  das Geld genau und haben es vorgezählt. Wir hatten nie Probleme mit irgendeinem Betrugsversuch. Einmal hatte eine Tankstelle kein Magna Benzin und wir tankten dann das etwa 10% teurere Premium. Da aber auch Mexikaner wieder weiterfuhren, da sie kein Magna bekamen, denke ich, dass das einfach so war, dass dort das billige Benzin alle war.

 

Polizeikontrolle:

Hatten wir kein einziges Mal in den 9 Tagen, obwohl in den Städten viel Polizei und Militär unterwegs war. Wir fühlten uns nie unsicher.

 

Geldwechseln:

Das war nicht einfach. An vielen Bankautomaten ging es nicht und einige Karten haben auch gar nicht funktioniert. Was bei uns dann ging war die Kombination der Postbank V-Pay Karte (obwohl die ja in Mexiko angeblich nicht funktioniert) und HSBC Bankautomaten. Abgehoben haben wir dann immer 3.000 Pesos, dazu kam eine Gebühr von etwa 25 Pesos. Wir bezahlten dann insgesamt mit allen Gebühren für 3.000 Pesos genau 138,05 Euro.

 

Und nun geht es los!

Tag 1: Ankunft in Cancun

Pünktlich um 4 Uhr morgens am 23.12. ging unser Flug ab in Sao Paulo. Das hieß für uns gab es dieses Jahr schon am 22.12. Bescherung, am Freitag abend, 2 Tage vor Heiligabend. Los nach Sao Paulo mussten wir um Mitternacht, also wurde der Wecker auf den Couchtisch neben das Sofa gestellt, verschlafen wollten wir den Flug nicht.

Etwas Gutes hat diese Abreisezeit: Wir kamen das erste Mal ohne Stau zum Flughafen Sao Paulo. Nicht etwa, dass die Strassen leer waren, aber es gab eben keinen Stau mehr.
Am Flughafen: Gähnende Leere. Schnell war eingescheckt und natürlich waren wir viel zu früh dran. Dank der Business Class Tickets durften wir in der Lounge warten, aber auch die war so richtig leer.

Der Flug war angenehm und ging schnell vorbei, in dne grossen und bequemen Sitze konnten wir sogar ein paar Stunden schlafen. Gegen 10 Uhr vormittags landeten wir in Panama City und aufgrund der Zeitverschiebung bekamen wir bereits kurz nach Mittag die ersten Blicke auf die Strände von Yucatan zu sehen.

Man kann es hier bereits ahnen. Quintana Roo, der Bundesstaat in dem Cancun liegt und auch Yucatan sind sehr sehr flach.

Bereits auf dem Weg in die „Hotel-Zone“ am Strand war deutlich, dass in Mexiko Polizei und auch Militär allgegenwärtig sind.

Als wir die Hotelzimmer buchten, alles über Booking, war bereits ziemlich viel ausgebucht. Ich kann nicht sagen, ob wir anders noch mehr bzw. bessere Hotels gefunden hätten, es war für uns so ok.

Die erste Nacht blieben wir in Cancun im Hotel NYX. Das Hotel ist relativ klein, liegt direkt am Strand und wir hatte eine Nacht mit all inklusive (ging nur so zu buchen).

Nun ja, ich habe es vorab vermutet, Cancun ist so gar nicht das was uns gefällt. Das kleinere Hotel NYX war noch so einigermaßen ok, aber wir sind eben keine Strandtypen.

Lieber schöne Naturlandschaften oder alte Kulturen und davon gab es in den folgenden Tagen noch einiges zu sehen.Das Zimmer war in einem neugebauten Teil des kleinen Hotels, nicht mit Meerblick, aber dafür groß und nagelneu – jedoch im 3. Stock ohne Aufzug, der sei gerade erst im Bau.

Die Aussicht nach hinten auf die Lagune war schön, leider aber auch an der Hauptstrasse gelegen.

Wir verbrachten etwas Zeit am Strand, dann im Restaurant am Strand mit Meerblick und anschließend noch ein Drink an der Poolbar.

