Moglu reist: Zwischen den Jahren in Mexiko! Tag 1

Vorgeplapper:

Bevor wir uns auf den Weg nach Mexiko machten holte ich mit natürlich viele Tipps aus den üblichen Foren im Internet, von Bekannten und, eigentlich recht wenig, aus Reiseführern. Vielen Dank schon einmal an alle, die mir wertvolle Tipps lieferten.

Hier eine kurze Zusammenfassung zu den wichtigesten Vorabthemen:

 

Mietwagen:

Das Mietauto buchten wir über billiger-mietwagen und dort über den Veranstalter Sunny Cars. Die Mietwagenfirma war dann am Ende „Enterprise“, alles etwas kompliziert mit den vielen Vermittlern und Buchungsseiten. Enterprise ist wohl die einzige Firma, die keinen Schalter direkt am Flughafen hat, anders als in den Unterlagen beschrieben. Aber ein Anruf hat die Sache erledigt und nach wenigen Minuten kam ein Shuttle, der uns zur Verleihstation, die schon in Richtung der Hotelmeile am Strand war, brachte.

Wir hatten sozusagen das „all inclusive super safe Paket gebucht“, etwas teurer, aber mit Garantie auf ein maximal 1 Jahr altes Auto und mit allen Versicherung inklusive. Erst bekamen wir ein Auto mit 36 Tausend KM gebracht, aber dann nachdem wir unseren Voucher mit dem Kommentar „max. 25 tausend KM“ zeigten wurde uns problemlos ein NEUES Auto mit gerade mal 24 km gebracht! Es war ein Chevrolet Aveo, absolut Basic in der Ausstattung aber Automatik und Klimaanlage hat funktioniert, was will man mehr. Als wir es zurückgaben hatten wir 1198 Km auf dem Tacho.

 

Tanken:

Wir beachteten die Grundregel, dass die Zapfsäule auf „Null“ war, wenn das Tanken los ging und dass auch mit der richtigen Säule getankt wird und dass unser Auto betankt wird. Dann gaben wir dem Tankwart  das Geld genau und haben es vorgezählt. Wir hatten nie Probleme mit irgendeinem Betrugsversuch. Einmal hatte eine Tankstelle kein Magna Benzin und wir tankten dann das etwa 10% teurere Premium. Da aber auch Mexikaner wieder weiterfuhren, da sie kein Magna bekamen, denke ich, dass das einfach so war, dass dort das billige Benzin alle war.

 

Polizeikontrolle:

Hatten wir kein einziges Mal in den 9 Tagen, obwohl in den Städten viel Polizei und Militär unterwegs war. Wir fühlten uns nie unsicher.

 

Geldwechseln:

Das war nicht einfach. An vielen Bankautomaten ging es nicht und einige Karten haben auch gar nicht funktioniert. Was bei uns dann ging war die Kombination der Postbank V-Pay Karte (obwohl die ja in Mexiko angeblich nicht funktioniert) und HSBC Bankautomaten. Abgehoben haben wir dann immer 3.000 Pesos, dazu kam eine Gebühr von etwa 25 Pesos. Wir bezahlten dann insgesamt mit allen Gebühren für 3.000 Pesos genau 138,05 Euro.

 

Und nun geht es los!

Tag 1: Ankunft in Cancun

Pünktlich um 4 Uhr morgens am 23.12. ging unser Flug ab in Sao Paulo. Das hieß für uns gab es dieses Jahr schon am 22.12. Bescherung, am Freitag abend, 2 Tage vor Heiligabend. Los nach Sao Paulo mussten wir um Mitternacht, also wurde der Wecker auf den Couchtisch neben das Sofa gestellt, verschlafen wollten wir den Flug nicht.

Etwas Gutes hat diese Abreisezeit: Wir kamen das erste Mal ohne Stau zum Flughafen Sao Paulo. Nicht etwa, dass die Strassen leer waren, aber es gab eben keinen Stau mehr.
Am Flughafen: Gähnende Leere. Schnell war eingescheckt und natürlich waren wir viel zu früh dran. Dank der Business Class Tickets durften wir in der Lounge warten, aber auch die war so richtig leer.

Der Flug war angenehm und ging schnell vorbei, in dne grossen und bequemen Sitze konnten wir sogar ein paar Stunden schlafen. Gegen 10 Uhr vormittags landeten wir in Panama City und aufgrund der Zeitverschiebung bekamen wir bereits kurz nach Mittag die ersten Blicke auf die Strände von Yucatan zu sehen.

Man kann es hier bereits ahnen. Quintana Roo, der Bundesstaat in dem Cancun liegt und auch Yucatan sind sehr sehr flach.

Bereits auf dem Weg in die „Hotel-Zone“ am Strand war deutlich, dass in Mexiko Polizei und auch Militär allgegenwärtig sind.

