Moglu in den USA – Olympic National Park Teil 1

Am Nationalparkeingang angekommen müssen wir uns entscheiden, ob wir einen Jahrespass kaufen oder die Eintritte separat bezahlen wollen. Die Eintritte separat kaufen wäre ein paar Dollar billiger aber mit dem Jahrespass erhöhen wir der Druck auf uns selber, innerhalb der nächsten 12 Monate wiederzukommen und so kaufen wir den Jahrespass .

Weiter geht es vom Olympic National Park Visitor Center auf der Hurricane Ridge Road zum Hurricane Ridge Visitor Center. Von hier aus haben wir einen herrlichen Ausblick über die Olympic Mountain Range.

Auf der Hurricane Ridge angekommen gibt es dann erstmal Picknick. Die Straße ab dem Visitor Center ist gesperrt, so dass wir nur ums VC herum hiken können.

Wir entscheiden uns für den „Cirque Rim Trail“, meine Frau hat nach wie vor ziemlich Schmerzen in der Hüfte, so dass längere und anstrengendere Trails erstmal ausfallen.

Das Wetter ist einmalig, wir sehen bis nach Kanada auf der einen Seite und die Olympic Range zur anderen Seite.

Leider sorgt die Hitze auch dafür, dass immer wieder Brände ausgelöst werden und auch wir sehen Feuer in einem Teil des Parks von der Hurricane Ridge Straße aus.

Wir müssen wieder weiter und zwar zu unserem Quartier für heute Nacht, dem Indian Valley Motel.
Zunächst geht es zurück über die Hurricane Ridge Road.

Bevor wir zurück in Port Angeles sind schickt uns das Navi links auf die Little River Road. Es scheint, dass uns Gravel Roads anziehen, aber wer unseren letzten Bericht gelesen hat, weiss ja, dass uns Gravel Roads Spass machen. Ein paar Locals treffen sich hier in diesem Tal und Zielscheibenschiessen zu machen (so sah es zumindest aus).

Wir biegen noch ein auf die Olympic Springs Road bevor wir kurz vor unserem Nachtquartier wieder auf der US 101 landen.

Wir müssen wieder weiter und zwar zu unserem Quartier für heute Nacht, dem Indian Valley Motel. Die Schlüssel für’s Zimmer bekommen wir in Granny’s Cafe, dem Restaurant, das zum Motel gehört.

Einfache Zimmer, aber passt schon.

Leider sehen wir Rosi, den Haushund nur kurz im Garten und auch von den Eigentümern bekommen wir nichts mit.

Wir legen unsere Taschen im Zimmer ab und fahren bald wieder weiter, zum Lake Crescent. Die tiefstehende Sonne lockt uns, auch vor dem eigentlichen Ziel, der Storm King Ranger Station, an den Haltemöglichkeiten zu stoppen und ein paar Fotos zu schiessen.

Das Visitor Center ist schon zu als wir ankommen, aber wir machen uns auf den Weg zum „Moments in Time Trail“, der uns an den See führt.

Unterwegs treffen wir zwei Wanderer aus den USA, die von der Lake Crescent Lodge kommen. Noch ein kurzer Plausch und wir laufen zurück zum Auto. Die mit Moos behangenen Bäume sind schwer beeindruckend!

Ruhepause gefällig?

Kurz vor acht kommen wir zum Motel zurück und gehen noch in Granny’s Cafe zum Abendessen. Einen leckeren Hamburger für mich und Fish und Chips für Trolleira. Mein Hamburger schmeckt super, dazu bekomme ich noch mal ein Kilt Lifter Ale aus Seattle. Auch die Fish und Chips wurden sehr gelobt!

Das Essen in Granny’s Café kann ich wirklich weiter empfehlen, die Zimmer im Indian Valley Motel sind sehr einfach, aber für eine Nacht durchaus ok.

Moglu in den USA – Von Seattle in den Olympic National Park!

Mittlerweile sind wir seit 10 Tagen unterwegs, New York, Chicago und Seattle. Es waren viele Eindrücke, sehr schöne Eindrücke, Chicago kannten wir ja schon, aber New York und Seattle waren neu für uns.

Aber irgendwie war es nicht „richtig“. Für uns ist ein USA Urlaub ein Roadtrip, mit Mietwagen, Kühltasche im Auto, unabhängig, fahren!