Vor dem Abendessen wollten wir uns noch eine Stunde ins Zimmer legen, schließlich hatten wir ja in der Nacht kaum Schlaf, denn unser Flieger ging um 4 Uhr morgens los. Leider sind wir erst wieder um 23 Uhr aufgewacht, das war dann unser erster Tag Cancun.

 

Moglu auf Weihnachtsexpedition!

Der USA Urlaub ist noch nicht zu Ende erzählt, aber die Planung für die Weihnachtsexpedition laufen auf Höchsttouren? So ist es richtig!

Und wohin geht es zum Jahresende 2016?

Nun, zunächst nach Airuoca, in die Berge von Minas Gerais. Die Pousada (Gasthaus) wo wir bislang immer oben auf dem Berg waren gibt es leider nicht mehr. Ich hoffe aber, guten Ersatz gefunden zu haben.

Die zweite Station ist der Nationalpark Caparaó mit dem dritthöchsten Berg Brasiliens Pico da Bandeira. Mal sehen, ob wir trotz anhaltendem Regen in den letzten Tagen auch etwas zum Wandern kommen. Eigenlich ist dafür ja der Winter (Dezember ist in Brasilien Sommer) besser geeignet.

Weiter geht es in die Nähe von Belo Horizonte zum Instituto Inhotim, einem gross angelegten Freiluftkunstprojekt. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet!

Nun steht uns eine lange Strecke in Richtung Norden bevor bis nach Itacarambi, wo wir auf Höhlentour gehen werden. Der Nationalpark der „Cavernas do Peruaçu“ ist erst seit 2015 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Etwas westlich der Höhlen geht es in das Sertão, in die Steppe. Ebenfalls in einen Nationalpark, den man nur mit Führer besuchen und mit einem 4×4 Fahrzeug bereisen kann. Ich bin sehr neugierig, was wir alles im Nationalpark „Grande Sertao Veredas“ entdecken werden.

Das ist die bislang letzte geplante Station. Von dort im Norden von Minas Gerais geht es zurück nach Campinas. Ob, wie oft und wo wir auf dem Rückweg halten, steht noch in den Sternen.

Und wenn wir bis dahin tatsächlich unser Auto zugelassen und die Nummernschilder montiert bekommen, geht es auch wirklich am nächsten Dienstag los!

 

Moglu in den USA: Ost – West – Ost 2016

Vorwort

Endlich wieder USA! Das letzte Mal vor diesem Urlaub waren wir 2012 in den USA, auf einem Südwest Trip, den wir überwiegend auf „Dirtroads“ und vielen Nebenstrecken durchgeführt hatten. Ein Jahr zuvor in 2011 besuchten wir den Yellowstone NP und alles was so von Denver aus mit dem Yellowstone verbunden werden konnte.

Und nun also 2016: 20 Jahre nach unserer ersten großen Tour brechen wir wieder auf in die USA, zum sechsten Mal.

Die Trolleira, ist zur Zeit etwas schlecht zu Fuß unterwegs. Schmerzen in Hüfte und Rücken und einiges mehr. Somit wollten wir diesmal etwas weniger wandern und ich suchte schon vorab immer raus, welche Hikes vor allem in den Parks machbar sind. Wie und ob uns das gelang, dazu später.

Und so ergab sich auch die ursprüngliche Idee einer Zugreise von Ost nach West, von New York nach Seattle. Klingt entspannt und romantisch, aber nach dem Lesen verschiedenster Berichte über diese Zugreise, die teilweise extrem positiv und teilweise sehr negativ zu dieser langen (60 Stunden und 3 Nächte) Reise ausfielen, einigten wir uns, dieses Mal nur den Teil NY – Chicago (14 Stunden und 1 Nacht) im Sleepertrain zu machen und die Strecke Chicago – Seattle mit dem Flugzeug schnell und bequem zu überbrücken.