Als wir die Hotelzimmer buchten, alles über Booking, war bereits ziemlich viel ausgebucht. Ich kann nicht sagen, ob wir anders noch mehr bzw. bessere Hotels gefunden hätten, es war für uns so ok.

Die erste Nacht blieben wir in Cancun im Hotel NYX. Das Hotel ist relativ klein, liegt direkt am Strand und wir hatte eine Nacht mit all inklusive (ging nur so zu buchen).

Nun ja, ich habe es vorab vermutet, Cancun ist so gar nicht das was uns gefällt. Das kleinere Hotel NYX war noch so einigermaßen ok, aber wir sind eben keine Strandtypen.

Lieber schöne Naturlandschaften oder alte Kulturen und davon gab es in den folgenden Tagen noch einiges zu sehen.Das Zimmer war in einem neugebauten Teil des kleinen Hotels, nicht mit Meerblick, aber dafür groß und nagelneu – jedoch im 3. Stock ohne Aufzug, der sei gerade erst im Bau.

Die Aussicht nach hinten auf die Lagune war schön, leider aber auch an der Hauptstrasse gelegen.

Wir verbrachten etwas Zeit am Strand, dann im Restaurant am Strand mit Meerblick und anschließend noch ein Drink an der Poolbar.

Vor dem Abendessen wollten wir uns noch eine Stunde ins Zimmer legen, schließlich hatten wir ja in der Nacht kaum Schlaf, denn unser Flieger ging um 4 Uhr morgens los. Leider sind wir erst wieder um 23 Uhr aufgewacht, das war dann unser erster Tag Cancun.

 

Moglu auf Weihnachtsexpedition!

Der USA Urlaub ist noch nicht zu Ende erzählt, aber die Planung für die Weihnachtsexpedition laufen auf Höchsttouren? So ist es richtig!

Und wohin geht es zum Jahresende 2016?

Nun, zunächst nach Airuoca, in die Berge von Minas Gerais. Die Pousada (Gasthaus) wo wir bislang immer oben auf dem Berg waren gibt es leider nicht mehr. Ich hoffe aber, guten Ersatz gefunden zu haben.

Die zweite Station ist der Nationalpark Caparaó mit dem dritthöchsten Berg Brasiliens Pico da Bandeira. Mal sehen, ob wir trotz anhaltendem Regen in den letzten Tagen auch etwas zum Wandern kommen. Eigenlich ist dafür ja der Winter (Dezember ist in Brasilien Sommer) besser geeignet.

Weiter geht es in die Nähe von Belo Horizonte zum Instituto Inhotim, einem gross angelegten Freiluftkunstprojekt. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet!

Nun steht uns eine lange Strecke in Richtung Norden bevor bis nach Itacarambi, wo wir auf Höhlentour gehen werden. Der Nationalpark der „Cavernas do Peruaçu“ ist erst seit 2015 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Etwas westlich der Höhlen geht es in das Sertão, in die Steppe. Ebenfalls in einen Nationalpark, den man nur mit Führer besuchen und mit einem 4×4 Fahrzeug bereisen kann. Ich bin sehr neugierig, was wir alles im Nationalpark „Grande Sertao Veredas“ entdecken werden.

Das ist die bislang letzte geplante Station. Von dort im Norden von Minas Gerais geht es zurück nach Campinas. Ob, wie oft und wo wir auf dem Rückweg halten, steht noch in den Sternen.

Und wenn wir bis dahin tatsächlich unser Auto zugelassen und die Nummernschilder montiert bekommen, geht es auch wirklich am nächsten Dienstag los!

 

Moglu in den USA: Ost – West – Ost 2016

Vorwort

Endlich wieder USA! Das letzte Mal vor diesem Urlaub waren wir 2012 in den USA, auf einem Südwest Trip, den wir überwiegend auf „Dirtroads“ und vielen Nebenstrecken durchgeführt hatten. Ein Jahr zuvor in 2011 besuchten wir den Yellowstone NP und alles was so von Denver aus mit dem Yellowstone verbunden werden konnte.

Und nun also 2016: 20 Jahre nach unserer ersten großen Tour brechen wir wieder auf in die USA, zum sechsten Mal.

Die Trolleira, ist zur Zeit etwas schlecht zu Fuß unterwegs. Schmerzen in Hüfte und Rücken und einiges mehr. Somit wollten wir diesmal etwas weniger wandern und ich suchte schon vorab immer raus, welche Hikes vor allem in den Parks machbar sind. Wie und ob uns das gelang, dazu später.

Und so ergab sich auch die ursprüngliche Idee einer Zugreise von Ost nach West, von New York nach Seattle. Klingt entspannt und romantisch, aber nach dem Lesen verschiedenster Berichte über diese Zugreise, die teilweise extrem positiv und teilweise sehr negativ zu dieser langen (60 Stunden und 3 Nächte) Reise ausfielen, einigten wir uns, dieses Mal nur den Teil NY – Chicago (14 Stunden und 1 Nacht) im Sleepertrain zu machen und die Strecke Chicago – Seattle mit dem Flugzeug schnell und bequem zu überbrücken.