Gut, nun können wir das haben, der frühe Touri holt sich das beste Auto, also stehen wir früh auf, um unsere 7 Tage, in denen wir das Auto haben, auch auszunutzen!

Mit der Link Light Rail geht es kurz nach 6 Uhr los in Richtung Flughafen, dort haben wir den Mietwagen bestellt.

Wieder die Fahrt zurück mit Blick auf den Mount Rainier und wir kommen an der Flughafen Station an. Wieder durchqueren wir das Parkhaus und nach etwas hin und her finden wir auch die Bushaltestelle, von der die Shuttlebusse uns zur Alamo Station bringen.

Ich hatte vorab schon bei Alamo eingecheckt und mir die Skip the Counter Unterlagen ausgedruckt. Das lief wirklich reibungslos. Da niemand am Schalter anstand habe ich nur kurz vorbeigeschaut, die Papiere gezeigt und sofort die Info bekommen, ich könne gleich ins Parkhaus gehen. Es standen ein paar Jeep Modelle zur Verfügung, ein Nissan, ein Kia und ein Ford Escape.

Die Ausstattung vom Ford Escape gefiel uns am besten und den Wagen nahmen wir dann auch. Es war eine gute Entscheidung, sehr bequem, ausreichend Platz und gut zu fahren.

Die beiden großen Reisetaschen passen locker in den Kofferraum, die Tagesrucksäcke auf die Rücksitze und die Fotoapparate, Handys und Geldbeutel werden irgendwie in den Ablageflächen um Fahrer und Beifahrersitz verstaut, alles optimal.

Tachostand 7067 Meilen, Tank ist voll, alles gut

Los geht’s, auf in den Olympic Park, aber erst müssen wir die Vorräte auffüllen!

Leider ist es sehr nebelig, der erste Nebel in diesem Urlaub, aber egal, wir haben ja nun ein Auto

Nach der erfolgreichen Übernahme des Wagens müssen wir nun natürlich erstmal die Lebensmittel besorgen. Ich hatte mir vorab schon einen „Trader Joe’s“ in Internet rausgesucht, der lag zwar nicht unbedingt verkehrsgünstig, die Lebensmittel waren aber sehr lecker (im Nachhinein wäre wohl der näher zum Flughafen liegende Safeway besser gewesen, das werde ich aber nie zugeben).

Wir bekommen einen Großteil der Lebensmittel, die wir suchen. Brot, Käse, Salami, ein Glas Essiggurken, Bier und Wasser.

Leider finden wir bei Trader Joe’s jedoch keine Kühltasche oder Einmalbesteck und Teller! Somit geht es weiter auf die andere Seite der Kreuzung zu CVS, wo wir noch den Rest finden, der uns noch fehlt.

Da wir schon im Süden Seattles sind nehmen wir keine Fähre sondern fahren südlich um die Bucht in Richtung Tacoma weiter. Das Wetter lässt weiterhin zu wünschen übrig, nass und grau, das war so nicht abgemacht!

In Tacoma gibt es einen Bass Pro Shop und das ist unangefochten einer unserer Lieblingsläden in den USA. Mit Tacoma kennen wir nun bereits den dritten Bass Pro Laden und wir wurden bislang nie enttäuscht (Denver, Las Vegas, Tacoma).

Ich hole mir Wanderschuhe, da sich meine alten schon halb aufgelöst hatten, habe ich sie gar nicht dabei. Trolleira findet einige Outdoorhosen und Hemden, jetzt sind wir bereit für Abenteuer aller Art.

Vom Bass Pro Shop aus folgen wir nun der WA-16 über die Tacoma Narrows Bridge und anschliessend der WA-3 N in Richtung Norden bis kurz vor Port Gamble. Langsam aber sicher wird auch das Wetter besser:

Kurz von Port Gamble biegt die WA-104 W nach links ab und wir erreichen die Hood Canal Bridge, die das Festland mit der Olympic Peninsula verbindet! Es ist 12 Uhr mittags und wir haben strahlenden Sonnenschein.

Unser nächstes Ziel: Olympic NP Visitor Center bzw die Hurricane Ridge Road. Die Fahrt ist problemlos, und je näher wir dem Olympic National Park kommen, desto mehr löst sich der Nebel auf und es wird heiß, zu heiß! Wir hatten eigentlich Nebel und Kälte erwartet, schönes Wetter erhofft, aber mit 30 Grad und strahlendem Sonnenschein hatten wir wahrlich nicht gerechnet.

Moglu in den USA – Seattle, Essen und Trinken

Mal schauen, ob ausser Trolleira hier noch jemand mitliest?

Nach der Chihuly Ausstellung will ich die Stadt zu Fuß erkunden, Trolleira will aufgrund ihrer eingeschränkten Lauffähigkeit mit der Monorail zurückfahren und dann etwas shoppen. So vereinbaren wir, dass wir uns um 14 Uhr an der Monorail Station in der Stadt wieder treffen wollen.
Zunächst laufe ich der Broad Street entlang in Richtung Meer und komme beim Pier 70 an dieser Skulptur vorbei.

Schön ist die Gegend bei den Piers und es gibt auch schöne Hotels und Restaurants hier, die sicher nicht gerade billig sind. Da es seit dem Frühstück to go bei Starbucks nichts mehr zu essen gab, such ich mir ein gemütliches Plätzchen in Anthony’s Pier 66, ich in einen Dungeness Crab Salat mit Chowder genieße.

Nach einer erholsamen Ruhepause laufe ich weiter in Richtung Aquarium, wo ich nun einige Stufen erklimmen muss, um wieder hoch zum Pike Place Market zu kommen.

Oben angekommen erspähe ich das Zeichen der Pike Brewing Company. Zum Mittagssalat hatte ich nur einen Ice Tea, da darf ich mir ja nun noch einen Schoppen Bier genehmigen. Ich teste das Kilt Lifter Scotch Style Ale und was soll ich sagen, es schmeckt hervorragend!

Langsam muss ich nun aber wieder weiter zur Monorail Station, wo ich mich mit Trolleira treffen will.

Ich bin noch etwas früh dran und laufe noch zum Westlake Park, wo ich noch eine Truppe deutscher Jungs beim Jenga spielen zusehe. Als der Turm schließlich fällt mache ich mich auf den Weg zur Monorail.

So, was könnten wir nun tun? Der Starbucks Reserve Roastery & Tasting Room hört sich interessant an. So suchen wir uns ein Uber-Taxi, mit etwas Problemen wegen schlechter Wifi Abdeckung und schliesslich fahren wir mit einem normalen Taxi zu Starbucks. Der Roastery und Tasting Room ist eigentlich ein normaler Starbucks aber in deren Rösterei. Wir holen uns Kaffee und Trolleira, die keinen Mittagslunch hatte, holt sich etwas zu essen.

Auf eine Tour haben wir dann doch keine Lust, aber ich habe Lust auf Brauerei! So, hier ist das Wifi gut, also nun mit Uber-Taxi. Wir bekommen eine sehr nette Fahrerin, Jessica, die uns zur Holy Mountain Brewing Company kutschiert und nebenbei viel über Seattle erzählt.

Ich nehme ein „Watchman’s House“, ein im Fass fermentiertes Lager, und ein „The Chalice“, ein Late Hop Pale Ale. Sehr lecker, das Pale Ale schmeckt mir besser.

Die Holy Mountain Brewing Company liegt ein Stück ausserhalb, aber wir fangen mal an in Richtung Pike Place Market zu laufen. Ab etwa der Hälfte des Weges wird es uns dann doch zu weit und wir finden ein Taxi. Der Fahrer stellt sich erstmal in den Stau, wie es ihm sein Navi vorgibt, bis wir ihm vorschlagen, er sollte doch mal links abbiegen und eine Parallelstrasse nehmen. Guter Tipp, nun sind wir nicht einmal 5 Minuten beim Hotel.

Am Abend geht es dann noch richtig zum Essen. Das Blueacre Seafood ist nur eine Strasse von Hotel entfernt und soll eines der besten Seafood Lokale in Seattle sein. Wir waren mittelmässig zufrieden. Mein Essen war gut, aber ich war nicht 100% zufrieden. Die Jakobsmuscheln irgendwie zu pampig, der Fisch von Trolleira war recht trocken. Es war nicht schlecht aber – irgendwie „schwer“ für Seafood. Vielleicht haben wir auch nicht das Richtige bestellt, in den USA ist eben oft auch Seafood heavy.

So, heute gehen wir früh schlafen, morgen dürfen wir unseren Mietwagen abholen – endlich!