Chicago nach Seattle mit dem Zug könnten wir ja immer noch für die nächste Reise einplanen, falls uns die nun kürzere Zugfahrt überzeugt hatte. Seattle wollten wir unbedingt machen, da uns der Nordosten der USA, insbesondere der Olympic NP schon lange als Reiseziel vorschwebt.

Nun also fing ich an mit dem Studieren von Flügen: São Paulo – New York und Chicago – Seattle – São Paulo. Nach dem Vergleich und Beobachten der Preise stand bald fest dass Flüge mit Delta Air in Verbindung mit Alaska Airlines (für die Strecke Chicago – Seattle) die preislich und zeitlich beste Flugkombination war. Es stand auch fest, dass die Strecke Seattle – São Paulo nur mit einer Zwischenlandung ging, am besten in Atlanta. Und Atlanta lag ja auch nur knappe 5 Autostunden von Charleston entfernt, die Stadt, wo wir noch liebe und seit langer Zeit nicht gesehene Freunde hatten und mit der wir viele tolle Erinnerungen verbanden.

Somit stand nun die Reise fest: Ostküste – Westküste – Ostküste: New York – Chicago – Seattle – Charleston! Natürlich war nun noch viel Detailarbeit zu erledigen, Flüge buchen, Hotels buchen, Zug buchen, Mietwagen buchen. Reiseberichte wälzen und Tipps aufschreiben.

So nun kann es also losgehen mit „Moglu in den USA – Ost – West – Ost 2016“!

 

Freitag, 5.8.2016: Die Anreise – São Paulo nach JFK

Wie mittlerweile schon üblich arbeite ich auch noch den letzten Tag vor unserem Urlaub, schon alleine aus dem Grund, um so viele Tage wie möglich für dem Urlaub selbst verwenden zu können. Um 12 Uhr ist dann aber Schluss, Der Computer wird heruntergefahren, Mittagessen in der Kantine entfällt heute und ich verabschiede mich von allen Kollegen im Büro.

Zuhause wird noch kurz geduscht, die letzten Anpassungen in der Reisetasche werden vorgenommen (ok, dann doch noch eine zusätzliche lange Hose, es könnte ja kalt werden im Nordwesten!) und um kurz vor 15 Uhr fahren wir los, obwohl wir erst um 21:30 Uhr losfliegen.

Aber am Freitag in São Paulo kann theoretisch immer Chaos sein und so war es dann auch praktisch. Ein Unfall auf der Marginal (die innere Ringstraße um São Paulos Zentrum) und wir stehen und stehen.

Wie üblich stellen wir unser Auto für 3 Wochen im Pullmann hotel am Flughafen unter, das ist billiger als im Flughafen Parkhaus, und fahren mit dem Shuttlebus zum Abflugbereich.

Trotzdem sind wir noch viel zu früh um 17:30 am Gate und geben die Koffer auf, die wir schon am Morgen online eingecheckt hatten.

Nachdem das bürokratische erledigt ist können wir ja nun das ausgefallene Mittagessen nachholen, bis wir im Flugzeug was bekommen, wird es sich Mitternacht sein. Um uns auf das Urlaubsziel einzustimmen, gehe ich gleich mal amerikanisch essen :), übrigens das erste und das letzte Mal in diesem Urlaub! Trolleira speist gesünder und holt sich was vom Büffet, aber für mich muss das jetzt sein.

Frisch gestärkt gehen wir nun durch die Sicherheitskontrolle und am Gate sehen wir uns dann noch auf dem Handy die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio an, die heute starten.

Es war wirklich Zufall, dass wir am selben Tag losfliegen, ich schwöre es. Natürlich wusste ich, dass die Olympischen Spiele dieses Jahr in Rio sein werden und auch, dass das irgendwann im Sommer sein wird, aber dass die Eröffnungsfeier genau an dem Tag ist, an dem wir in die USA aufbrechen, wusste ich zum Zeitpunkt der Buchung nicht. Ist aber eh egal, Rio liegt 500 Kilometer entfernt und am Flughafen von São Paulo war nicht viel von Olympia zu spüren, nur ein Shop mit Merchandising Artikeln.

So verging auch die Zeit und wir sehen noch die deutschen Athleten ins Maracana Stadion einziehen bevor pünktlich um 20:30 das Boarding beginnt und wir um 21:30 mit Delta Air loslegen.

Abflug aus São Paulo:

Der 9 ½ stündige Flug ist ok, der Platz ist akzeptabel und das In Seat Entertainment hat ausreichend Filme auf Lager. „Captain America“ kann mich nicht begeistern aber irgendwann schlafe ich dann doch bei „The Big Lebowski“ ein. Irgendwann, z.B. auf der Rückreise, muss ich mir den Film mal ab der zweiten Hälfte ansehen, da ich die bisher immer verpennt habe.

Pünktlich kommen wir an in JFK:

 

Moglu reist ins Pantanal (Teil 1)

22.03.2016

Wir legen los. Mit der Azul 4490 starten wir pünklich um 16:30 von Campinas aus in Richtung Cuiaba. Moglu liebt ja eigentlich mit dem Auto zu verreisen, gerade wenn es später viel Sand und Schlamm unter den Reifen gibt, aber erstens sind es von Campinas nach Cuiaba etwa 1.500 km, also etwa zwei Tage in jede Richtung und das lohnt sich nicht bei insgesamt einer Woche Urlaub. Zweitens sind wir diesmal zu viert unterwegs: Freunde aus Deutschland sind da und zu viert im Troller, das geht sehr sehr schlecht und nur ohne Gepäck :).

Also – das Flugzeug.

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Los geht’s, pünktlich heben wir von Campinas ab.

Nach einigem hin und her mit unserer Reiseführerin, haben wir das Hotel nochmals umgebucht, wir bleiben direkt am Flughafen im Hotel Nobile. Als das Hotel wenige Tage vor Beginn der Tour auch noch mit Promotionspreisen warb folgten wir der Empfehlung und buchten um. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, das Hotel war ok, Frühstück gut, nur 2 Minuten vom Flughafen, eine gute Kneipe/Pizzeria gegenüber und, das wichtigste: Es lag quasi an der Ausfallstrasse von Cuiaba/Varzea Grande in Richtung Pantanal!

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Hotel Nobile: Schon von aussen ist der erste Eindruck sehr gut!

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Die Zimmer sind sehr gut, grosses Bett, Klimanalage, sauber

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Die Eingangshalle sieht auf dem Foto imposanter aus als sie war 🙂

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Beeindruckend war der Indianerschmuck bei der Sitzgruppe in der Eingangshalle

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Noch beeindruckender war aber das mit Zwiebeln geschmorte Filet in der Pizzeria nebenan;)

23.03.2016

Der Tag geht früh los. Un 8 Uhr werden wir abgeholt von unserer Reiseführerin Merice und dem Fahrer Tiririca. Deshalb 6:30 aufstehen, um 7 zum Frühstück und dann auschecken.

Draussen ist bereits herrliches Wetter:

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Gegenüber rechts die Pizzeria, daneben die Kartbahn, die gestern noch lange in Betrieb war.

Fast pünktlich um 8, also brasilianisch pünktlich, kommen Merice und Tiririca, um uns abzuholen. Die Fahrt führt uns heraus aus Varzea Grande in Richtung Pocone.

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Raus geht es aus der Stadt!

Am Eingang der Stadt „Nossa Senhora do Livramento“ sehen wir Skulpturen der Vögel, die wir in den nächsten Tagen noch alle mehrmals zu Gesicht bekommen werden: Der Tuiuiu, der Wappenvogel des Pantanal, eine Storchart und der grösste Vogel der Region, ein Tukan und drei Aras, in den Farben Rot (Hellroter Ara), blau (Hyazinth-Ara) und gelb (Gelbbrustara).

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Einfahrt nach „Nossa Sra do Livramento“.

Und es dauert nicht lange, bis wir den ersten Tuiuiú in echt sehen. Auf einer Wiese wartet er, damit wir ihn fotografieren können. Dann ist ihm das aber doch zu langweilig und er fliegt weg. Es gibt Behauptungen, er ist weggeflogen, weil ich zu nah ran bin, aber das sind alles nur reine Unwahrheiten.

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Ups, und weg ist er!

Wir erreichen die Stadt Poconé, das Eingangstor ins nördliche Pantanal

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Ab Poconé wird die Asphaltstrasse zur Teerstrasse:

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Und wenige Kilometer hinter Pocone das Eingangstor zur Transpantaneira. Die Strasse die durch das Pantanal führt, so in etwa in Übersetzung des Namens, tut das nicht ganz. Die Strasse führt nur etwa 125 km weit und über zirka 120 Brücken bis zu Ort Porto Jofre am Rio Cuiaba. Im dort angrenzeden Bundesstaat Mato Grosso do Sul wurde die Strasse nie weitergebaut.

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Es wird nun auch mehr sumpfig neben der Strasse, die Sandstrasse selbst ist jedoch in gutem Zustand. Im Pantanal ist von November bis Ende Februar Regenzeit und die Strassen sind dann zum Grossteil nicht passierbar. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September, wenn sich die Tiere an den Wasserlöchern sammeln. Wir waren Ende März, es gab noch viel Wasser, aber es war sehr interessant.

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Tuiuiú in der Wiese

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Die Pousada Rio Claro, zirka 40 km auf der Transpantaneira von Poconé

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Die Zimmer waren neu renoviert, alle mit Klimaanlage!

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Gleich nach dem Mittagessen ging es los mit einer Bootsfahrt auf dem Fluss

Und so spielt man im Pantanal mit den Haustieren!

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Nach ein wenig spielen geht der Tag bereits zu Ende!

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Das war’s für den ersten Tag. Ich hoffe, es liest jemand mit und es gibt auch mal einen Kommentar hier 🙂

Grüsse von Moglu

Moglu on the ROAD: Chapadas + Praias (7. Teil)

 Freitag, 19.12.2015

So, nun sind wir also zu viert. Und der Tag beginnt wettermässig so wie die letzten Tage. Nein, eigentlich schlechter, mittlerweile regnet es.

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Da wir aber schon gelernt haben, wie das Wetter hier funktioniert, beschliessen wir trotzdem in Richtung Park zu fahren in der Hoffnung, dass es dort besseres Wetter hat.
Irgendwie haben wir am Vortag den heutigen Zielort ins Navi eingegeben und hatten im Kopf, dass wir ja den Vormittag verplempern können, es wird dann so 3-4 Stunden Fahrt am Ende des Tages geben. Niemand hat auf unseren im voraus erstellten Plan geschaut, dort stand es ganz genau: „Alto Paraiso de Goias – Barreiras: 490 km – 7:09 Stunden“ (laut Google maps).

Also erstmal ins Vale Dourado, ins goldene Tal. Das Wetter ist hier besser  als in Alto Paraiso. Ein Plausch mit dem Eigentümer der Fazenda, der uns viel zu sagen hat. Anscheinend ist es hier recht einsam und er nutzt es aus, wenn er die Gelegenheit bekommt, jemandem seine Geschichte zu erzählen. Insgesamt gibt es im Vale (Tal) vier Wasserfälle: Aliança, Guardião, Altar und Gruta, einen davon lassen wir weg, da er zu abgelegen ist, aber die anderen drei sehen wir uns auf einer herrlichen kurzen Wanderung an.

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Der Weg zur Fazenda

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Die Bauten werden wieder esoterischer.
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Cachoeira Aliança

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Cachoeira Gruta.

Jetzt müssen wir aber weiter. Gegen 13 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Barreiras, der uns durch drei Staaten führt: Wir fahren los in Goiás, durchqueren den südlichen Teil Tocantins und kommen dann nach Bahia.

Die Landschaft ist unglaublich, grüne Täler, Berge, die Fotos können das bei weitem nicht wiedergeben. Besonders die Strecke durch Tocantins war  unglaublich schön. Und auch die Strassen waren (zumindest am Anfang) gut, besser als erwartet, auch im armen Staat Tocantins.

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Durch Tocantins

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Wälder und Gebirge im Hintergrund

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Ein Tankstopp in Tocantins, kurz vor der Grenze zu Bahia.Es ist mittlerweile 17 Uhr.

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Herrliches Licht und der Blick auf die Tafelberge.

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Noch diesen Anstieg, jeden Moment müssen wir nach Bahia kommen. Etwa 80 km vom Tankstopp bis zur ersten Stadt in Bahia, Prefeitura Minucipal Luiz Eduardo Magalhaes.

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Und die Strasse ändert sich! Die hervorragende Asphaltstrasse wird zum tiefen Sand.

Gut, dass wir beide den Troller haben. Unser ursprünglicher Plan war es, eventuell noch Freunde mit dem Hyundai IX35 mitzunehmen. Hier hätten wir keine Chance gehabt.

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IMG_7020Fun pur mit den Trollern.

Das sind leider die letzten Bilder des heutigen Tages. Die Überschwemmungen wurden mehr, und es wurde allmählich dunkel. Dank unserer Autos haben wir die 80 km geschafft. Die Strasse, die hier noch einigermassen fest aussieht, wurde zum Matsch und Schlamm. Kurz vor der Stadt Luiz Eduardo Magalhaes kamen wir wieder auf Asphalt, es war mittlerweile schon gegen 20 oder 21 Uhr. Ein Autotransporter kam vom Asphalt ab und rutschte in den Schlamm und hing fest, es war ein Chaos.

Todmüde aber glücklich, dass alles gut ging kamen wir spät in Barreiras an. Ein geniales Abenteuer, aber ich sah uns schon unterwegs im Auto übernachten. Wäre ja auch kein grosses Problem gewesen – Essen und Trinken hatten wir genug an Board.

 

Moglu on the ROAD: Chapadas + Praias (5. Teil)

Mittwoch, 17.12.2014

Da ist mir ja gestern ein grober Fehler unterlaufen als ich schrieb, unsere Freunde kamen am Abend an. Das war erst am Donnerstagabend, also zwei Nächte später oder sozusagen morgen.

Also machen wir uns heute noch einmal alleine auf, der Weg führt wie fast immer am Jardim de Maytrea vorbei, heute mit weniger Nebel, aber noch immer bewölkt.

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Nur wenige Kilometer danach zweigt der Weg von der Hauptstrasse links ab und eine Erdstrasse führt uns ins Tal des Mondes, dem Vale da Lua.
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Ein Tal des Mondes gibt es auch fast überall auf der Welt, wo man bizarre Steine sehen kann, dieses hier ist eines der sehr sehenswerten 🙂 .

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Wir folgen der Erdstrasse. Das es in den letzten Tagen viel geregnet hat, können wir das Tal des Mondes nur mit einem Führer besuchen und wir dürfen auch nicht baden, das hatten wir aber sowieso nicht geplant. Leider gingen mir auf dem Weg ins Tal auch meine Treckingsandalen zu Bruch, das heisst, die Sohle löste sich von Schuh. Den Rest des Urlaubs war also Trecking mit Badelatschen angesagt, ich werde noch ein richtiger Brasilianer 🙂 .

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Bizarr und schön war es dort. Für den Fall, das es anfängt zu regnen, sollten wir das Tal asap verlassen, da der Bach zum reissenden Fluss anschwillt. Das konnten wir uns gut vorstellen, da war ganz schön Schmackes dahinter.

Es hat nur etwas getröpfelt, also kein Problem. Das Vale da Lua und alle anderen Sachen die wir uns noch ansahen lagen übrigens in der Chapada dos Veadeiros, jedoch ausserhalb des Nationalparks auf privatem Gelände. Es wurde also jeweils ein kleiner Eintritt verlangt, aber das war ok. Die Hikes im Nationalpark waren alle ab 15 km aufwärts und dazu hatten wir weder Lust noch Ausdauer.

Der nächste Stopp lag also wieder auf Privatgelände, nämlich in der Fazenda Sao Bento. Dort befinden sich insgesamt drei Wasserfälle: Almecegas I und Almecegas II sowie der Wasserfall Sao Bento. Zum Almecegas I führt eine etwa drei Kilometer lange Erdstrasse, dann heisst es, das Auto abstellen und es geht noch einen Kilometer teilweise steil bergauf.

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Hier war der Weg zu Ende für den Troller:

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Nach etwa einem Kilometer Aufstieg hat man diesen Blick.

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Und um diesen Blick zu haben, muss man wie ich auf den anderen Seite den Wasserfall wieder bergab wandern, den Badelatschen sei Dank war das kein Problem.

Wieder nach oben und in einem Bogen um das Tal und man kommt auf die Seite, wo der Wasserfall in die Schlucht fällt. Auch hier war das Wasser reissend, also war baden nicht angesagt, wenn man nicht riskieren will mit dem Wasserfall ins Tal gespült zu werden. Dafür flog uns ein Tukan über die Köpfe und die Gattin hat ihn im Flug erwischt:

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Das mit dem Tukan war schon ziemlich genial. Ziemlich happy marschieren wir wieder zurück zum Parkplatz. Zum Almecegas II ist es nur ein kurzes Stück mit dem Troller und dann ein ebenfalls ein kurzer Fussmarsch.

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Weniger dramatisch aber auch schön. Hier fängt es nun wirklich an zu regnen und wir machen uns auf die Socken, zurück in unsere Pousada an den Pool, da kanns dann auch regnen was es will.

Der Eigentümer gibt uns einen Tipp: Um 18 Uhr in einem Eukalyptuswäldchen sammeln sich häufig die Tukane, bevor sie zu ihrem Schlafplatz abziehen. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen und unser Glück versuchen.

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Ein perfektes Ende für einen quasi perfekten Tag, mal abgesehen von meinen Treckingsandalen.

 

Moglu on the ROAD: Chapadas + Praias (4. Teil)

Dienstag, 16.12.2014

Heute heisst es schon wieder Abschied nehmen von Brasilia. Noch ein Frühstück mit Papaya und Ananas, den verbrannten Kaffee werden wir hier nicht vermissen.

Als letzte Sehenswürdigkeit in Brasilia haben wir uns die Kirche Santuário Dom Bosco vorgenommen. Und es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir das ausgelassen hätten. Von aussen ein schlichter, unauffälliger Betonbau, aber wenn man die Kirche betritt, erfasst einen das blau leuchtende Innere, erhellt von den tausendenden in verschiedenen Blautönen gehalten Glasbausteinen. Kommt einfach mit:

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Link das Eingangstor, rechts der erste Blick ins Kircheninnere.

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Blick auf den Altar

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So sieht die Kirche im Gesamtblick aus, ein schwerer etwas 3 Meter hoher Kronleuchter aus Murano-Glas komplettiert das Ganze.

Aber für uns geht es weiter, bye bye Brasilia. Wir verlassen die Stadt in Richtung Chapada dos Veadeiros, die Strassen werden schmäler, schlechter und man merkt, die lokale Dorfjugend macht hier schon Schiessübungen auf das Wild, auch wenn es nur auf Strassenschildern ist.
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Gegen 11:30 kommen wir durch Sao Gabriel, einem typischen Strassendorf in dieser Gegend. Wir wollen eigentlich nur kurz auf einen Kaffee halten, sehen dann aber auf der anderen Strassenseite ein Lokal, in dem der Grill schon richtig qualmt und das halbe Dorf mit einem Geruch von frisch gegrilltem Fleisch einhüllt. Flugs die Strassenseite gewechselt, wir lieben solche Zufallsfunde. Das Essen dauert noch etwas und mehr und mehr füllt sich das Lokal, Leute vom Dorf kommen, Trucker halten an, naja, soviel Auswahl gibt es natürlich auch nicht in der Gegend. Aber es gibt genial leckere brasilianische Hausmannskost (comida caseira) und es schmeckt hervorragend:

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Ein Räuchergrill

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Natürlich dürfen in Brasilien Reis und Bohnen nicht fehlen!

Es geht weiter, In Sao Joao D’Alianca sehen wir das erste Hinweisschild „Das Tor zur Chapada dos Veadeiros“.

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Das Tor zur Chapada dos Veadeiros

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Hier gibt es sogar Subway and der Tankstelle

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Und auch die Dorfkirche ist schon für Weihnachten dekoriert.

Es bleibt regnerisch aber die Landschaft ist beindruckend. Gegen 14 Uhr erreichen wir Alto Paraíso de Goiás, das Städtchen, das quasi im Zentrum der Chapada dos Veadeiros liegt. Auf der Suche nach unserem Hotel fahren wir an unzählichen UFOs, Ausserirdischen, und sonstigen verrückt dekorierten Hotels vorbei. Warum müssen in Brasilien immer alle schönen Orte so esoterisch verhunzt werden? Schliesslich erreichen wir unser UFO-loses Hotel „Recanto da Grande Paz“, das Eck des grossen Friedens, naja auch nicht viel besser – esoterisch halt :). Aber schön ist es trotzdem.

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Tiefhängende Wolken

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Wir erreichen Alto Paraiso de Goias

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Eingang unserer Pousada

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Unser kleines Chalet, klein aber nett

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Auch die Poolanlage ist nett gemacht.

Da es noch früh ist, und wir sonst eh nichts zu tun haben, fahren wir nochmal rein, in die Chapada bis zum Eingang des Nationalparks.

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Am Ausichtspunkt „Jardim de Maytrea“. Hier werden wir noch ein paar Mal vorbeikommen in den nächsten Tagen, auch ohne Nebel.

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Am Eingang zum Park

 

Am Abend bleiben wir in der Pousada beim Essen. Recht spät kommen unsere Freunde an, die erst ein paar Tage nach uns losgefahren sind. Ab nun geht es zu viert weiter!

 

Leben wie Gott in Frankreich – Oktober 2012

Wieder einmal geschäftlich in Paris und wieder einmal nur wenig Zeit. Aber trotzdem planen wir diesmal wenigstens ein Wochenende in Paris anzuhängen.

Alte Gebäude, die Seine, Museen, Eiffelturm, all das kennen wir zu Genüge. Das für mich schönste Paris findet sich auf der Strasse, in den kleinen Geschäften, in den Märkten. Es ist ein Traum, einfach durch diese Strassen und Geschäfte zu schlendern und zu geniessen.

Käse, den das Gesundheitsamt in Brasilien wahrscheinlich (zu Unrecht) verbieten würde:

Leckereien die sicherlich nicht nur herrlich aussehen:

Neues Kopfzeilenbild: Gooseneck State Park bei Monument Valley

Hier habe ich mal etwas ausprobiert: Aus 3 Einzelbilder montiert die sicht auf den Gooseneck State Park. Wie eine Schlange zieht sich der Colorado River durch die Wüste und formt seinen Canyon.

Hoje experimentei com uma fotomontagem. Usei 3 fotos para fazer uma só. Como um serpente o Colorado River está carvando a vale dele.

Today an experiment. I combined 3 fotos into one. In gooseneck State Park the Colorado River is digging its bed into the desert.

 

 

Video Test – Fahrt auf US HW12

Heute will ich mal versuchen, ob man hier ein Video einbetten kann, ohne das bei irgendeinem …tube zu speichern:
Erster Versuch, ein kurzes Stück der Autofahrt vom Bryce Canyon nach Torrey, hier auf der US12:
Klappt bislang nur über youtube, nicht mit direkt hochgeladenen Videos.

Today I want to try, if i can embed videos here with using a youtube interface.
First try is a short part of our drive from Bryce Canyon to Torrey on US HW 12:
Up to now it only works via Youtube, not with directly uploaded videos.

Quality is still very bad, I have to work on that.