Chicago nach Seattle mit dem Zug könnten wir ja immer noch für die nächste Reise einplanen, falls uns die nun kürzere Zugfahrt überzeugt hatte. Seattle wollten wir unbedingt machen, da uns der Nordosten der USA, insbesondere der Olympic NP schon lange als Reiseziel vorschwebt.

Nun also fing ich an mit dem Studieren von Flügen: São Paulo – New York und Chicago – Seattle – São Paulo. Nach dem Vergleich und Beobachten der Preise stand bald fest dass Flüge mit Delta Air in Verbindung mit Alaska Airlines (für die Strecke Chicago – Seattle) die preislich und zeitlich beste Flugkombination war. Es stand auch fest, dass die Strecke Seattle – São Paulo nur mit einer Zwischenlandung ging, am besten in Atlanta. Und Atlanta lag ja auch nur knappe 5 Autostunden von Charleston entfernt, die Stadt, wo wir noch liebe und seit langer Zeit nicht gesehene Freunde hatten und mit der wir viele tolle Erinnerungen verbanden.

Somit stand nun die Reise fest: Ostküste – Westküste – Ostküste: New York – Chicago – Seattle – Charleston! Natürlich war nun noch viel Detailarbeit zu erledigen, Flüge buchen, Hotels buchen, Zug buchen, Mietwagen buchen. Reiseberichte wälzen und Tipps aufschreiben.

So nun kann es also losgehen mit „Moglu in den USA – Ost – West – Ost 2016“!

 

Freitag, 5.8.2016: Die Anreise – São Paulo nach JFK

Wie mittlerweile schon üblich arbeite ich auch noch den letzten Tag vor unserem Urlaub, schon alleine aus dem Grund, um so viele Tage wie möglich für dem Urlaub selbst verwenden zu können. Um 12 Uhr ist dann aber Schluss, Der Computer wird heruntergefahren, Mittagessen in der Kantine entfällt heute und ich verabschiede mich von allen Kollegen im Büro.

Zuhause wird noch kurz geduscht, die letzten Anpassungen in der Reisetasche werden vorgenommen (ok, dann doch noch eine zusätzliche lange Hose, es könnte ja kalt werden im Nordwesten!) und um kurz vor 15 Uhr fahren wir los, obwohl wir erst um 21:30 Uhr losfliegen.

Aber am Freitag in São Paulo kann theoretisch immer Chaos sein und so war es dann auch praktisch. Ein Unfall auf der Marginal (die innere Ringstraße um São Paulos Zentrum) und wir stehen und stehen.

Wie üblich stellen wir unser Auto für 3 Wochen im Pullmann hotel am Flughafen unter, das ist billiger als im Flughafen Parkhaus, und fahren mit dem Shuttlebus zum Abflugbereich.

Trotzdem sind wir noch viel zu früh um 17:30 am Gate und geben die Koffer auf, die wir schon am Morgen online eingecheckt hatten.

Nachdem das bürokratische erledigt ist können wir ja nun das ausgefallene Mittagessen nachholen, bis wir im Flugzeug was bekommen, wird es sich Mitternacht sein. Um uns auf das Urlaubsziel einzustimmen, gehe ich gleich mal amerikanisch essen :), übrigens das erste und das letzte Mal in diesem Urlaub! Trolleira speist gesünder und holt sich was vom Büffet, aber für mich muss das jetzt sein.

Frisch gestärkt gehen wir nun durch die Sicherheitskontrolle und am Gate sehen wir uns dann noch auf dem Handy die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio an, die heute starten.

Es war wirklich Zufall, dass wir am selben Tag losfliegen, ich schwöre es. Natürlich wusste ich, dass die Olympischen Spiele dieses Jahr in Rio sein werden und auch, dass das irgendwann im Sommer sein wird, aber dass die Eröffnungsfeier genau an dem Tag ist, an dem wir in die USA aufbrechen, wusste ich zum Zeitpunkt der Buchung nicht. Ist aber eh egal, Rio liegt 500 Kilometer entfernt und am Flughafen von São Paulo war nicht viel von Olympia zu spüren, nur ein Shop mit Merchandising Artikeln.

So verging auch die Zeit und wir sehen noch die deutschen Athleten ins Maracana Stadion einziehen bevor pünktlich um 20:30 das Boarding beginnt und wir um 21:30 mit Delta Air loslegen.

Abflug aus São Paulo:

Der 9 ½ stündige Flug ist ok, der Platz ist akzeptabel und das In Seat Entertainment hat ausreichend Filme auf Lager. „Captain America“ kann mich nicht begeistern aber irgendwann schlafe ich dann doch bei „The Big Lebowski“ ein. Irgendwann, z.B. auf der Rückreise, muss ich mir den Film mal ab der zweiten Hälfte ansehen, da ich die bisher immer verpennt habe.

Pünktlich kommen wir an in JFK: